Bücher und Autoren heute in den Feuilletons, in denen die US-Präsidentenwahl regen Niederschlag findet

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

Das Blatt zieht aus Anlass der Wahlen in den USA eine Serie durch die Zeitung, in der Deutsche Prominente und ihre amerikanischen Freunde zusammen interviewt werden. Die Serie beginnt mit Günter Grass und John Irving, die die Zeitung erstmals zum Interview zusammengebracht habe. Außerdem redet aus unserer Branche Tanja Dückers mit dem Maler Philip Pearlstein.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Wie Aschenbach am Swimmingpool Lolita trifft“: In seinem Roman Rex lasse José Manuel Prieto (Suhrkamp) nicht nur falsche Diamanten züchten, sondern auch falsche Literatur und das auf höchsten Niveau, findet Florian Borchmeyer. Die Erzählung käme erst „zum Schleppen, dann fast völlig zum Erliegen.“

„Wie es Lolita aber lieber mit Herrn Albtraum treibt“ Kein Schlaf in Sicht, der neue Gedichtband von Henning Ahrens bie S. Fischer glossiere die große, wilde Welt.

Annotiert wird unter „Amsel und Pinsel“ Heinz Berggruen Die Kunst und das Leben bei Klaus Wagenbach und „Anna und Blume“ wird zu Mirelle Zindel Irrganst beim Salis Verlag getitelt.

„Ein Prinz als guter Demokrat“: Martin Mosebach schreibt über Asfa-Wossen Asserate zum 60. Geburtstag, Mosebach veröffentlichte zuletzt Stadt der wilden Hunde.

Für die Literaturseite morgen wird angekündigt:
Felicitas von Lovenberg Bunt – Donald Friedman malt Dichter
Nadja Wünsche Angelfiebrig – Mirko Bonné sammelt
Julia Bähr Verschollen-Anya Ulinich geht auf Odyssee

Süddeutsche Zeitung

„Gott behüte“: Amerikas Christen rücken vor der Wahl weiter in den Focus der Besprechungen, Robert Jewett Mission und Verführung bei Vandenhoek & Ruprecht biete materialreich einen geschichtlichen Rückblick, der auch nach der Wahl noch Bestand hat, so Peter Lampe.

„Liebe ist besser als Alzheimer“: Kristina Maidt-Zincke schreibt über Stefan Merrill Blocks „sehr komischen Roman“ Wie ich mich einmal in alles verliebte (DuMont).

Unter „Der Altmeister des kühnen Enjambements“ wird Horst Tomayer zu seinem 70. Geburtstag gewürdigt. Von ihm stammt das berühmte Leihmütterleingedicht: „Leihmütterlein, Leihmütterlein,/ Hör doch mein Wort/ Leihmütterlein, Leihmütterlein,/ Gib mich nicht fort“

Die Welt

„Bush und Blair haben die Demokratie beschädigt“, das stellt David Owen heute im Interview fest, der mit dieser Feststellung seinem Buch In Sickness and in Power beim Verlag Methuen auftrieb verleihen will.

„Deutscher Moment“: Glossierend berichtet wird über den Auftritt von Hendrik M. Broder im Kulturkaufhaus Dussmann nebst Fürstin Gloria von Thurn und Taxis, Monsignore Wilhelm Imkamp und Ingo Langner, wobei es um Papst Benedikt XVI. Ein Leben, die Hörbiografie aus dem Argon Verlag ging. Das alles mündete wohl in einem unterhaltsamen Pointengewitter, an deren Ende Broder empfahl, sich jetzt Desperate Housewives zuzuwenden.

In Halle zeigt eine Ausstellung neue archäologische Funde zu Martin Luther, der, das ist nun gewiss, aus vermögenden Hause kam, so dass die Ausstellung das Bild Luthers korrigiere. Der Katalog dazu erschien im Theiss Verlag.

Neue Zürcher Zeitung

Ein ausführliches Portrait ist heute Bertelsmann-Chef Reinhard Mohn gewidmet, der bei C. Bertelsmann] nun bereits sein viertes Buch vorlegt. Der Titel Von der Welt lernen offenbare viel persönliches, aber biete wenig zu entscheidenden Fragen, so Thomas Schuler.

„Einblick in die komplexe Welt des finanziellen Rechnungswesens“: Das sei für Studierende und interessierte Praktiker, meint Rudolf Volkart über Conrad Meyer: Finanzielles Rechnungswesen – Einführung mit Beispielen und Aufgaben aus der Schriftenreihe der Treuhand-Kammer.

„Das Unternehmertum blüht auch in Entwicklungsländern“, stellt Detmar Doering nach der Lektüre von Alvaro Vargas Llosa, Lessons from the Poor – Triumph of the Entrepreneurial Spirit. (Independent Institute, Oakland) fest und empfiehlt: “Lernen von den Armen“.

„Eros der Freiheit“. Umd den Liberalismus im Dilemma zwischen Lust und Furcht geht es Ulrike Ackermann in ihrem Buch Eros der Freiheit. Plädoyer für eine radikale Aufklärung. bei Klett-Cotta, die „engagiert zu mehr Lust an der Freiheit aufruft“, meint Karen Horn, das sich wohl mit Blick auf Aisha Aktualität hat.

„Ökonom mit Ecken und Kanten“, sei Autor William A. Niskanen, meint Detmar Doering, der sich Reflections of a Political Economist aus dem Cato Institute angesehen hat.

Kommentare (0)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.