Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und Harald Schmidt spielt Shakespeare

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Überall ganz groß mit Bild: Harald Schmidt als Polonius in Stuttgart. Ob man nun Shakespeares Hamlet nun nachdrucken muss?

Frankfurter Rundschau

Nichts, was uns angeht.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Eine neue Céline-Biographie: Geschrieben hat sie Ulf Geyersbach; frank-Rutger Hausmann rezensiert Louis-Ferdinand Céline (Rowohlt) unter dem Titel „Zwischen pest und Cholera“.

Judith leister hat sich Mariusz Szczygiel]s Gottland (Suhrkamp) angesehen: der Autor zeige den echten Kommunismus.

Annotationen
Gefühlter Puls. Rezeptfreie Gedichte (G. Leitner Verlag) und Beowulf (Insel).

Neue Sachbücher
„Der Staat in Habtachtstellung“: Wolfgang Kersting rezensiert Christoph MöllersDemokratie – Zumutungen und Versprechen (Wagenbach) und vom gleichen Autor Die drei Gewalten (Velbrück).

Eberhard Ratgeb hat sich Adam PhilipsWunschlos glücklich (Vandenhoeck & Ruprecht) angesehen.

Die Welt

Auch nix für uns.

Süddeutsche Zeitung

Immer häufiger tauchen dafür Comics nun im Feuilleton auf, heute unter „Ein beredter Killer“ in der SZ. „Burlesk, frech, mitternachtsschwarz“: Torpedo, der Comic von Enrique Sanchez und Jordi Bernet war in den achtziger Jahren das beste, was das Genre zu bieten hatte, beim Cross Cult Verlag gibt’s jetzt eine Gesamtausgabe im originalen schwarz-weiß, allerdings seien die neueren Torpedo-Comics in eher billigen Zynismus abgerutscht, meint Christoph Haas.

„Das ist ja zum Katholischwerden“, in ihrem Suhrkamp-Buch Zwei Leben: Gertrude und Alice wolle Janet Malcolm Werk und Person von Gertrude Stein und Alice B.Toklas zerfleddern. Alice käme als missmutige alte Schachtel weg und Gertrude erhalte das Prädikat eines anmutig verspielten Königskinds, schreibt Verena Auffermann, doch auch das würden die beiden überstehen, denn die außerordentliche Wirkungsgeschichte der beiden lasse Malcolm aus.

Alexander Kissler hat sich unter „Wachstum im Leiden“ Band 11 der Gesammelten Schriften von Joseph Ratzinger angesehen, der bei Herder erschienen ist, und findet, dass das Lektorat etwas sorgsamer hätte sein können.

Gemeldet wird, dass die ZEIT in der Schweiz ab Dezember mit einer eigenen Ausgabe auf den Markt kommt, das heißt das Blatt enthalte zwei Extraseiten über das Land, für die Peer Teuwsen verantwortlich sei, der zuvor Ressortleiter bei der Weltwoche war.

Neue Zürcher Zeitung

Die NZZ gibt uns Rechercheaufgaben auf, indem Uwe Justus Wenzel unter „Gottes Wort und der englische Massanzug“ ein Diktum von Papst Benedikt XVI. aufgreift, indem Joseph Ratzinger auf das Werk von Georg Simmel Philosophie des Geldes zurückgreift, das bereits im Jahr 1900 erschienen ist. Derzeit ist es in drei Ausgaben lieferbar: Bei Suhrkamp, Metropolis und bei Duncker & Humblot, unter buchhandel.de, kann man auch via Libreka! „reinlesen“…

„Vom Glück in der Demokratie zu leben“, berichtet Autor Ivan Vladislavic im Interview, von ihm erschien das Buch Johannisburg. Insel aus Zufall beim Verlag A1.

Die Einstellung der Edition von Martin Buber beschäftigt nun auch Eberhard Jüngel in der NZZ. Der findet, die „Bildungsoffensive“ der deutschen Bundesländer und der deutschen Bundesregierung wirke hohl, wenn die Fortsetzung der Edition nicht garantiert werde.

Eine Reportage würdigt die Stiftung Kreatives Alter, die schöpferische Werke von Menschen im Pensionsalter auszeichnet.

Im Dossier Sachbuch hat die Redaktion ihre Schleppnetze wieder über den internationalen Buchmarkt ausgeworfen.
Zuerst hat sich Rudolf Stamm mit dem Buch Passaggio in Svizzerea. L’anno nascosto di Indro Montanelli von Renata Brggini (Felterinelli) auseinandergesetzt. Die verdiente Aufarbeiterin der Geschichte zwischen Tessin und Italien durchleuchte das Schweizer Exil des Schweizer Journalisten Indro Montanelli.

Unter „Der Weg zur Gotthardbahn“ rezensiert Urs Hafner aus dem hauseigenen NZZ Verlag das Buch von Joseph Jung herausgegebene Buch Alfred Escher zwischen Lukmmanier und Gotthard. Briefe zur schweizerischen Alpenbahnfrage 1850-1882.

Unter „’Winkelried Ungarn’ und Schweizer Identität“ geht es um das Buch aus dem Chronos Verlag Die Illusion, dass man sich kennt, indem Davod Trévás die Schweizerisch-ungarischen Beziehungen zwischen 1945 und 1956 beleuchtet.

Um die „Polarisierung in siedlung und Politik der USA“ geht es in Bill Bishop u.a. The Big Sort aus dem Verlag Houghton. Darin geht es um das Thema Entwicklung der Stadtregionen und Agglomerationen, also um das Finanzkrisethema „Immobilien“.

In einem weiteren Dossier geht es um Spiele. Getestet wurde unter „’Kingsburg’ Konzept top, mathematische Umsetzung mangelhaft“, womit die Rezension über das Spiel Kingsburg aus dem Verlag Truant bereits hinreichend zusammengefasst wäre.

„Ein witziges, pfiffiges und sehr glückslastiges Würfelspiel“ sei dagegen Shanghaien aus dem Verlag Abacus.

Kommentare (0)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.