Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und Kerners Übertritt bewegt die Nation

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Das bewegt die Nation, und es findet sich groß in allen Blättern: Der Übertritt von Kerner aus dem Reich des Rentner-Bezahl-TVs zu Sat1 [mehr…].

Frankfurter Rundschau

„Er glaubt noch an Bücher“, die keinen Strom brauchen“: Claus-Jürgen Göpfert porträtiert (Rubrik Leute) den Frankfurter Verleger Vittorio Kostermann.

Ina Hartwig über die Buchpremiere der neuen Judith Hermann in Berlin, bei der sie aber nicht war. Die Hermann findet sie „kalibermäßig“ – wir zitieren – wie Kehlmann, hat aber den Vorteil, dass Strafandrohungen wegen Sperrfristmissachtung ausblieben. Alte Wunden…

George Steiner wird 80. Arno Widman gratuliert. Und er rezensiert auch Schlingensiefs Krebstagebuch So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein! (KiWi).

In der Edition Freitag sind Walter Moßmanns „wahrheitsgetreu gefälschte Erinnerungen“ realistisch sein: das unmögliche verlangen erschienen.

Daniel Bouhs hat sich die braunen Umtriebe im Netz angesehen – ein rundum unerfreuliches Thema.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Ich gehe mit meiner Narbe spazieren“: Christian Geyer über Schlingensiefs Krebstagebuch So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein! (KiWi).

William T. Vollmann geht in Hobo Blues. Ein amerikanisches Nachbild (Suhrkamp) auf die Suche nach einem amerikanischen Mythos, findet aber nur sich selbst. Meint Peter Körte.

Maria Frisé bespricht Olga Tokarczuks „Reise in eine unsichere Welt“: Unrast (Schöffling & Co.).

Annotationen
Krachkultur. Ausgabe 12 (Raben Verlag) und Amy Sohn Mein alter Herr (Haffmans bei Zweitausendeins).

Uwe Johnsons Jahrestage (Suhrkamp) gibt es in einer Mammutlesung in Köln – in der kleinen Lengfeld’schen Buchhandlung. Lesen wird der Schauspieler Bernt Hahn.

Und die Unesco startet auch eine digitale Bibliothek: www.wdl.org

Neue Sachbücher
Lukas Wick Islam und Verfassungsstaat (Ergon Verlag), Bernulf Kanitscheider Entzauberte Welt. Über den Sinn des Lebens in uns selbst (S. Hirzel) und Rebekka Reinhard Die Sinn-Diät. Philosophische Rezepte für ein erfülltes Leben (Ludwig Verlag).

Süddeutsche Zeitung

Thomas Steinfeld würdigt George Steiner. Groß auf der 1. Seite des Feuilletons.

„Russen und Ukrainer streiten über Nikolai Gogol„. Natürlich nicht übers Werk, sondern über seine Nationalität. Thomas Urban berichtet.

Thomas Speckmann rezensiert Philipp Bloms Der taumelnde Kontinent. Europa 1900-1914 (Kassel).

„Zu hübsch zum Lesen“ – Heinz Schlaffer über Peter Kaedings Die Hand über der ganzen Welt. Johann Friedrich Cotta. Der Verleger der deutschen Klassik (Klett-Cotta).

Die Welt

Hendrik Werner fragt sich, wo das Thema Urheberrecht bleibt bei den Veranstaltungen zum Welttag des Buches.

Frank-Walter Steinmeier spricht im Interview über seine eigene kulturelle Prägung, auswärtige Kulturpolitik als eine Säule der Außenpolitik und die Bedeutung der Goethe Institute. Auch die Süddeutsche Zeitung hat Steinmeier heute im Interview.

Die Zeit

„Was Bauern politisch allzu sehr ärgert“ Ein kritisches Porträt des Biotechkonzerns Monsanto biete das Buch von Marie-Monique Robin, Mit Gift und Genen. Wie der Biotech-
Konzern Monsanto unsere Welt verändert
, DVA.

Annotiert wird unter
„Klassiker“: Albert Meier, Klassik – Romantik, Unter Mitarbeit von Stephanie Düsterhöft, Reclam Verlag.
„Klassikerinnen“: St. Freyer/K. Horn/N. Grochochowina (Hrsg.): FrauenGestalten Weimar-Jena um 1800. Ein biobibliographisches Lexikon Universitätsverlag Winter

Abgedruckt wird das Gedicht Langmut von Walter Kempowski aus dem Knaus Verlag.

„Die Süße des Nichtstuns“: Wilhelm Genazino feiert in Das Glück (Hanser) wieder die Lebensuntüchtigkeit, berichtet Otto A. Böhmer.

„Das dünne Eis der Trauer“: Michael Köhlmeier erzähle „in einer unvergesslichen Novelle“ (Idylle mit ertrinkendem Hund, Deuticke) vom Tod seiner Tochter“, so Martina Meister.

Tobias Golis berichtet über Thriller, die teuflisch gut die Internetkriminalität und ihre Schrecken beschwören:
> Jeffery Deaver: Der Täuscher, Blanvalet
> Charles den Tex: Die Zelle gelesen, Grafit

„So viele Jahre und immerzu, immerzu, immerzu!“: Susanne Mayer verteidigt Susan Sontag gegen ihren Sohn David Rieff, der über ihr Sterben im Buch Tod einer Untröstlichen (Hanser) schreibt.

Neue Zürcher Zeitung

Einen „Bericht vom Ungeheuren“ habe Eleonore Frey in Muster aus Hans (Droschl-Verlag) zu einem Roman verarbeitet, so Dorothea Dieckmann und zeigt sich beeindruckt.

„Das fassbare und das faszinierende Andere“: Ulrich Schreiterers Traumfabrik Harvard (Campus) biete tatsächlich eine Antwort auf die Frage, warum amerikanische Hochschulen anders sind, wie der Untertitel ankündigt, so Hans Ulrich Gumbrecht.

Kurz besprochen wird unter:
„Brücken und Klammern“: Daniela Danz, Pontus. Gedichte, Wallstein-Verlag
„Licht der Erkenntnis“: Abenteuer Bibliothek. Ein Ort des Wissens und der Phantasie, Hrsg. v. Evelyne Polt-Heinzl, Verlag Christian Brandstätter
„Indiens Gerüche“: Maria E. Brunner, Indien. Ein Geruch, Folio-Verlag
„Psychiatrie und Eugenik“: Hans Jakob Ritter, Psychiatrie und Eugenik. Zur Ausprägung eugenischer Denk- und Handlungsmuster in der schweizerischen Psychiatrie, 1850–1950, Chronos.

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