Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und der Heidenreich-Rausschmiss

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Natürlich die Heidenreich und ihr Rauswurf beim ZDF: „Überraschend war höchstens, dass es so lange gedauert hat.“ (FR). Die FAZ versteckt’s auf Seite 38 und schwelgt in zitierendem Konjunktiv. Und die WELT: „Daran dass beim ZDF nicht nur ein Vertrag gekündigt wurde, sondern mancher Geduldsfaden gerissen ist, kann kein Zweifel sein.“

Im Gegensatz zu Heidenreich ist Friedrich Küppersbusch immer noch überzeugt, dass das deutsche Fernsehen das beste ist, wie er ausführlich in der taz zu Protokoll gibt. Auf die Frage „Ist es falsch, Bildung gegen Unterhaltung auszuspielen, wie es Reich-Ranicki tut?“, sagt er: „Marcel Reich-Ranicki kommt mir vor wie jemand, der wandern will und auf eine Kirmes geht – und sich dann beschwert, dass man da nicht wandern kann. Da kann ich nur sagen: Marcel, da drüben ist der Wald!“ und zu Heidenreich, Heidenreich habe die Flucht in die Kakophonie angetreten, „nach dem Motto: Ich benehme mich so unmöglich, dass mir der Abgang über die Märtyrerschiene sicher ist. Aber so schlecht war die Quote auch wieder nicht. Ich denke, dass es sich um eine Art ‚einvernehmliche Trennung‘ handelt.“
Das ganz Interview finden Sie hier

Frankfurter Rundschau

„Mein Gehirn gehört immer noch mit“ – Michael Pauen und Gerhard Roth haben mit Freiheit, Schuld und Verantwortung bei Suhrkamp ein neues Buch zur Willensfreiheit herausgebracht.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Romain Gary Frühes Versprechen (SchirmerGraf) wird von Alexandra Kedves rezensiert, und als Annotation gibt es Michael Maar Hilfe für die Hufflepuffs (Hanser).

Oliver Jungen rezensiert Holm Friebe und Thomas Ranges Marke Eigenbau. Der Aufstand der Massen gegen die Massenproduktion (Campus), und Helmut Löhr hat sich Michael Trowitzschs Karl Barth heute (Vandenhoeck & Ruprecht) angesehen.

Hannes Hintermeier interviewt Gerhard Polt zum morgigen CSU-Parteitag.

Die Welt

„Banker oder Bankier?“ ein kleiner, feiner Unterschied, findet Sven Felix Kellerhoff in der Rezension des Bandes Deutsche Bankiers des 20. Jahrhunderts von Hans Pohl (Franz Steiner).

Jason Lutes setzt sein Lebenswerk fort: Berlin – Bleierne Stadt erscheint Ende des Monats bei Carlsen.

Süddeutsche Zeitung

Aufmacher in der Süddeutschen ist der Bericht von einer „schwer zu überbietenden“ Kunstausstellung im Lenbachhaus, die das malerische Gesamtwerk von Wassily Kandinsky zeigt. Der Katalog dazu ist bei Prestel erschienen. Parallel dazu zeigt das Museum im Lenbachhaus die Ausstellung „Kandinsky – Das druckgrafische Werk“, der passende Katalog erschien bei Wienand. Eigens dazu erstellte Webseiten sind www.kandinsky-muenchen.de oder www.lenbachhaus.de.

Heute gratuliert die Süddeutsche dem Verleger Jörg Schröder. Der Mann, der so furios mit seinem März Verlag begann, widme sich heute dem Altersprojekt Schröder erzählt, das vierteljährlich im Selbstverlag erscheine und etwa 300 Subskribenten habe. Nachdem er 1987 endgültig Pleite gegangen war, habe er gesagt, dass an der Sache „die Scheiße immer die Ökonomie ist“.

Ebenfalls zum 70. Geburtstag gratuliert wird dem Schriftsteller Walter Kappacher. Von seinen sieben Romanen wird der 2000 erschienene Silberpfeile (Deuticke bei Zsolnay) erwähnt, der 1982 erschienene Der lange Brief (Zsolnay) und sein jüngster Roman Selina oder Das andere Leben (Deuticke bei Zsolnay).

Zum Beginn der bundesweiten Aktionswoche „Deutschland liest- Treffpunkt Bibliothek“ schreibt Johan Schloemann: „Wenn diese Bibliothekswoche deutlicher macht, dass die oft viel zu knappe Ausstattung der Bibliotheken nicht hinnehmbar ist, dann ist jeder Rummel recht.“

„Orgien gehören dazu“ überschreibt Gustav Seibt seine Rezension zu Hans Stilett Von der Lust, auf dieser Erde zu leben. Wanderungen durch Montaignes Welten, das bei Eichborn erschienen ist.

Christoph Haas findet unter „Wahn und Gier“, dass Massimo Corlottos neuer Roman Die Unermesslichkeit des Todes packend sei, aber ein trostloses Happy-End habe.

Als Gedicht des Teages lesen wir von Durs Grünbein Kalypso.

Handelsblatt

Von gestern sei das Portrait über Michael Haentjes unter dem Titel „Musikverleger Edel erfindet sich neu: Buchstaben statt Töne“ nachgetragen. „Der Umsatz im CD-Geschäft bricht weg – deshalb versucht Musik-Unternehmer Michael Haentjes sein Glück in der Verlagsbranche“, so Hans Peter Siebenhaar. Nachlesen lässt sich es hier

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