Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und hat „der Mohr seine Schuldigkeit getan“?

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

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Frankfurter Rundschau

Aufmacher im Feuilleton: Pola Kinski Kindermund (Insel) – laut Daniel Kothenschulte „mehr als eine Abrechnung“, auch „ein Erinnerungsbuch von literarischem Rang“.

Annotationen
Val McDermid Vergeltung (Knaur) und Dimitry T. Analis Präludium zur neuen Kälte der Welt (Jung und Jung).

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Jochen Trebesch Giuseppe Tomasi di Lampedusa. Leben und Werk des letzten Gattopardo (Nora): das Buch sei „erfreulich klar geschrieben“.

Neue Sachbücher
Mark Hengerer Kaiser Ferdinand III (1608-1657) (Böhlau): „eine beeindruckende Biographie“.

Die Welt

Richard Kämmerlings über die HC-Ausgabe von Fifty Shades nach der Paperback-Ausgabe: „Kuschelsex war gestern.“

Süddeutsche Zeitung

Nächster Teil der „Negerlein“-Diskussion: Hat „der Mohr seine Schuldigkeit getan“? „Die Moralisten unter den Lesern wollen zum Beispiel den ‚Neger’ aus Kinderbüchern entfernen, die Historiker ihn behalten“. Burkhard Müller fragt: „Wer hat recht?“ Keiner, findet er, denn wir haben es bei dieser Debatte „mit zwei konkurrierenden Heucheleien“ zu tun. Warten wir mal ab, welches Buch als nächstes dran ist. Stoff dürfte es, bis in die allerjüngste Neuzeit, genügend geben.

taz-Autorin Gabriele Goettle porträtiert in Der Augenblick (Kunstmann) 26 Frauen, „die von ihrer Arbeitswelt erzählen“.

Thomas A. Szlezák erklärt „den Beginn der europäischen Literatur“ in Ilias und Odyssee (C.H. Beck)

Annotation
Bastian Hein Elite für Volk und Führer? (Oldenbourg) – eine „Beschreibung“ der Allgemeinen SS.

Das Politische Buch
Claus Leggewie „entwirft eine neue Europa-Politik“: Zukunft im Süden (Edition Körber Stiftung)

Sabine Bode in Nachkriegskinder über „Erblasten der Nachkriegskinder“ (Klett-Cotta).

„Stoff für die Bühne“: Aus einem bizarren Streit zwischen Nobelpreisträger Paul Krugman (Vergesst die Krise!, Campus) und dem estnischen Präsidenten Toomas Hendrik Ilves soll nun eine Oper werden. Nach einem Blogeintrag Krugmans über die Probleme der estnischen Wirtschaft reagierte Ilves dünnhäutig. Nun haben der lettische Komponist Eugene Bergman und der amerikanische Journalist Scott Diel beschlossen, daraus eine Oper zu machen und die ökonomischen Ideen dahinter in Arien zu verpacken …

die tageszeitung

Und in der taz meldet sich heute Jakob Hein (aktuelles Kinderbuch: Gute Nacht, Carola, gemeinsam mit Kurt Krömer und Illustrationen von Manuela Olten bei Carlsen) in der Debatte um die Korrekturen der „kleinen Hexe“ zu Wort. Es gehe „um Güterabwägung: Zensur – oder Rassismus“, meint er. „Entscheidend sollte sein, was die Autoren selbst beim Schreiben beabsichtigten.“ Zum Artikel

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