Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und noch einmal Lob für Roths Nemesis

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

In Istanbul beharrt ein Gericht auf dem Freispruch der angeklagten Autorin Pinar Selek und wehrte sich damit gegen eine Entscheidung des Höchsten Gerichts. Offiziell wird Selek ein Anschlag zur Last gelegt, getroffen werden sollen ihre Untersuchungen der kurdischen PKK.

Bei Schrimer/Mosel erschien Mein Paris von Robert Doisneau mit 600 Fotografien, deren Spontanität die Erotik erst ausmachen.

„Man sieht, man hört, man liest“: Ulrich Pelzer beendet seine Poetikvorlesung und beginnt zu schreiben, er startet erst einmal damit, dass seine Poetikvorlesung nun bei Fischer vorliegt, Titel: Angefangen wird mittendrin.

„Träge Sonne auf Volksdorfer Asphalt“ wirft der Roman Last Exit Volksdorf von Tina Übel (C.H.Beck), der etwas überfrachtet ist.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Die schwarze Ader unseres Schicksals“: Heute ist es die FAZ, die ihre Leitbesprechung Nemesis von Philip Roth widmet (Hanser). Der Roman biete auf die Frage nach Gott und dem Leiden des Menschen die entsetzlichste und tröstlichste Antwort zugleich.

In Kürze wird vorgestellt: Garry Disher, Rostmond, Unionsverlag unter dem Titel „Blutiger Vollmond“.

Heute in der Zeitung: Neue Sachbücher
„Wegsehen im Dienst der Kunst“: Das Frankfurter Städel hat seine Geschichte im Nationalsozialismus erforschen lassen, der Dokumentationsband ist im Akademie Verlag unter dem Titel Museum im Widerspruch erschienen.

„Tugend ist keine Sache des Beweises“: Friedo Ricken weiß in seinem Band Warum moralisch sein? (W. Kohlahammer), was man der Moralphilosophie eigentlich zutrauen darf.

Süddeutsche Zeitung

Michael Morstedt darüber, warum bei Google und Bing längst nicht mehr das nützlichste Suchergebnis oben steht, sondern das profitabelste.

„Markt, Diskurs und Kredit“: Der aparte Theorieverlag Diaphanes landet mit einem Buch über die Finanzkrise plötzlich einen Bestseller, gemeint ist Joseph Vogls Das Gespenst des Kapitals, das sich bereits in den ersten Wochen 10.000 Mal verkauft hat.

„Haben Sie schon einmal ein Orchester geschlagen?“: Nicht aus Buch macht Film, sondern Augenblick der Ewigkeit von Bernhard Sinkel ist ein Dirigentenroman, das aus einem Filmprojekt entstand.

Die Welt

Hier mehr Hintergründe zum Prozess gegen Pinar Selek: Günter Wallraff, der extra zum Prozess angereist war, will Seleks Buch Die Zelle (in der Türkei verboten) auf eigene Kosten übersetzen lassen. Beim nächsten Prozess, bei dem sonst eine illustres intellektuelles Publikum anwesend war, wird Wallraff nicht mehr dabei sein, ihn erreichte ein Einreiseverbot.

Thomas Lehr erhält den Berliner Literaturpreis.

Financial Times Deutschland

sieht die nächste Welle der Tablets anrollen. So dränge es Computerbauer Dell auf den Markt, gestern wolle Hewlett Packard ein neues Modell vorstellen und Apple steht mit einem renoviertem iPad in den Startlöchern, das leichter werden soll.

Bild

gratuliert Benedikt Taschen zum 50. unter „Pussys und Picasso“ und räumt auf: „Aber: ‚Sex verkauft sich gar nicht so gut wie immer angenommen wird. Der Umsatz liegt bei uns deutlich unter zehn Prozent‘, sagt Benedikt Taschen über seine ‚Masturbation-Pieces‘, mehr hier, wir gratulieren auch [mehr…]

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