Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und Horace Engdahl nimmt seinen Hut

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

„Die Wonnen des göttlichen Blicks“ gibt’s im 2360 Seiten starken fünfbändigen Werk Wandmalerei in Italien) (Hirmer) – und wer, wie Rezensent Arno Widmann diesen göttlichen Blick erhaschen will, muss 666 Euro hinblättern für das Werk.

Die Literatur-Nobelpreis-Jury kriegt einen neuen Chef: den 51-jährigen Historiker Peter Englund. Er ersetzt Horace Engdahl, der in diesem Jahr durch sein doofes Geschwätz, die amerikanischen Autoren seien alle zu ungebildet für den Nobelpreis, für Schlagzeilen gesorgt hat. Leider bleibt Engdahl Mitglied mit Stimmrecht.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Ein „Sammelband zur Steuerung von Unternehmensrisiken“ – hätten den unsere Pleitebänker und Herr Steinbrück mal eher zur Kenntnis genommen: Robert Fieten rezensiert {Risikomanagement in der Unternehmensführung (Wiley-VCH).

„Der Staat als Auktionator“ – Jochen Zenthöfer bespricht Mario Martinis Der Markt als Instrument hoheitlicher Verteilungswirkung (Mohr Siebeck).

Oliver Pfohlmann rezensiert Beatrix Langners Der wilde Europäer – Adelbert von Chamisso (Matthes & Seitz).

Bei Manesse gibt es Gabriela Zapolskas Roman Sommerliebe] – Stefanie Peter hat ihn gelesen.

{Annotationen
William Butler Yeats Irlands Königreich der Schatten (Jung und Jung und Der Jahrhunderjongleur Fancis Brunn (Insel).

Neue Sachbücher
„Zwischen Menschenströmen und in offenen Räumen“: Martina Löw hat bei Suhrkamp Soziologie der Städte herausgebracht – Joseph Hanimann rezensiert.

Adoption (Patmos) gebe wertvolle Ratschläge, meint Manuela Lenzen.

Und: Besprochen wird Neue Zugänge zur Geschichte der Geschichtswissenschaft von Jan Eckel und Thomas Etzemüller (Wallstein).

Die Welt

Hannes Stein über Roberto Bolano: Wie der viel zu früh verstorbene Autor mit dem Roman 2666 zum Liebling der US-Kritik wird. Nächstes Jahr liegt das Buch bei Hanser vor.

Süddeutsche Zeitung

„Diotima, Palatino, Optima und die Dingbats“ – der Computer hat es ermöglicht, dass jeder sich als Typograph fühlen darf. So sieht es dann meist auch aus. Martin Z. Schröder würdigt Hermann Zapf und Gudrun Zapf-von Hesse – beide Schriftkünstler von hohen Graden. Beide 90 Jahre alt.

Neue Händel-Biographien: Eine von Franzpeter Messmer bei Artemis & Winkler, eine von Dorothea Schröder bei C.H. Beck. Harald Eggebrecht stellt sie vor.

Verena Auffermann bespricht Amoz OzVerse auf Leben und Tod (Suhrkamp). Das ist natürlich kein Gedichtband, sondern ein Roman. In dem der Autor zeigt, wie die Schriftstellerei so funktioniert.

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