Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und Per Olov Enquist über Raubkopierer

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

Die FR ist literarisch noch in den Osterferien – nix für uns.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Wirtschaftsbücher
Reinhard Marx Das Kapital. Ein Plädoyer für den Menschen (Pattloch) und
Michael Hüther, Thomas Straubhaar Die gefühlte Ungerechtigkeit (Econ).

„Zettels Trauma oder Wenn Papier um Hilfe schreit“: Andreas Rossmann besucht das, was vom Historischen Archiv Köln übriggeblieben ist. Dazu einige Fotos, die eine Vorstellung vermitteln, wie schlimm es tatsächlich aussieht.

Beate Tröger rezensiert Martin Beyers Alle Wasser laufen ins Meer (Klett-Cotta) – ein Roman über die Geschwister Trakl.

Jürg Altwegg zu Peer Steinbrücks Flegeleien gegen die Schweiz: „Die Indianer jodeln in ihrer Alpenfestung“. Altwegg findet, Steinbrück habe dafür gesorgt, dass die Beziehung zwischen beiden Ländern erstmals seit 1945 auf dem Nullpunkt sind.

4000 Schriften hat sie veröffentlicht: Corin Tellado – eine spanische „Groschenautorin“ – immerhin nach Cervantes die meistgelesene Autorin des Landes. Jetzt ist sie mit 82 Jahren gestorben.

Süddeutsche Zeitung

Per Olov Enquist im Interview über Raubkopierer: „Man muss einen Dieb einen Dieb nennen“.

„Ein schwuler König und ein untergeschobener Kronprinz“: Max Melbo über Die Königsfälschung. Ludwig XIV – das Kardinalsbaby (Osburg). „Pseudo-historische Psycho-Schwarte“, findet Johannes Willms.

Zettel’s Traum gibt’s jetzt in polyfoner Interpretation: als Hörbuch bei HoCa – und in 50 Minuten ist alles vorbei.

Neue Zürcher Zeitung

Kenzaburo Oe ersetzt in seinem neuesten Werk Sayonara, meine Bücher (S. Fischer) wieder einmal das „Realistisch-Rohe“, das seine frühen Werke prägte durch „eine Kultur der lesenden Bedächtigkeit“.

Fernando Vallejo klingt bisweilen wie García Márquez, bisweilen klingt er „zum Fürchten kalt“, wenn er in Blaue Tage bei Suhrkamp seine Kindheit erzählt.

Mohammed Hanif wirft einen „Blick in die intrigant verflochtenen Systeme von Geheimdienst, Militär und Politik“ Pakistans in einer „souveränen literarischen Leistung“: Eine Kiste explodierender Mangos (A1-Verlag).

Hinweise auf Bücher:

Simon Bunke: Heimweh, Rombach

Anett Lütteken u.a. (Hg.): Der Kanon im Zeitalter der Aufklärung, Wallstein

Doris und Peter Walser-Wilhelm (Hg.): Bonstettina. Historisch-kritische Ausgabe der Briefkorrespondenz Karl Viktor von Bonstettens und seines Kreises 1753-1832, 12. Band in 2 Teilbänden, Wallstein.

Der Spiegel

Urs Jenny rezensiert Alexandar Hemon Lazarus (Knaus). ein bosnischer Autor im hutigen Chicago auf der Spur eines Kriminalfalls von 1908.

Annotation für Rayk Wielands Ich schlage vor, dass wir uns küssen (Kunstmann) – eines der witzigsten Bücher das Jahres.

Und Bodo Kirchhoff mit einem Essay über „Unser aller Größenwahn“.

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