Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und Bret Easton Ellis und Michael Krüger

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

„Unerlöst und zugedröhnt“: In Imperial Bedrooms (Kiepenheuer & Witsch erzählt Bret Eastion Ellis die Geschichte seiner Wohlstandszombies weiter.

Vom 21. bis 23. November soll der Weltphilosophietag in Teheran stattfinden. Der Philosoph Ramin Jahanbegloo (im Iran wegen seiner Lehrtätigkeit verhaftet) wundert sich, wie die UNESCO auf diese Idee kommen konnte, nachdem die Philosophin Nega Agha Soltan erschossen worden ist. Ahmadinedschad hat gleich einmal den Direktor des Irananischen Instituts für Philosophie und der Iranischen Vereinigung für Philosophie durch einen anderen ersetzt.

Dorothea Grünzweig erhält den Anke-Bennholdt-Thomsen-Lyrikpreis, der am 26. Oktober in Weimar erstmals vergeben wird und mit 10.000 Euro ausgestattet ist.

Der Berliner Literaturpreis geht an Thomas Lehr, der mit 30.000 Euro dotiert ist.

Michael Krüger erhält den Joseph-Breitbach Preis, und vergibt deutsche Höchstdotierung von 50.000 Euro.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Wie man Fanatiker wird“: Mit ihrem Jugendbuch Nichts, das bereits 10 Jahre alt und jetzt bei Hanser erschienen ist, feiert die Dänin Janne Teller derzeit einen Überraschungserfolg bei Lesern jeden Alters. Die Radikalität der Geschichte begeistert die einen und verstört die anderen.

Normalerweise inspirieren Geheimdienste Autoren zu Spionagethrillern. Bei dem Geheimdienst MI6 taten zahlreiche Autoren mit, berichtet jetzt der Historiker Keith Jeffrey und belegt auf 800 Seiten, was diese in ihren Romanen längst erzählt haben: Somerset Maugham, Compton Mackenzie, Graham Greene, Ian Fleming, John le Carre und andere. Jeffrey beschreibt, dass Fiktion auch die Berichte im Geheimdienst inspirierten. Um seine Gründung zu rechtfertigen, legte man seiner Majestät einen Bericht über deutsche Invasionspläne vor, die entsprechenden Schilderungen aus dem Roman Spies of the Kaiser von William Le Queux entnommen waren.

„Peepshow der reifen Jahre“: Adam Thirlwell, der für sein Debüt Strategie viel Lob einheimste, hält in seinem neuen Buch Flüchtling einem alterndem Libertin die Stange (S. Fischer).

„Wenn die Hunde Trauer tragen“: Yasmina Khadra wendet sich in seinem neuen Roman Die Schuld des Tages an die Nacht (Ullstein) der eigenen Heimat Algerien zu.

Annotiert wird unter:
> „Der Engel stürzt“: Albert von Schrinding, Vorläufige Ankunft, Langewiesche-Brandt
> „Der Fremde prägt“: „Ins Fremde schreiben“. Gegenwartsliteratur auf den Spuren historischer und fantastischer Entdeckungsreisen, Wallstein.

Süddeutsche Zeitung

Unter „Verhaltenslehrer der Kälte“ geht auch hier um Bret Easton EllisImperial Bedrooms (Kiepenheuer & Witsch), in dem e um Narzismus geht, der doch nur wieder nach Hollywood führe. Das sei aber ein bisschen dünn.

„Auf der Suche nach dem transatlantischem Glück“: Martin Pollak erzählt in Kaiser von Amerika nach einem Aktenfund in Krakau von jüdischen Auswanderern nach Amerika (Paul Zsolnay), vermisst werden Bildlegenden und ausführliches Literaturverzeichnis.

Die Autoren Daniel Kehlmann und Julie Zeh wurden zu neuen Mitgliedern der Freien Akademie der Künste in Hamburg, die damit 170 Mitglieder hat.

Die Welt

Nichts für uns

Aber zu guter letzt Nachrichten von einer Saugerbande. Nein, nicht im Internet. In Paris hält eine Staubsaugerbande den Einzelhandel auf Trab. Da viele Tresore mit einem Rohrsystem in die Kassen angeschlossen sind, kam eine Bande auf die Idee den Spieß umzudrehen und hängten Staubsauger ans Rohr. Sie sollen inzwischen über 600.000 Euro aus den Tresoren gesaugt haben.

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