Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und Deon Meyer schafft es auf Seite drei bei der SZ

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

Das Top-Thema: Das Ende der Finanzmärkte von George Soros (FinanzbuchVerlag) nimmt Arno Widman) in „Kritik im Handgemenge“ unter die Lupe. Das Buch wurde im Mai dieses Jahres abgeschlossen. Da schien die Finanzwelt noch halbwegs in Ordnung. Welche Blase da allerdings bald platzen wird, hat der Finanzexperte Soros natürlich vorausgesehen.

Anja Hirsch freut sich über Tilman Rammstedts Roman Der Kaiser von China (DuMont) – ein überzeugender Text, findet sie.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Das Ernst Jünger-Haus in Wilfingen soll saniert werden. Die Denkmalstiftung hat ihre Unterstützung zugesichert.

„Roman kommt von Rom“, meint Andreas Platthaus in der Rezension von Evelyn Grills Das römische Licht (Residenz): „Evelyn Grill hat ein Händchen für die Ambivalenz von Lebensentwürfen.“

„Das Gift der Irrlehrer ist zu achten“, titelt Wolfgang Kinzig für seine Besprechungen zweier Bücher von Benedikt XVI.: Die Kirchenväter – frühe Lehrer der Christenheit(Pustet) und Kirchenväter und Glaubenslehrer (Sankt Ulrich Verlag). Aber: „So mischt sich in die anfängliche Freude im Laufe der Lektüre … zunehmend Irritation über die historischen Verzeichnungen…“

Hubert Spiegel schreibt über die Kafka-Konferenz von 1963 in Liblice, über die jetzt eine Konferenz abgehalten wird: Natürlich hatten die kommunistischen Systeme damals Fracksausen vor Kafkas Werk. Sonst hätt’ man ihn ja überall drucken können, oder?

Martin Kämpchen hat herausgefunden, dass Indien noch immer davon profitiert, vor zwei Jahren Gastland der Frankfurter Buchmesse gewesen zu sein: Es habe eine Neubewertung der modernen indischen Literatur stattgefunden.

Annotationen
Hilmar Hoffmann Frankfurts Stardirigenten (Societäts-Verlag) und Hilde Schmölzer Das böse Wien der sechziger Jahre (Mandelbaum).

Die Welt

Heinz Strunk, bekannt durch den Bestseller Fleisch ist mein Gemüse (Rowohlt), knöpft sich in seinem neuen Roman Die Zunge Europas seine Kollegen von der Blödel-Zunft vor. Aber – so Rezensent Friedrich Pohl – das Buch „bietet jedenfalls mehr als Ekel-Beschau und Comedian-Beschimpfung“. Hätten wir von Strunk auch nicht anders erwartet…

Der Tanz und die Staatssicherheit, jaja, die Stasi hatte ihr Auge überall. Ralf Stabel hat sich jetzt in IM „Tänzer (Schott Verlag) des Themas angenommen: Auch die berühmte Palucca geriet ins Fadenkreuz der Schnüffler.

Süddeutsche Zeitung

Google und die Einigung mit Autoren und Verlagen [mehr…] hat es sogar auf die Titelseite geschafft, wo sonst nur Aktiengeschichten stehen oder Androhungen von Maßnahmen, die Herr Mehdorn penetrant mit Service verwechselt.

Burkhard Müller beschäftigt sich mit beiden Kafka-Konferenzen im tschechischen Liblice.

Andrea Bachstein berichtet auf Seite 3 über Deon Meyer (Rütten & Loening) über die Widersprüche in seiner Heimat Südafrika. Nicht jeden Tag kommt eine Buchgeschichte auf
diesen prominenten Platz. (Ein Ergebnis der Journalistenreise zum Kap, über die wir berichtet hatten [mehr…]).

Neue Zürcher Zeitung

„Die Partei der Erinnerung und die Partei der Hoffnung“, über die religiöse Rhetorik in den USA räsoniert heute Otto Kallscheuer. „Wie auch immer der amerikanische Präsident heißt, gewonnen hat der Gott der atlantischen Christenheit“, schreibt er. Er hat die Bücher Gottes Wort und Volkes Stimme (S.Fischer) und demnächst bei Piper Wissenschaft vom lieben Gott geschrieben.

„Ein Naziverbrecher“, einfacher kann man eine Besprechung über die Biografie Heinrich Himmler von Peter Longerich (Siedler) nicht überschreiben. Sie sei für lange Zeit nicht zu übertreffen, meint Cord Aschenbrenner.

Sibylle Saxer ist unter „Erinnern und vergessen“ nur mäßig angetan von Hansjörg Schertenleibs neuen Roman Das Regenorchester (Aufbau), ihr fehlen die „Zwischentöne“.

„Kulte, Mythen, Theologien“: Nachdem in den Supermärkten auch schon die Weihnachtsplätzchen herumstehen, beschäftigt sich Stefan Rebenich jetzt schon mal mit Religion, mit der Religion bei den Römern genauer gesagt und hat sich Hubert Cancik: Römische Religion im Kontext. Kulturelle Bedinungen religiöser Diskurse bei Mohr Siebeck und ders.: Religionsgeschichten. Römer, Juden und Christen im römischen Reich. ebd. angeschaut.

„Ein Herz wird Öl wird Krebs“, unter diesem Titel liefert Peter Urban-Halle eine sehr schöne Besprechung über Peter Adolphsens Das Herz des Urpferds (Nagel&Kimche), indem er anmerkt über 100 Seiten habe Adolphsen noch nie geschafft, insofern sei dieses Buch auch ein Wälzer, allerdings gehe es auch nur um einen Zeitraum von 55 Mio. Jahren. Genau genommen bekommen die nur 20 Seiten, dann sei Adolphsen schon im Jahr 1973. Es geht um die Geschichte des Öls, für die sich Adolphsen einen Rausch anschreibe und doch nüchtern bleibe, so Urban-Halle begeistert.

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