Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und Freude über Claudio Magris als Friedenspreisträger

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

Arno Widmann findet, Claudio Magris hätte schon viel früher den Friedenspreis erhalten müssen: „Wir werden durch Lektüre keine aufmerksameren, klügeren, gar besseren Menschen. Aber es gibt Bücher, die entfachen in uns den Wunsch, es zu werden.“

„Wichtig und beeindruckend“ findet Renate Wiggershaus Louis Begleys Der Fall Dreyfus, (Suhrkamp).

Christian Thomas empfindet Mahmud Doulatabadis Der Colonel (Union) als eine „Heimsuchung, eine Lesemarter“.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

… war heute nicht im Briefkasten. Also haben wir zum Telefon gegriffen, um bei der Redaktion alles Wichtige für Sie zu erfragen. Vor zehn, erfuhren wir, ist da niemand erreichbar. Laut Homepage haben wir auch in der FAZ die „Themen des Tages“: Dahrendorf und Magris. Und sonst … Wissen wir auch nicht.

Die Welt

Auch die Welt würdigt besagte Herren heute. In Ulrich Weinzierl hat Claudio Magris einen weiteren Bewunderer: „Ein Kosmopolit nicht nur der Metropolen, vielmehr auch des Abseitigen, entlegener Winkel, erzählt Claudio Magris von seinen Reisen durch Raum und Zeit. Dass wir ihn dabei lesend begleiten dürfen, ist unser Glück.“ http://www.welt.de/kultur/article3950715/Warum-Claudio-Magris-den-Friedenspreis-verdient.html

Band 4 der Welt-Edition: Ingo Schulze: Simple Storys

Süddeutsche Zeitung

Lothar Müller kommentiert die Entscheidung des Stiftungsrates, den diesjährigen Friedenspreis des Deutschen Buchhandels an den italienischen Essayisten, Erzähler und Germanisten Claudio Magris zu verleihen: „Verfassungspatriot mit Stil“.

Jutta Person rezensiert Steven Blooms neuen Roman Stellt mir eine Frage (Wallstein): „Am liebsten würde man einfach die Witze nacherzählen, die in diesem Buch vorkommen: manche brüllkomisch, manche gemein, manche unterirdisch kalauernd, manche bitterernst und alle so voll vom New York der frühen 1950er Jahre, dass man die Stimmen dieser schrägen Vögel zu hören glaubt, …“

Die Herausgeber Michael Grisko und Stefan Münker gehen in Fernsehexperimente. Stationen eines Mediums der Frage nach, wann Fernsehen experimentell ist (Kadmos). Hendrik Feindt hat sich den Aufsatzband angeschaut.

Und nur kurz:

Im Kölner Lesesaal stehen wieder drei Nutzerplätze zur Verfügung, an denen Archivalien aus dem eingestürzten Stadtarchiv auf Mikrofilm eingesehen werden können und die zwei Kölner Handschriften von Albertus Magnus sind nur leicht beschädigt.

Die Fortsetzung von J. D. Salingers Fänger im Roggen des Autors John David California darf vorerst nicht in den USA erscheinen. Eine Richterin prüft nun, ob eine Romanfigur tatsächlich urheberrechtlich geschützt ist.

Neue Zürcher Zeitung

Ein Nachruf von Martin Meyer zum Tode Ralf Dahrendorf: „Der Wirklichkeit mit Vernunft zugewandt.“
Auch hier eine kurze Notiz zur Wahl Magris.

Der Schriftsteller Ulrich Peltzer ist neuer Stadtschreiber der Stadt Bergen-Enkheim, der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert.

Und Aldo Keel kommentiert die „skandinavische Debatte“ um das Urheberrecht: „Kampf in der Piratenbucht“.

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