Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und ein mit 11.111 Euro dotierter Krimi-Preis

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

Fast zwei Seiten zum Buddenbrook-Film von Heinrich Breloer. Peter Michalzik ist beim Ansehen „warm ums Herz“ geworden.

Die nach Media Control meistverkauften Bücher der Woche: die Rowling schlägt mit Beedle den neuen Zafón.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Mit 11.111 Euro dürfte der Ripper-Preis, nämlich der erstmals ausgelobte Europäische Preis für Kriminalliteratur aus Unna, die witzigste Dotierung unter allen Preisen haben. Henning Mankell ist erster Preisträger.

„Die Unschärfereflexion“ nennt Franziska Seng ihre Rezension von Heinrich Steinfests Krimi Mariaschwarz (Piper). Die Rezensentin zeigt sich beeindruckt.

In „Verlegerkarussell“ (darf man das jetzt wirklich mit nur einem S schreiben?) informiert die FAZ über die gestern von uns zuerst vermeldete Personalie Wolfgang Ferchl und Marcel Hartges [mehr…] und zeigt sich verwundert über die Entwicklung. Und vermutet, dass Bonnier vor allem die Tb-Sparte ankurbeln will.

Auf der letzten Seite berichtet Pia Reinacher über das von Zürich im Stich gelassene, jetzt aber nach Bern gerettete Robert-Walser-Archiv.

Die Welt

Vier Wochen nach ihrem Fehlstart soll Europas gemeinsame Online-Bibliothek Europeana [mehr…] wieder freigeschaltet werden. Die Kapazitäten seien so erhöht worden, dass das Portal nicht wieder unter dem Ansturm der Besucher in die Knie geht. Hofft man jedenfalls.

Auch hier: Breloer und die Buddenbrooks.

Der Wechsel von Hartges zu Piper: Wieland Freund legt dar, wie Hartges den Verlag in der Nach-Honnefelder-Ära aus den roten Zahlen holte (lange vor dem Erfolg der Feuchtgebiete. Und er resümiert: „Bei DuMont musste er einen Literaturverlag zurück zum Erfolg, bei Piper muss er einen Erfolgsverlag zurück zur Literatur führen.“

Süddeutsche Zeitung

Burkhard Müller rezensiert Ulrich Holbeins Narratorium (Ammann). Darin sortiert der „Metachemiker“ und „Polysoph“ die Narrheit der Welt – und dass das Riesenaufgabe ist, sieht man allein daran, dass es unter 1000 Seiten nicht abgeht.

Wilfried Nippel bespricht Domenico Losurdos Demokratie und Bonapartismus (PapyRossa.

Annotationen
Mark-Georg Dehrmann Das Orakel der Deisten (Wallstein), und Helmut Seitz Wo es geschah. Historische Schauplätze in Bayern (Verlagshaus SüdOst).

In der Krimi-Kolumne von Friedrich Ani: Gregg HurwitzBlackout (Droemer).

Über Ferchl und Hartges hier wohl erst morgen.

Neue Zürcher Zeitung

„Erzähl weiter, sagte der frierende Franz“: Hier wird Christoph Meckels Nachtsaison (Carl-Hanser Verlag) und sein Wohl denen die gelebt (Libelle Verlag) besprochen.

„Das Atmen der Landschaft“: John Montagues Erste Landschaft, erster Tod. (Edition Rugerup) beinhaltet ausgewählte Gedichte. Ebenso Ian Crichton Smiths Segel aus Salz (Edition Rugerup).

„Das Massengrab in den Karpaten“: Filip Florians Kleine Finger (Suhrkamp Verlag) zeichnet ein „beklemmendes Rumänien-Bild“.

„Die letzte Szene“: In Franco Supino Das andere Leben (Rotpunktverlag) „siedeln sich die schönsten Textstellen in jener Stille an, die alles begreift und umgreift“.

„St. Gallen glänzt“: Anton von Euw liefert ein 593 Seiten umfassendes Werk zur St. Gallener Buchkunst vom 8. bis zum Ende des 11. Jahrunderts (Verlag am Klosterhof), das Ergebnis der lebenslangen Arbeit des Schweizer Kunsthistorikers.

„Auf Hunderten von Buchseiten um die Welt“: Hier gibt es einen Überblick über die seit 1900 kursierenden Berichte von Einhand-Weltumsegelungen, von denen einige vergriffen, aber noch antiquarisch bestellbar sind. Unter anderem findet sich hier Bernhard Moitessiers Der verschenkte Sieg (Delius Klasing ) und Joshua Slocums Sailing alone around the world (Penguin Classics).

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