Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und heute 200. Geburtstag von Felix Mendelssohn Bartholdy

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

Drei große Komponisten feiern in diesem Jahr einen runden Geburtstag (siehe auch unser heute erscheinendes BuchMarkt-Heft), einer davon ist exakt heute vor 200 Jahren geboren: Felix Mendelssohn Bartholdy. „Hamletstragik“ lautet die Überschrift zu einer „Annäherung“, die Jürgen Otten mittels des Buches von R. Larry Todd Felix Mendelssohn Bartholdy aus dem Reclam Verlag unternimmt.

„Israelis und Palästinenser teilen die Verzweiflung“, so äußert sich der irakische Schriftsteller Najem Wali im Interview. Außerdem geht es über die Rolle der Juden im Irak und sein neues Buch Reise in das Herz des Feindes, das in dieser Woche bei Hanser erscheint.

„Der streitbare Botaniker“: Hugh Barr Nisbet habe eine abwägende Biographie über Gotthold Ephraim Lessing (C.H.Beck) geschrieben.

„Der bittere Zuckerberg“, lautet die Besprechung von Stefan Staude zu Stefan Kiesbyes Roman Nebenan ein Mädchen.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Rettet unsere Zeichner vor dem Film“ ist ein Bericht über das Comicfestival von Angouleme überschrieben, das die Großverlage brüskiere und die Avantgarde feiere.

Unter „Der ewige Sohn“ geht es um Gerbrand Bakkers Oben ist es still (Suhrkamp), der den Helden seines Romandebüts nicht aus dem familiären Trauma entlasse, da könne man noch so lange warten, berichtet Sabine Brand.

„Leben in einer Spielzeuglandschaft“, so kommt Andreas Rossmann der Blick in die Kölner Fotoausstellung vor, die das Wohnen im Reihenhaus abbildet. Dazu gibt es einen Bildband (Leben in deutschen Reihenhäusern) bei Callwey.

Süddeutsche Zeitung

„Ich habe mit entsetzlicher Freude daran gearbeitet“, ist ebenfalls ein Zitat von Felix Mendelssohn Bartholdy. Mit ihm bestreitet Autor Helmut Flashar eine Seite, von ihm ist in diesem Jahr das Buch Inszenierung der Antike neu aufgelegt worden.

„Krieg der Bücher – das Imperium schlägt zurück“: Ein russisches Buch belege, dass die CIA die Veröffentlichung auf Russisch von Boris Pasternaks Doktor Schiwago finanziert habe, damit dieser den Nobelpreis bekommen könne. Das Buch war nämlich zuerst auf italienisch bei Feltrinelli erschienen, bevor es seinen Welterfolg antrat. Sonja Zerkis Bericht liest sich wie ein Krimi.

„Wetlands“, unter der Überschrift berichtet uns Alexander Menden wie England Charlotte Roches Feuchtgebiete (Dumont) liest. Dort setzt man sich offenbar betont mit der literarischen Qualität auseinander.

„Mondschein in Asbest“: Mit Petropolis habe Autorin Anya Ulinich ein „erstaunliches“ Romandebut (dtv) abgeliefert.

„Das Zugangsbuch mit der Chiffre ‚J’“: Eine Ausstellung in der Berliner Stadtbibliothek zeigt Bücher, die die Berliner Pfandleihanstalt 1943 von Juden erworben hat.

Die Welt

Auch hier wird Felix Mendelssohn Bartholdy gefeiert, allerdings ohne Bücher zu erwähnen. Vermerkt wird lediglich, dass auf dem CD-Markt wenig bahnbrechendes zu Mendelssohn erschienen sei.

Gemeldet wird, dass der Anglist Christian Enzensberger, Bruder von Hans Magnus, gestorben ist. Als meisterhaft galten seine Übersetzungen von Alice im Wunderland und Alice hinter den Spiegeln.

Neue Zürcher Zeitung

Unter „Böhmischer Weltmeister“ geht es um Ota Pavels Erzählungen Der Tod der schönen Rehböcke. Die Edition Büchergilde bringt nach und nach das schmale Werk von Pavel heraus.

„Die Suche nach der verlorenen Unschuld“, so ist eine Besprechung zu Wilhelm Genazinos Roman Das Glück in glücksfernen Zeiten (Hanser) überschrieben. Roman Bucheli findet: „Die Leserin, der Leser jedoch blickt mit dem Hohlspiegel dieses Romans in ein Unendliches, wo die Grazie der Poesie mit der Kühnheit der Reflexion sich aufs Schönste verbindet und ein Drittes hervorbringt: das Glück des Lesens.“

„Aus dem Garten Eden ins Wunderland“: Reinhard Brandts philosophische Miniaturen in Warum ändert sich alles? (Verlag Carl Hanser) schulen die Urteilskraft, hat Uwe Justus Wenzel erfahren.

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