Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und alle kommentieren das „Esra“-Urteil

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

Ina Hartwig kommentiert den gestern zu Ende gegangenen Gerichtsmarathon um Maxim Biller [mehr…] – er muss kein Schmerzensgeld zahlen, aber das Buch bleibt verboten. Für unseren juristischen Hausfrauenverstand klingt das ein bißchen nach: Er hat’s nun schriftlich, dass er keinem wehgetan hat, aber sein Buch darf nicht gedruckt werden, weil da wer gesagt, dass ihm wehgetan wird… Nun ja. – Auch Ursula Knapp kommentiert das Urteil ein paar Seiten weiter und erklärt die Hintergründe.

(Hier übrigens noch mal das ganze in juristischer Zusammenfassung bei Beck-Aktuell

Keyvan Dahesch rezensiert Krüppelzeitung. Brisanz der Behindertenbewegung von Christian Mürner und Udo Sieck (Verlag AG SAK Bücher).

Peter Nonnenmacher über Enid Blyton und die BBC – der Sender boykottierte die Autorin, weil ihm die Bücher zu seicht waren.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Endlich liegt das Gesamtwerk von Katherine Mansfield auf Deutsch komplett vor: Haffmans bei Zweitausendeins legt den Tausendseiter Sämtliche Werke. Alle Kurzgeschichten und Erzählungen vor}.

„Warum Kunstbücher die Malerei verraten haben“: Julia Voss über Georges Didi-Huberman Der Mensch, der in die Farbe ging (Diaphanes).

Descartes in neuer Übersetzung: die Meditationen hat Christian Wohlers bei Felix Meiner ins Deutsche gebracht.

Auch hier: „Freiheit für ‚Esra’“ – wobei Esra ja gar nicht frei ist.

Die Welt

Ulrich Wickert zum 100. von Eugène Ionescu.

Hendrik Werner interviewt Felix von Leitner über die Relevanz von Wikipedia, der – wie gestern bekannt wurde – die Schreiber in fünfstelligen Scharen davonlaufen.

Uwe Wittstock über das „Esra“-Urteil: Und findet, Biller sei „mit dem Verbot seines Buches bereits genug gestraft“.

Stephen King rechnet in Die Arena mit acht Jahren George Bush ab (Heyne).

Marko Martin hat Josef Skvorecký in Toronto besucht – dem 1925 Geborenen geht es momentan nicht gut. Vielleicht aber ist dieser Artikel ja mal wieder ein Anstoß an deutsche Verleger, sich um sein Werk zu kümmern, in dem es noch so unendlich viel zu entdecken gibt.

Süddeutsche Zeitung

Helmut Kerscher über „Esra“ – und er weist darauf hin, dass eine Fortsetzung vor dem Verfassungsgericht nicht ausgeschlossen ist.

Die Bundesrepublik Deutschland in den Augen von Frank Witzel, Klaus Walter und Thomas Meinecke – was dabei rausgekommen, kann man Edition Nautilus nachlesen.

Eberhard Falcke schaut schon mal auf das Buchmesse-Gastland 2010 Agentinien.

Cord Schmelzle über G.A. Cohens Why not Socialism? (Princeton University Press).

Neue Zürcher Zeitung

„Am Meer der Unruhe“: Der Sammelband Odessa Transfer, herausgegeben von Monika Sznajderman und Katharina Raabe vereinigt neue und alte Geschichten vom Schwarzen Meer (Suhrkamp-Verlag).

„Die vielen Gesichter der Geschichte“ zeigt Gerhard Pauls zweibändiger Bildatlas des 20. Jahrhunderts, Das Jahrhundert der Bilder (Vandenhoeck & Ruprecht) , über den Urs Hafner aber geteilter Meinung ist.

„Politische Ideen im historischen Kontext“ bieten die Aufsätze Quentin Skinners in der Auswahledition Visionen des Politischen herausgegeben und mit einem Nachwort von Marion Heinz und Martin Ruehl bei Suhrkamp.

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