Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und der Urstruwwelpeter zum 200. Geburtstag von Heinrich Hoffmann

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

„Philosophin mit Schnauze“: Margherita von Brentano Akademische Schriften und Das Politische und das Persönliche (beide Wallstein).

Annotationen
Chista Wolf Störfall (Projekte-Verlag) und Sabine Ludwig Aufruhr im Schlaraffenland (Dressler).

Die Welt

„Neue Comics feiern das Lebensgefühl der Depression“: Felix Mertikat, Benjamin Schreuder Jakob (Cross Cult), Seth Eigentlich ist das Leben schön (Edition 52) und Mimi Welldirty Immy an the City (Atrium).

Armin Petras inszenierte Christian Krachts jüngsten Roman gegen die Ästhetik des Autor und kriegt jetzt auf die Mütze: Kracht schwänzte natürlich die Premiere, und auch Sebastian Hammelehle meint: „Wer will die Aufführung eines solchen Stücks schon mit der Anwesenheiten von Menschen befrachten?“

Roberto Saviano ist unter Beschuß geraten. Eine Zeitschrift hat, um zu provozieren, sogar seinen Tod gemeldet.

Süddeutsche Zeitung

Eine Werkausgabe zeigt den Freiherrn von Knigge als verkannten Vertreter des Takts: Werke in vier Bänden (Wallstein).

Politische Kinder- und Jugendliteratur.

Ludger Schadomsky Afrika (Arena).

Mihrali Simsek Mit 18 mein Strurz (Arena.

Katrien Hoekstra Hamdi – zu Hause in Beirtu (Klett).

Rolf-Bernhard Essig Wann ist man ein held? (Hanser).

Stefan Gärtner, Oliver Nagel Guido außer Rand und Band (Rowohlt Berlin) – Holger Gertz analysiert, wie schwer es ist, ein Satirebuch zu machen, „wenn die Vorlage schon ein Witz ist“: „Guido ist ausgesprochen unsympathisch. Um das zu bemerken, muss man nur jeden Tag die Nachrichten einschalten… Die Realität übertrifft alles, was man sich an Gastigkeiten ausdenken könnte“.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Simone Veil erhält den Heine-Preis. Sie habe dazu beigetragen, Europa eine Seele zu geben.

Martin Heidegger und der Nationalsozialismus: Eines der großen philosophisch-politischen Dramen des zwanzigsten Jahrhunderts wird von Holger Zaborowski unter Eine Frage von Irre und Schuld (Fischer Taschenbuch) neu aufgeführt – auf 794 Seiten, aber seine Argumentation hat eine Schlagseite, so Dieter Thomä unter er Überschrift „Vom Verhängnis der Fremdbestimmung“.

„Gestatten, Peter Struwwel, Professor der Wühlerei“: Der junge Mann mit zotteliger Mähne und langen Fingernägeln bleibt ein deutscher Exportschlager. Jetzt hat der Verlag des Germanischen Nationalmuseums zu Heinrich Hoffmanns 200. Geburtstag unter dem Titel Struwwelpeters Welt den Urstruwwelpeter herausgebracht. Dem dreifachen Sitzenbleiber Hoffmann hatte die Erschreckenspädagogik seines Vaters gut getan, deshalb wohl pries er sie wohl. Später schrieb er unter dem Pseudonym Peter Struwwel, Professor der Wühlerei, gegen die linksrepublikanischen Umstürzler von 1848.

„Ich bin dann mal spirituell unterwegs“: Aus Anlass der in manchen Bundesländern beginnenden Ferienzeit untersucht Julia Lauer das Buch Religion im modernen Tourismus von Michael Strausberg (Verlag der Weltreligionen)

Armin Petras scheitert mit Christian Krachts Roman Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten im Depot des Stuttgarter Theaters.

Annotiert wird unter:
> „Krisen nah am Herd“: Daniel Schnorbusch: Problemzonen des Lebens, C.H.Beck
> „Noch ein Berliner“: Ralph Martin: ein Amerikaner in Berlin, Dumont

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