Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und dem MRR-Film entgeht man nicht

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

Strafe muss sein – aber warum? Winfried Hassemer erläutert es in seinem Buch Warum Strafe sein muss. Ein Plädoyer (Ullstein).

Peter Iden hat viele Interviews geführt. Jetzt sind sie im Kerber Verlag erschienen. Titel: Vom Glück, ein Künstler zu sein.

„Dann waren beide schön duhn“: Das Tagebuch aus dem Jahre 1955 von Alice Schmidt (S. Fischer) zeigt: das Leben mit Arno muss toll gewesen sein.

Lockruf der Nacht: Edward Bunker hat bei Liebeskind seinen ersten Krimi veröffentlicht. Autorkollege Franz Dobler rezensiert.

„Warum Literatursendungen im Internet ihre wahre Heimat gefunden haben“ – Tilmann P. Gangloff meint es herausgefunden zu haben. Aber ob’s auch stimmt?

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Mal wieder der Feuilleton-Aufmacher: der MRR-Film. Heute darf Stefan Aust die erste Seite füllen: „Bildungsreise durch die Hölle“.

Alexander Müller rezensiert Mordecai Richler Der Traum des Jacob Hersch (Liebeskind – heute schon der zweite Titel im Feuilleton!!): Es sei „ein Vergnügen, seinen (nämlich Richlers) gewitzten Wendungen zu folgen“. Können wir so bestätigen.

Philosophie und biowissenschaftliche Perspektiven (Suhrkamp) – ein Sammelband, der zeigt, wie sinnvoll oder dämlich es ist, das Altern aufhalten zu wollen. Nix für kämpferische Anti-Age-Jünger. Oder grade…

Annotationen
Albert Kümmel-Schnur Sympathy für the Devil (Wilhelm Fink) und Richard H. Popkin Mit allen Makeln (Felix Meiner).

Die Welt

Wolf Lepenies über Alexis de Tocqueville, der vor 150 Jahren starb. Tocquevilles Buch Über die Demokratie in Amerika gibt es bei Reclam, Der alte Staat und die Revolution bei J. Hoof und Das Elend der Armut bei Avinus.

Frida Kahlos privates Adressbuch wird veröffentlicht: bei Köhler und Amelung.

Süddeutsche Zeitung

Die Grosz-Erben verklagen das MoMa auf Herausgabe gestohlener Gemälde. Kia Vahland stellt heute einigermaßen (wenn leider auch nicht ganz) richtig, was gestern völlig verkehrt über den dpa-Ticker ging: Keinesfalls hat nämlich die Kunsthistorikerin Charlotte Weidler das in Frage stehende Max Hermann-Neisse-Porträt von grosz geschenkt bekommen – also ein klarer Fall von Raubkunst. Wie das alles wirklich zusammenhängt, steht im Buch des langjährigen Grosz-Nachlassverwalters Ralph Jentsch: Alfred Flechtheim und George Grosz (Weidle Verlag).

Noch einmal Kia Vahland: ein Artkel zum 70. Geburtstag von Carlo Ginzburg.

Thomas von Steinaecker rezensiert Hector Umbra von Uli Oesterle (Carlsen).

Burkhard Müller bespricht Daniela Danz’ Gedichte Ponuts (Wallstein).

Und Karl-Markus Gauss hat Dragan VelikicDas russische Fenster (dtv) gelesen.

Helmut Krausser hat einen Radio-Tatort geschrieben – für den HR: Laute und leise weibliche Schreie.

Neue Zürcher Zeitung

Von unterschiedlicher Qualität sind die Beiträge in dem Sammelband Transit Teheran, den Malu Halasa und Maziar Bahari herausgegeben haben (Salis), im ganzen ein „farbenprächtiger fliegender Teppich in Buchgestalt“.

Gedanken zur Stadtplanung: Frei Otto: Occupying and Connecting. Thoughts on Territories and Spheres of Influence with Particular Reference to Human Settlement, Axel Menges

In 15. Auflage erschienen: Reclams Ballettführer, herausgegeben von Klaus Kieser und Katja Schneider.

Ein „ausserordentlich wichtiger Beitrag zur Geschichte des Zweiten Weltkriegs im Ganzen“ ist Dieter Pohls Die Herrschaft der Wehrmacht. Deutsche Militärbesatzung und einheimische Bevölkerung in der Sowjetunion 1941-1944 bei Oldenbourg

Keine Autobiographie, sondern Gedanken zu „Grundlegenderem“ bietet Daniel Barenboim bei Siedler: Klang ist Leben – Die Macht der Musik.

Anna Katharina Hahn zeigt in Kürzere Tage die „normale“ Welt der Fassaden in „ungerührt-genauer“ Sprache (Suhrkamp).

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