Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und Jürgen Rüttgers will Konsequenzen aus dem Kölner Archiv-Einsturz ziehen

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

Der Band ist gefährlich für Kritiker: Was ist Kritik? von Rahel Jaeggi, Tilo Weschke bei Suhrkamp. Thomas Meyer hat sich trotzdem an eine Kritik der Kritik getraut.

Raffael Scheck schreibt über Hitlers afrikanische Opfer (Assoziation A), und Katharina Granzin findet Per Olov Enquists Autobiographie Ein anderes Leben (Hanser) erschütternd.

Alles über Skandala hier: Skandal! Die Macht der öffentlichen Empörung von Jens Bergmann und Bernhard Pörksen bei Herbert von Halem.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Sabine Doering über die Novelle Der Argentinier von Klaus Merz (Haymon) – und Andreas Rossmann behauptet, dass Jürgen Rüttgers nun endlich Konsequenzen aus dem Kölner Archiv-Einsturz ziehen will. Was uns sehr verwundern würde.

Süddeutsche Zeitung

Neues über den Dichter und Fälscher Thomas Chatterton: Michael Stallknecht bespricht Spott zahl ich heim mit Spott und Stolz mit Stolz. Über den Fälscher und Poeten Thomas Chatterton (JMB) von Heiko Postma, Redakteur der Literaturzeitschrift die horen, und Jürgen Heizmann mit Chatterton oder Die Fälschung der Welt (Mattes).

In Der Fluss, zweiter Teil einer Trilogie, verarbeitet der norwegische Jazzpianist und Romancier Ketil Bjørnstad autobiografische Erfahrungen und Krisen. Kristina Maidt-Zinke rezensiert.

Michael Naumann zum Tod der Übersetzerin Angela Praesent: „Glück der Autoren“.

SZ-Autor Karl Stankiewitz mit seinem Buch „Ich näherte mich den Gebirgen.“ Mit Fürsten und Dichtern durch die Alpen (Volk).

Uwe Tellkamp plant eine Fortsetzung von Der Turm. Das Buch sei aber noch im „Puppenstadium“, so der Autor.

Der Kunstpreis Rheinland-Pfalz geht dieses Jahr an die Schriftstellerin Ursula Krechel. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Zuletzt erschien von Krechel Shanghai fern von wo (Jung und Jung).

„Zieht euch warm an!“: Bernd Graff warnt davor, dass Pirate Bay den spurlosen Download möglich machen will.

Helmut Kerscher kommentiert die turbulente erste Verhandlung am Bundensgerichtshof zum Streit zwischen Verlagen und Übersetzern: „Ungeheuer schwierig“.

Neue Zürcher Zeitung

„Ihr braucht nicht traurig zu sein, dass wir nur mehr so wenige sind“: Karl-Markus Gauss berichtet in Die fröhlichen Untergeher von Roana. Unterwegs zu den Assyrern, Zimbern und Karaimen im Verlag Paul Zsolnay so schön über Völkerschaften, die untergegangen sind, dass es zu schade ist, dass sie wirklich weg sind, findet Cord Aschenbrenner.

„Exzentrische Lebenshilfe“: Michael Stauffer ist in Soforthilfe (Urs Enbgler) dem Mechanismus der Selbstüberschätzung erlegen, der häufig dem Kultverdacht folgt“, meintDorothea Dieckmann und findet zu viele Plattitüden.

Die „Planierraupen im Paradies“ stehen im neuen Südafrika, aus dem Damon Galgut in Der Betrüger erzählt (Goldmann Manhattan).

„Putin als neuer Stalin?“, Ulrich M. Schmid ist der Ansicht, dass Wolfgang Leonhards Analogie in seinen Anmerkungen zu Stalin (Rowohlt Belin) falsch sei.

Kurz besprochen werden unter:
> „Geballter Geist“: Metropolen des Geistes. Herausgegeben von Martin Hose und Christoph Levin, Insel-Verlag
> „Wille zur Wissenschaft“: Improvisation. Kultur- und lebenswissenschaftliche Perspektiven, Hg. von Maximilian Gröne u. a., Rombach-Verlag
> „The Humanities“: Marcus Beiner: Humanities. Was Geisteswissenschaft macht. Und was sie ausmacht, Berlin University Press.

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