Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und Le Clézio auf Reisen

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

Lyriker, Romanautor, Journalist und „hochoffizieller Geheimtipp“: Jörg Fauser. Seine journalistischen Arbeiten sind im Alexander Verlag von Alexander Wewerka unter dem Titel Der Strand der Städte erschienen.

„Die Buchtage sind qua Institution eine unwahrscheinliche Veranstaltung“, findt Harry Nutt.

„Sie schreiben nicht nur großartig, Sie lesen auch großartig“, habe eine Dame nach der Lesung Judith Hermanns im Frankfurter Literaturhaus gesagt, berichtet Judith von Sternburg. Mit Alice ist die talentierte Leserin derzeit auf Lesereise.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Hubert Spiegel über die „Bibel des Wirtschaftswunders“: den Quelle-Katalog.

Oper für Kinder: Christoph Schmitz: Drachentod und Zauberflöte. Geschichten von der Opernbühne, Klett-Kinderbuch.

Der Krimiautor Jo Nesbø hat eine Tochter. Und die wollte auch mal eine Geschichte von ihrem Vater haben. Kann ein Vater seiner kleinen Tochter einen Wunsch abschlagen? – Nein. Also schrieb er Doktor Proktors Pupspulver. Kleine Töchter finden das furchtbar lustig. „Ein Meisterwerk spinnerter Kinderliteratur“, findet Fridtjof Küchemann. Der zweite Band dagegen gefällt ihm weniger. Doktor Proktors Zeitbadewanne (beide Bände Arena) bleibe Klamauk.

Wolfgang Schneider sieht auf den Buchtagen „erbleichte Verleger“ angesichts der digitalen Welt.

Süddeutsche Zeitung

„Der Partisan der ästhetischen Urteilskraft“ in den deutschen Geisteswissenschaften ist für Thomas Steinfeld der Literaturwissenschaftler Heinz Schlaffer.

Burkhard Müller hat Jean-Marie Gustave Le Clézios Reisebericht Raga. Besuch auf einem unsichtbaren Kontinent gelesen. Le Clézio überzeugt ihn stilistisch nicht wirklich, aber: „Le Clézios Impetus liegt in einer tiefen Sympathie und Solidarität mit allen Facetten des Menschlichen, die ihm begegnen.“

Literarische Welt

Viele Bücher und viele Autoren in der Literarischen Welt. Mit größeren Besprechungen bedacht worden sind:

Junot Díaz: Das kurze wundersame Leben des Oskar Wao, S. Fischer

Michael J. Neufeld: Wernher von Braun. Visionär des Weltraums – Ingenieur des Krieges, Siedler

Eric-Emmanuel Schmitt: Als ich ein Kunstwerk war, Ammann

Mohammed Hanif: Eine Kiste explodierender Mangos, A1

Mircea Cartarescu: Nostalgia, Volk und Welt

Sven Oliver Müller/Cornelius Torp (Hgg.): Das deutsche Kaiserreich in der Kontroverse, Vandenhoeck & Rupprecht

José Brunner/Shai Lavi (Hgg.): Juden und Muslime in Deutschland, Wallstein

Roger Moore: Mein Name ist Bond … James Bond, Jeske/Mader

A. J. Liebling: Die artige Kunst, Berenberg

Neue Zürcher Zeitung

Eine „eigenartige Sogwirkung“ geht von Katharina Hagenas Der Geschmack von Apfelkernen (Kiepenheuer & Witsch)aus.

„Das komische Fach liegt Renoldner … besser als das tragische“: Klemens Renoldner: Man schliesst nur kurz die Augen. Erzählungen, Folio-Verlag

(Erst) im letzten Drittel gelangt Ralf Rothmanns Feuer brennt nicht (Suhrkamp) zu „wahrer Meisterschaft“.

„Vom armen Nobody aus der galizischen Provinz zum Starjournalisten der Weimarer Republik, vom Sozialisten zum Monarchisten, vom Verfasser neusachlicher Zeitromane zum Autor von Geschichten über Verdammung und Erlösung, vom assimilierten Ostjuden zum Verächter des Westjudentums, vom ruhelosen «Hotelbürger» zum Exilanten, der sich in Paris, von der Rückkehr seines Kaisers träumend, zu Tode trank“ – so charakterisiert Oliver Pfohlmann Roth.
Zwei neue Biographien bei Verlag Kiepenheuer & Witsch:
Wilhelm von Sternburg: Joseph Roth. Eine Biografie
Heinz Lunzer/Victoria Lunzer-Talos: Joseph Roth – Leben und Werk in Bildern, Überarbeitete Neuausgabe
Für Februar 2010 sind Neuauflagen bei Diogenesgeplant.

Zwei Frauen auf Vatersuche: Melitta Breznik: Nordlicht, Luchterhand-Verlag

„Befremdet und erschüttert, zornig und gerührt geht Hilde Spiel durch eine Stadt, von der sie, die Jüdin aus assimilierter bürgerlicher Familie, einst verstossen wurde und zu der sie doch eine neue Zuneigung fasst, die ihr anfänglich selbst verdächtig ist“ – so Karl-Markus Gauss über Hilde Spiels Rückkehr nach Wien. Ein Tagebuch im Milena-Verlag.

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