Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und heute erscheint Stéphane Hessels „Empört euch!“ auf Deutsch

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

Arno Geiger schreibt über seinen Vater: Der alte König in seinem Exil (Hanser).

Eine umgangreiche Biographie, die aller dings den brüderlichen Rivalen Wolfgang exoziert: Ingrid Kapsamer Wieland Wagner (Styria).

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Ein erschütternder Roman: Michel Matveev Die Gehetzten (Weidle): „In der Rückschau gelesen, kann dieses Buch dem Leser das Blut in den Adern gerinnen lassen.“

Ulrich Peltzers Frankfurter Poetik-Vorlesungen: Angefangen wird mittendrin (S. Fischer).

Heute erscheint Stéphane Hessels Empört euch! (Ullstein). Nur 30 Seiten, aber: „Warum 3,99 für diese dreißig Seiten hinlegen? Weil man dafür ein Lebenselixier erhält, eine Erinnerung an das Beste in uns.“

Annotationen
Iwan Bunin] Am Ursprung der Tage (Dörlemann).

Martin Walser Nietzsche lebenslänglich (HoCa).

Süddeutsche Zeitung

Zu seinem 70. Geburtstag gratuliert das Blatt Walter Pehle, dem „Macher der Schwarzen Reihe“, der Monographienreihe über die NS-Zeit. Er war ein Ass als PR-Mann in eigener Sache und hat sich stets vor seine Autoren gestellt. Irgendwann hat er mit er Reihe sogar Gewinn gemacht, habe aber mit der Ablehnung von Goldhagens Hitlers willige Vollstrecker „dem Verlag auch einen Gewinn erspart“ – auch wenn die Entscheidung sachlich richtig gewesen sei, lobt Franziska Augstein.

„Wenn die das können, können wir Ägypter das auch“: Der US-Biologe Eric Selbin erklärt in seinem Buch Gerücht und Revolution. Von der Macht des Weitererzählens wie die Erinnerung an Revolutionen aktuelle Revolutionen befeuert (Wissenschaftliche Buchgesellschaft.

„Colt und Köcher“: Elizabeth Heinemann beschreibt in einem Aufsatz über den Verleger Jörg Schröder (März, Melzer und Olympia Press) die Entstehung einer linksalternativen Pornografie, Jörg Schröder, linksalternatives Verlagswesen und Pornografie, in Das Alternative Milleu. Antibürgerlicher Lebensstil und linke Politik in der Bundesrepublik Deutschland und Europa 1968-1983, Wallstein.

„Wer mir zuhört, kann nicht ganz richtig im Kopf sein“: Thomas Glavinic hat mit Lisa (Hanser) einen überflüssigen Low-Budget-Roman geschrieben samt eingebautem Wackelkontakt.

Heute mit Empfehlungen aus dem Kinder- und Jugendsachbuch
„Spielplatz für Aktionen und Ideen“: Anke M. Letzgen und Lisa Rienermann zeigen in dem „hervorragenden Lehrbuch“ Entdecke deine Stadt wie Kinder ihren Lebensraum Stadt erobern können.

„Die Indianer Europas“: In Die Kelten erzählen Anne Bernhardi und Birgit Fricke von den selben, manierlich nacherzählt ohne aber die Magie des großen Druiden Merlin vermitteln zu können.

„Funkenspektakel“: Eine lebendige Geschichte des Vulkanismus hat Horst Rademacher in Am Rande des Kraters bei Bloomsbury herausgebracht.

Um das „Erkenne dich selbst“ geht es in Werde das, was zu dir passt von Michaelis Pantelouris bei Gabriel.

„Sprechen ohne Stimme“: Das Bildwörterbuch Hand in Hand die Welt begreifen aus dem Klett Kinderbuch erklärt die Gebärdensprache.

Die Welt

Thomas Bernhard auf der Titelseite: „Unser Bester“. Zu seinem morgigen 80. Geburtstag bringt die Welt ein Dramolett von Benjamin von Stuckrade-Barre.

NZZ

Musik mit Mitteln der Poesie: Zsuzsa Bánk Die hellen Tage (S. Fischer).

Ein Schreibtisch voller Geschichten: Nicole KraussDas große Haus (Rowohlt).

Ein Roman der grand Dame der rumänischen Literatur: Nora Iuga Die Sechzigjährige und der junge Mann (Matthes & Seitz).

Annotationen
James Palmer Der blutige weiße Baron (Eichborn).

Tabakbabrik Linz (Pustet).

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