Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und die Lieblingsbücher der Präsidentschaftskandidaten

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

Alfred Neven DuMont plädiert für eine Direktwahl des Präsidenten: „Wir sind gut beraten, dieser immer noch jungen und in ihren Grundzügen liebenswerten Demokratie zu vertrauen.“

Der Berliner I.P. Verlag hat Brian Johnsons Autobiografie Rock auf der Überholspur herausgebracht. In der FR spricht der AC/DC-Frontmann über Autos, Rock und autofahrende Frauen.

Michael Buselmeier erhält den mit 15.000 Euro dotierten Ben-Witter-Preis.

Christopher Andrew hat eine autorisierte Geschichte des britischen MI5 vorgelegt: MI5: Die wahre Geschichte des britischen Geheimdienstes, Propyläen. „Andrew ist ein munterer, gelegentlich scharf ironischer Erzähler, der ein Auge hat für die Absurdität mancher geheimen Aktion“, so Sylvia Staude.

Johannes Willms‘ Biografie Stendhal bei Hanser fehle zwar eine Bibliografie, geeignet, auf Stendhals Werk neugierige zu machen, sei sie aber durchaus, urteilt Renate Wiggershaus.

„Er erzählt auf hinreißende Weise vom Unwahrscheinlichsten und Naheliegendsten, von der Liebe, und er versäumt es dabei nie, auf die Fiktionalität des Erzählten hinzuweisen. Das macht diesen Roman zu einem besonderen.“ Ulrich Rüdenauer hat Raymond Federmans Eine Liebesgeschichte (Matthes & Seitz) gelesen.

Im Interview: Wolfram Weimer, der neue Chef des Focus.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Hubert Spiegel hat sich die Lieblingsbücher der Präsidentschaftskandidaten angesehen: „Sage mir, was du liest, und ich sage dir, wer du bist.“
Joachim Gauck nannte Ernest Hemingways Wem die Stunde schlägt, Fischer, Christian Wulff Antoine de Saint-Exupérys Der kleine Prinz. Saint-Exupérys Zeichnung schafft es auf die Seite 1.

Gerd Fuchs‘ autobiographische Heimwege führen in kurzen Episoden zurück zu dem Menschen, der der Autor und Journalist einmal war: von der kriegsgeschüttelten Kindheit im Hunsrück über die studinejahre in möblierten Kölner Studentenzimmer bis hin zum Ende der Gruppe 47.“ Kathleen Hildebrand bespricht den in der Edition Nautilus erschienenen Band.

Manfred Henningsen hat sich dem amerikanischen Selbstbild, „seinen Wurzeln und Wirkungen“ zugewandt. Thorsten Gräbe stört sich v. a. an der mangelnden Aktualität der Beiträge in dem bei Eichborn in der „Anderen Bibliothek“ erschienenen Band Der Mythos Amerika.

Als Anregung, „die Erben von Kaiser und Kalif besser zu verstehen“, sieht Wolfgang G. Schwanitz das Buch des Islamwissenschaftlers Bernhard Lewis: Faith and Power. Religion and Politics in the Middle East, Oxford University Press.

Ein Porträt des Schriftstellers Matt Rees (zuletzt Der Tote von Nablus bei C.H. Beck), der als Jerusalem-Korrespondent des Time Magazines den Nahen Osten kennenlernte.

Süddeutsche Zeitung

Zu den „gelungenen Beispielen von Patricia Dunckers ästhetischem Verfahren“ zählt Christoph Schröder Der Komponist und seine Richterin, Berlin.

Bei Insel sind Essays zur „Raumzeit der Literatur“ von Dzevad Karahasan unter dem Titel Die Schatten der Städte versammelt.

Die Welt

„Es war nicht alles gut“: Neun Schriftsteller, Literaturkritiker und Verleger haben die Jörg-Haider-Gedächtnisausstellung im Klagenfurter Bergbaumuseum besucht. Elmar Krekeler fand’s seltsam fad.

„Mit deutschen Grüßen“: Stefan Koldehoff hat einen spannenden Krimi um die Arisierung der Galerie Flechtheim 1933 geschrieben und wie ein Kölner Kulturdezernent die Erben unangenehm belehrt.

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