Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und überall wird Herta Müller gefeiert

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

Auf dem Titel und auf den Seiten 2-4: Herta Müller, die neue Literatur-Nobelpreisträgerin: „eine kühne, schöne Wahl“, meint Ina Hartwig.

Jing Bartz leitet das Pekinger BIZ der Frankfurter Buchmesse. Arno Widman hat sie interviewt.

Oliver Pfohlmann rezensiert Wolfgang Sofskys Das Buch der Laster (C.H. Beck)

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Herta Müller (wie überall) auf dem Titel.

Liz Mohn erbt die ganze Macht über Bertelsmann“: Reinhard Mohn hat ihr weitgehende Sonderrechte übertragen.

Als Feuilleton-Aufmacher: Gedichtcollagen von Herta Müller, die wie anonyme Bekennerschreiben aussehen, die FAZ druckt sie erstmals. Und auch die beiden folgenden Seiten sind ihr gewidmet

Die Welt

Groß aufgemacht ist Herta Müller auch in der WELT – sowohl auf dem Titel als auch auf dem Feuilleton-Aufmacher. Nur einer will zu Herta Müller nichts sagen: MRR. Wir nehmen’s dankend zur Kenntnis.

Nach 81 Jahren erscheint das „dritte Buch Pu“ – geschrieben von David Benedictus (Dressler).

Süddeutsche Zeitung

Auch hier Thema des Tages: die Literatur-Nobelpreisträgerin, die „Meisterin der schrecklichen Vergegenwärtigung“.

Auf Seite 2, passend zum Thema: neuer Prozess gegen Nobelpreisträger Orhan Pamuk in Ankara. Selbst Regierungskreise in der Türkei reagieren allmählich müffig, weil sie von stinkreaktionären Richtern immer wieder vorgeführt werden. Freilich, was diese Kujonierung Pamuks mit Meinungsfreiheit zu tun haben soll, bleibt ein Geheimnis.

Lothar Müller hat es geschafft, mit Herta Müller ein Interview zu machen.

Alexander Kissler rezensiert Harry Nutts Mein schwacher Wille geschehe (Campus).

Und auch hier: „Liz über alles“.

Neue Zürcher Zeitung

Auch hier ist Herta Müller das Thema: „Das Alphabet der Angst“ heißts im Titel. Andrea Köhler ist glücklich mit der Wahl und hebt auch ihre überragenden Essays hervor: Ihre „Sätze balancieren auf Messers Schneide. Rechts und links ein Abgrund, mehr: ein Sog. Aber hier, auf der blanken Klinge, genau die richtigen Bilder. Bilder, in denen die Angst vibriert und jeden falschen Ton untergräbt – Acker und Spitze, Tauen und Frieren zugleich.“, schreibt Köhler.

„Black Box Gehirn“: Dorothea Dieckmanns Roman Termini ist ein rasanter Abgesang auf die deutsche Nachkriegsliteratur.

Jörg Fauser als Journalist findet sich in Band 8 der Gesamtausgabe, die beim Alexander Verlag erscheint (Hg.: Alexander Wewerka). Titel: Der Strand der Städte. Gesammelte journalistische Arbeiten 1959–1987. Mit einem Vorwort von Matthias Penzel und einem Gespräch mit Werner Mathes.

„Die Wohlgesinnte“, gemeint ist die australische Schriftstellerin Helen Garner, die in Das Zimmer (Berlin Verlag) die Grenzen der Güte getestet hat.

Anotiert wird:
Sybille Ebert-Schifferer: Caravaggio, C.-H.-Beck-Verlag

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