Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und Brockhaus cancelt die Leipziger Buchmesse

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Wenn vor Erschöpfung die Masken fallen“ Die Fotografin Gisèle Freund ist heute wieder Thema. Sie habe unser Bild vom 20. Jahrhundert maßgeblich geprägt, meint Sandra Kegel. Die Biografie Gisèle Freund. Ein Leben aus dem Arche Literatur Verlag und der Bildband Photografie & Erinnerungen aus dem Verlag Schirmer Mosel erzählen spannende Geschichten hinter den Bildern.

„Meridiane der Verzweiflung“, beschreibe das Buch Die Kinder von Wien von Robert Neumann aus dem Eichborn Verlag, in dem er Kriegskinder sprechen lasse.

„Bücher aus Nachbars Garten“: Die FAZ greift den Streit um die österreichische Buchpreisbindung vor dem Europäischen Gerichtshof auf und erklärt worum es geht [mehr…]. DAs Problem sei, dss österreichische Importeure die Preise nicht sselbst entsprechend des Marktes festlegen könne. Auch Alexander Potyka, Präsident des Hauptverbandes des Österreichischen Buchhandels beklagt die krummen Preise, die dabei zustande kämen und die nichts für Marketing-Leute seien, die an die „Ästhetik der Preisschwellen“ glauben. Die Klage sei durch die Kette Libro angestoßen worden …

„Ein Übergang in den Untergang?“, fragt heute die FAZ zum Verkauf des Brockhaus-Lexikon an Bertelsmann. Nun wandere das Wissen in unterschiedliche Formate. Ungewiss sei, ob das Wissen der Welt jemals wieder in eine große Enzyklopädie zusammengefasst werden. So viel lasse Wissenmedia-Chef Christoph Hünermann gegenüber der Zeitung offen.

„Übermalen nach Zahlen: Das „Buddenbrooks“-Skript“: Während der Dreharbeiten hat Armin Müller-Stahll sein Skript übermalt. Die 375 derart bearbeiteten Blätter sind nun im Museum Schloss Gottorf zu sehen.

Frankfurter Rundschau

Gisèle Freund zum 100.: Photographien & Erinnerungen (Schirmer Mosel) und Bettina de Cosnac {Gisèle Freund (Arche) – Claudia Schmölders hat sich beide Bücher angesehen und ihre Rezension opulent bebildert.

„Ein schwarzer Tag für Leipzig“ – so wird Buchmesse-Direktor Oliver Zille zum Brockhaus-Verkauf zitiert – und Brockhaus habe auch schon die Teilnahme an der Buchmesse abgesagt.

Annotation
Hakan Nesser Eine ganz andere Geschichte (btb}.

Ein spektakulärer Prozess in Polen ist zu Ende: Krimi-Autor Krystian Bala muss wegen Auftragsmord 25 in den Knast. Fragt sich nur, wie dumm man sein kann: Hätte er nicht auch gleich noch einen Roman drüber geschrieben, wäre er vielleicht nie aufgeflogen…

Die Welt

„Aus Brockhaus wird ein Bertelsmann“, kommentiert Hendrik Werner den spektakulären Verkauf. „Der Bertelsmann-Verwertungskette scheinen keine Grenzen gesetzt.“ Sonst nix.

Süddeutsche Zeitung

Ein Gedicht aus dem Nachlass von Johannes R. Becher: Der Jasager. Erstaunliche zeilen darin: „So wie auch ihr euch habt geweht, Gefährt, / Ich war stets eins mit euch und dagegen.

Große Rezension zu Lehmstedts wirklich grandiosem Band Berlin – Ecke Prenzlauer. Fotografien 1966-1980. Rezensent Gustav Seibt kürt den Band von Bernd Heyden zum „schönsten Fotoband des Jahres 2008“ – und da stimmen wir ihm gern zu. Außer, dass in dieser Fotobuchreihe bei Lehmstedt in diesem Jahr noch andere bemerkenswerte Bände erschienen sind.

Werner Bloch interviewt Nadine Gordimer.

Ludger Heid rezensiert Arno Herzigs Biografie des Paulskirchen-Parlamentariers Gabriel Riesser (Ellert & Richter).

Bernd Kundruns Zukunft bei Bertelsmann sei ungewiss, orakelt Christopher Keil, denn er hat Gespräche mit Pro Sieben Sat 1 bestätigt.

Und im SZ-Magazin ein großes Interview von Franziska Augstein mit Jorge Semprun.

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