Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und einige reizvolle Entdeckungen

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

Horacio Quirogas ist der erste große lateinamerikanische Erzähler – bei uns fast unbekannt. Frühere Titel erschienen u.a. bei Suhrkamp, aktuell lieferbar ist Die Wildnis des Lebens (S. Fischer) und Die Verbannten und andere Erzählungen} (Aisthetis).

Annotationen
Sulpicius Severus Das Leben des heiligen Martin (Reclam).

Justin Cronin hat seinen Professorenjob derzeit an den Lehrstuhl gehängt: als Vampir-Bestseller-Autor verdient er mehr als an der Uni. Der erste Teil seiner Trilogie unter dem Titel Der Übergang ist bei Goldmann erschienen. Eigentlich wollt er nur für seine Tochter Iris schreiben… – Ein Porträt von Nina Rehfeld.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Völlig zu Unrecht ist Elizabeth Gaskill in Deutschland vergessen, findet Jürgen Kaube. Mr. Harrisons Bekenntnisse erschienen bei Manesse.

Band VI der „Gesammelten Werke“ Ludwig Harigs liegt vor: Kräfte im Schlaf gesammelt. Novellen und Erzählungen (Hanser).

Sachbücher
Mario Livio Ist Gott ein Mathematiker? (C.H. Beck).

Francisco Pina Polo Rom, das bin ich (Klett-Cotta).

Süddeutsche Zeitung

„Mehr als Sex und Schuhe“: Elizabeth Gilbert Das Ja-Wort (Berlin)

„Abtönung des Schreckens“: Tuvia Rübner Spätes Lob der Schönheit (Rimbaud).

Martin Tschechne hat eine Biographie über den Psychologen William Stern verfaßt (Ellert & Richter).

Financial Times Deutschland

Karstadt gehört immer noch nicht Nicolas Berggruen. Aber immerhin hat er wieder eine Hürde genommen, wird gemeldet. Zwei Gläubiger haben noch Einwände gegen die Übernahme, einer signalisierte bereits ein Einlenken, wenn Berggruen ihn anrufe. Dann soll festgelegt werden, wie man mit 70.000 Euro Schulden umgeht. Das solle nun geschehen. Mit dem zweiten, Dawnay Day, wird es wohl etwas komplizierter. Er muss aber bis Donnerstag bereinigt werden, sonst wird es keine Übernahme zum Oktober geben.

„Deutschland im Kaufrausch“, titelt die FTD heute. Allerdings nicht mehr als vor der Krise. Aber immerhin, dieses Niveau sei nun wieder erreicht. Jedenfalls behaupten das die Konjunkturexperten am Hamburger Forschungsinstitut HWWI. Diese Zeichen werden gemeldet: Nach Destatis hätten die Reallöhne um zwei Prozent zugelegt, so dass nun wieder Luft für Ausgaben da ist (Durchschnitt in den vergangenen zehn Jahren: 0,2 Prozent Wachstum). Für 2011 werde ein Anstieg im Konsum um ein Prozent erwartet. Zudem sei die Arbeitslosenquote gefallen und erreiche das Niveau von 1993. Der Ifo-Geschäftsklimaindex sei gestiegen, und der Konsumklimaindex von GfK. Außerdem ist die Inflation auf einem niedrigem Stand. Jetzt muss sich nur noch der Buchhandel eine Scheibe vom Kuchen abschneiden. Auf in den Tag.

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