Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und Tina Übel hat ihren Roman geräuschlos umgeschrieben

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Fassungslosigkeit über die Bluttat von Oslo

Frankfurter Rundschau

„Bewegte Wissenschaft“, die bald etwas bewegen wird? Rusula Rüssmann hat sich umgehört und kommt zum Schluss: Wenn bald islamische Theologie an deutschen Hochschulen gelehrt wird, sind spannende Diskussionen zu erwarten.

„Verweigerte Kontaktaufnahme“: In das Glück der Zikaden lässt Katharina Boehning (Galiani) drei Generationen von Frauen kunstvoll ihr Glück versuchen.

„Am Erinnerungshaken“: Bachmann-Preisträgerin Maja Haderlap macht es sich in ihrem Roman Engel des Vergessens (Wallstein) nicht leicht.

„Gottes wunderbare Wege“: Ein Appetithappen vor der Wiederentdeckung des Satirikers Gottlieb Wilhelm Rabener, von dem der Verlag Ulrich Keicher jetzt Anton Panßa von Mancha. Abhandlung von Sprüchwörtern herausgegeben hat.

Das beste, was man vom Thilo Sarrazins Walk über den Kreuzberger Kiez (ausgestrahlt bei Aspekte) sagen kann, ist, dass er überflüssig war.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Mein kleines Land gibt es nicht mehr“: Einst war Norwegen ein Idyll, die Motive des Täters waren nicht so einfach, wie es erste Berichte glauben wollen.

„Der verbotene Blog, die Kunst und die Suche nach Wahrheit“: Auf einer drei Viertel Seite zwei Bücher über Ai Weiwei:
> Ai Weiwei spricht. Interview mit Ulrich Obrist, C. Hanser
> „Macht Euch keine Illusionen über mich“, Galiani

„Kleists Blick auf Preußen gilt auch für ein Paar in der DDR“: Barbara Honigmanns Buch Bilder von A. erzählt von einer Liebe im Ostberliner Theatermilieu. Wie bei dieser Autorin zu erwarten, steckt dahinter aber viel mehr.

Rolf Dobelli (Massimo Marini, Diogenes) mit einer Kolumne: „Warum die Evolution will, dass Geld uns nicht glücklich macht“

Süddeutsche Zeitung

„Das kommt noch“: Grundsätzliche Überlegungen von Arne Ulbricht zur Frage: Kann man in Schreibseminaren lernen, wie man ein besserer Autor wird? Antwort: „Ja, aber nur wenn man nicht alle Regeln befolgt. (Anm. der Redaktion: Mit Arne Ulricht unterhielten wir uns im Sonntagsgespräch „Väter sollen vorlesen“ [mehr…], das ihm „viel Resonanz“ gebracht hat: Er werde „immer noch auf dieses Interview angesprochen“. Ab August ist der übrigens Kolumnist bei der Stiftung Vorlesen (im Vorleseclub) – aber er ist immer noch auf Verlagssuche für seine Romane, an deren Erfolg er weiter glaubt.)

Elke Erb erhält den Erlanger Übersetzerpreis für ihr Gesamtwerk

„Wühlarbeiten im Vorgarten“: In ihrem Roman last Exit Volksdorf untersucht Tina Übel die Wohlstandsverwahrlosung einer Hamburger Vorstadtsiedluing und findet lauter Abgründe hinter Rolläden. Das Buch ist jetzt wieder lieferbar, weil Übel ein Kapitel umgeschrieben hat. Sie hat daraus keinen Skandal gemacht und trotzdem eine Freundin weniger.

„Auf dem Gutshof“: Die Hörspielfassung Der Schatten des Körpers des Kutschers (Hörverlag) nach Peter Weiss geriet zu einem künstlerischem Rätsel, was an der Intention des Autors vorbeigeht.

Die Welt

Heute nichts für uns

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