Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und der neue Dan Brown wird im Netz geklaut, dass die Leitungen glühen

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

S. Fischer hat Martin Seels Theorien-Sammlung gebracht – ein aphoristisches Werk.

Annotationen
Thomas Raab Der Metzger geht fremd (Piper) und Kirsten Boie Seeräuber-Moses (Oetinger).

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Bei Ling sorgte letztes Wochenende allein mit seiner Anwesenheit für einen Skandal bei China-Symposium der Buchmesse in Frankfurt. Jetzt schreibt er darüber, was er aus dem ganzen Theater gelernt habe. Und auch wir lernen einiges über chinesische Literatur. Z.B., daß der in Paris lebende chinesische Literaturnobelpreisträger Gao Xingjiang in seiner Heimat als französischer Schriftsteller zu gelten hat, getreu dem alten kommunistischem Dogma: Wer ins Exil geht, kann nur der böse Feind sein.

Martin Halter bespricht Daniela Dröschers Die Lichter des george Psalmanazar (Berlin).

„Gerechter Zorn, schlechtes Buch“: so Martin Lhotzky griffig über Franzobel Österreich ist schön (Zsolnay).

Annotationen
Oliver Fehn Das verlogene Paradies (Edition Esoterick) und Aniceti Kitereca Die Kinder der Regenmacher (Peter Hammer).

Lorenz Jäger sagt „Die Wahrheit über Dan Brown“: Er findet’s hochspannend.

Die Welt

Georg M. Oswald ist als Kommentator vielerorten tätig. Und der „gelernte“ Anwalt hat auch schon einige höchst lesenswerte Bücher geschrieben. Heute kommentiert er im Feuilleton-Aufmacher die tödlich ausgegangene Prügelattacke von Solin.

Süddeutsche Zeitung

„Schock für die Buchbranche“: Der neue Dan Brown wird schon massenhaft illegal heruntergeladen“ – so weiß Bernd Graff zu berichten. Die illegalen Downloads sprengen alle Charts, und die geklauten Dateien kursieren massenhaft unter den Fans. Auf The Pirate Bay wurde der Roman in den ersten Minuten des Verkaufs am 16. September angeboten: „Wenn der Verlag alle Fenster geöffnet und Browns neuen Thriller unter Zuhilfenahme aller Mitarbeiter im Akkord hinausgeworfen hätte – es hätte nicht schlimmer kommen.“ Schöne neue E-Buch-Welt…

Der Rektor der Universität in Südossetien braucht Platz: Und hat alle Bücher, die er nicht mehr zu brauchen glaubt, verbrennen lassen. Goethe und so Kram. Ist wirklich wahr.

Tobias Lehmkuhl rezensiert Clemes J. SetzDie Frequenzen (Residenz) – ein Roman, der auf der Shortlist noch auf den Buchpreis hoffen kann.

Kafka-Herausgeber Hans-Gerd Koch erklärt im Interview, worum es im Streit um den Max Brod-Nachlass derzeit in Israel geht.

Joachim Willms rezensiert Werner SpiesAuge und Wort (bup) – insgesamt sind es 10 Bände.

Curzio Malapartes Jahrhundertroman Die Haut als Hörbuch: Osterwold hat’s gemacht, und Matthias Habich hat’s gelesen.

Neue Zürcher Zeitung

„Warum lesen immer mehr Erwachsene Bücher für Jugendliche?“, fragt sich heute die NZZ. DAzu heißt es: „Auf den Bestsellerlisten finden sich immer mehr Jugendbücher. Erwachsene haben Fantasy-Reihen und das Jugendsachbuch für sich entdeckt und verhelfen dem Buchmarkt damit zu Wachstum.“
Zur Sprache kommt natürlich Harry Potter, aber auch W. H. Auden mit einem Essay Reading,
C. S. Lewis, Die Chroniken von Narnia (Carl Ueberreuter und Brendow).
„In seinem Essay On Fairy Stories (1947) warnte J. R. R. Tolkien (Der Herr der Ringe) davor, Märchen – «the land full of wonder but not of information» – ausschliesslich in die Kinderstube zu verbannen: Kinder würden Märchen keineswegs besser verstehen als Erwachsene.“…
Cornelia Funkes Tintenwelt ist damit noch üppiger ausgestattet als „Harry Potter“, heißt es.
Tove Janssons Mumins, geschrieben zwischen 1945 und 1970, sei erstaunlicherweise für viele immer noch ein Geheimtipp.

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