Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und die Diskussion um China geht weiter

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

„Frankfurter Buchmesse gelobt Besserung im Umgang mit Chinas Offiziellen“ – das wollen wir doch stark hoffen. Freilich, die späte Stellungnahme von Messechef Juergen Boos [mehr…] klinge nur nach „Selbstverständlichkeiten, die hier wiederholt werden“, merkt Ina Hartwig an.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Keine Kompromisse“, so titelt auch die FAZ die Stellungnahme von Juergen Boos zum China-Eklat am Wochenende. Warten wir es ab.

Jan Wiele bespricht Für reife Leser (Haymon).

Chris Anderson schreibt in Free über „Geschäftsmodelle für die Herausforderungen des Internets“ (Campus) – wer im Internet rechzeitig auf Geld verzichte, dem kann später reichlich gegegeben werden. Da sind wir doch (Amazon, weghören!) alle mit gemeint, oder…

Annotationen
Peter Braunholz, Britta Boerdner, Christian Setzepfand Der Frankfurter Hauptfriedhof (Societäts-Verlag) und Birgit Neger Moderne Hexen und Wicca (Böhlau).

Siegfried Lenz erklärt, er traue der SPD nicht: Er befürchtet, nach der Bundestagswahl werde sie das „Modell Ypsilanti“ fahren und mit der Linkspartei koalieren.. Tja, ist der Ruf erst ruiniert…

Die Welt

Heute wird die Shortlist für den Deutschen Buchpreis bekanntgegeben: Die Literaturkritiker der WELT stellen ihre persönliche Bestenlist vor. Die tippen wir jetzt aber nicht ab: http://www.welt.de/die-welt/kultur/article4545387/Das-sind-die-besten-deutschsprachigen-Romane.html.

„Alle Buch-Jurys sind korrupt, außer unseren“: Nein Tilman Krause schreibt nicht über den Buchpreis, sondern über den Literatur-Nobelpreis. Also – eigentlich ja doch über uns…

Süddeutsche Zeitung

Andere Bilder aus China: Der Regimekritiker Ai Weiwei hat fotografiert, wie er in China drangsaliert wird – das ist zu sehen in München in einer Ausstellung im Haus der Kunst. Sollte man die offizielle China-Delegation zur Buchmesse mal hinführen. Aber vielleicht gucken wir mit unseren westeuropäischen Augen auch nur falsch.

Christian Jostmann rezensiert Johannes Zeilingers Auf brüchigem Eis (Matthes & Seitz).

Die Einsamkeit der Primzahlen heißt Paolo Giordanos Roman bei Blessing – in Italien wurde dieses Debüt ein Riesenerfolg.

Lothar Müller gratuliert Breyten Breytenbach zum 70.

Clemens Bergers Erzählband klingt wenig freundlich: Und hieb ihm das rechte Ohr ab (Wallstein). Macht aber neugierig. Z.B., warum es ausgerechnet das rechte sein musste…

Neue Zürcher Zeitung

Der „Streit um Kafkas Erbe“ ist heute auch hier Thema. Naomi Bubis hat den Krimi zwischen zwei hartnäckigen alten Damen und Israel bzw. Marbach aufgeschrieben. Kafka wollte seinen Nachlass verbrannt sehen, Max Brod hielt sich nicht dran, jetzt verhindern zwei Erbinnen den Zugang dazu und sind scheinbar bereit ihn in Teilen zu veräußern, was ihnin die Welt verstreuen würde. Brod wollte, dass er der Nachwelt zugänglich gemacht wird. So verstoßen die Witwen gegen einen Willen, der ein Verstoß gegen einen Willen war…und doch ein literarischer Segen war, der sich nun nicht entfaltet.

„Ich habe Vertrauen in die Literatur“, so der Schriftsteller Philippe Djian über seine Soap in Buchform, der sei Betty Blue. 37.2 Grad am Morgen (Diogenes) als der amerikanischste französische Schriftsteller seiner Generation gilt. Im Interview mit Jeannette Villachica muss er eingestehen, dass er mit Doggy Bag 1-6 die Zuschauer aber nicht wie geplant vor den Serien im Fernsehen retten konnte.

Kommentare (0)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.