Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und eine Satire als Suhrkamp angeblich mit Aldi wollte

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

„Suhrkamp, Aldi und Satire“: Wolfgang Kraushaar über die Verfasser einer Broschüre, die 1981 auf der Frankfurter Buchmesse eine Kooperation von Suhrkamp und Aldi ankündigte. Nicht ein Redakteur der Tageszeitung, wie vermutet, sondern zwei Verlagsmitarbeiter aus dem Hause Wagenbach hatten die Satire lanciert, wird jetzt bekannt. Verleger Wagenbach soll sogar eingeweiht gewesen sein, aber die Idee, die Unseld zum Toben brachte, kam wohl aus dem Hause Suhrkamp selbst… Die FR bringt einen Vorabdruck aus der Zeitschrift Mittelwegg 36, die ab morgen erhältlich ist.

„Geschenkt“: In Großbritannien und Irland steht die 1. Welt-Buch-Nacht an, bei der 20.000 Personen jeweils 48 Personen kostenlos ein Buch schenken dürfen und sollen. Bei den Buchhandlungen regt sich Skepsis.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Neue Sachbücher
„Historisch-kritische Argumente gegen den Islamismus“: Die Religionsforscher der Universität Münster legen einen Aufsatzband über die Wunschbilder, Strategien und Gegenspieler der Ideologen des politischen Islam vor.
Islamverherrlichung. Wenn die Kritik zum Tabu wird, Thorsten Gerald Schneiders (Hg.) (VS Verlag für Sozialwissenschaften)

Literatur
„Gegen das gefälschte Leben eine tödliche Dosis Realität“: In einer fiktiven Autobiographie erzählt Gilbert Adair von der Lust im Schatten von Einsamkeit und Aids im Paris der achtziger Jahre. Buenas Noches, Buenos Aires, Gilbert Adair (C. H. Beck)

Kritik in Kürze
„Hoffnungsträger“: Thomas Macho über die „Göttin, Sehsucht, Utopie“ Gerechtigkeit. Das Leben ist ungerecht. Unruhe bewahren, Thomas Macho (Residenz)

„Herrenjäger“: 1926 während einer viermonatigen Reise durch Afrika entstanden und vor rassistisch-herablassenden Stereotypen strotzend: Mein Afrikanisches Tagebuch, Graf Ottokar Czernin (Czernin Verlag)

Neue Sachlichkeit
„Wunderbar – das müsst ihr lesen!“: Über die Konjunktur gefühliger Summa-summarum-„Urteile“ über Bücher im Fernsehen.

Süddeutsche Zeitung

„Beschreibungsimpotenz“: Helmut Böttiger zu einigen Klischees der jüngeren Literaturgeschichtsschreibung über die Gruppe 47, Alfred Andersch & Co., nachdem nun ein Film über die Gruppe 47 in Princeton im Internet in Gänze zu sehen ist, http://www.princeton.edu/german/landmarks/gruppe-47/

„Keine Angst vor Banalitäten“: Mit Krisen zeigt Autor Gerhard Schulz (S. Fischer wie man eine Welle auf dem Trittbrett reitet und warum so manches Buch über die Krise so undifferenziert ist. Und dennoch ließe sich auch dieses Buch auf eine Zeitungsseite zusammen schnurren.

Gemeldet wird, dass das Buch Last Exit Volksdorf von Tina Übel nicht mehr ausgeliefert wird. Eine Person habe sich in diesem Roman in einer der Figuren erkannt und dagegen geklagt. Die Autorin sei „regelrecht geschockt“, sie hätte damit nicht gerechnet.

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