Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und warum Michael Krüger der Arzt der Literatur ist und mit Literaturbeilage der FR

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

„Für Milton“ schreibt Arno Widmann heute den Aufmacher im Feuilleton und zitiert dabei ein Gedicht von Ann Cotten, das zusammen mit anderen in Fremdwörterbuchsonette bei Suhrkamp erschienen ist und den englischen Literaten und Aktivisten John Milton im 17. Jahrhundert huldigt.

Gemeldet wird, dass Typograf Gerhard Lange im Alter von 87 Jahren gestorben ist. Ihm verdanken wir fast 100 Originalschrifttypen.

Ina Hartwig gratuliert zum 65. Geburtstag von Michael Krüger. Sie beruhigt uns, wir müssen nicht auf ihn verzichten, er mache weiter auf unbestimmte Zeit. Ansonsten kapituliere sie vor seiner unglaublichen Mischung aus Charme und Souveränität.

„Flachs zum Herteln“: Der Bildband Die verschwundene Arbeit dokumentiert bei Parthas Berufe, die es nicht mehr gibt.

Und in der Literatur Rundschau werden Auf 16 Seiten viele, viele interessante Bücher aus den Bereichen Literatur, Sach- Kinder- und Jugendbuch besprochen (Auszug):

Belletristik

Raymond Federmann: Pssst! Geschichte einer Kindheit, Weidle
Gunther Geltinger: Mensch Engel, Schöffling
Nico Bleutge: fallstreifen C.H.Beck
Adolf Endler: Nächtlicher Besuch in seine Schranken gewiesen, Wallstein
Ahron Applefeld: Blumen der Finsternis, Rowohlt
Alan Bennett: Die souveräne Leserin} Wagenbach
Dieter M. Gräf: Buch vier Frankfurter Verlagsanstalt
Gustave Flaubert: Leben und Werke des Paters Cruchard Friedenauer Presse
Rafael Chribes: Krematorium Kunstmann

Sachbuch

Natalie Zemon Davis: Leo Africanus Wagenbach
Tony Horwitz: Es war nicht Columbus} marebuch
Sighard Neckel: Flucht nach vorn Campus
Martina Löw: Soziologie der Städte Suhrkamp
Alexander Garcia Düttmann: Derrida und ich transcipt
Ilse Weber: Wann wohl das Leid ein Ende hat Hanser
Sudhir Venkatesh: Underground Economy Econ
Gerd Scobel: Weisheit DuMont
Terry Eagleton: Der sinn des Lebens Ullstein

Kinder- und Jugendbuch

Rudyard Kipling: Die Dschungelbücher, Boje
Paula Fox: Ein Dorf am Meer, Boje
Schrag/Wagener: Alles übers Essen, Sauerländer
Caudry/Gauthier: Max macht einen Ausflug, Carlsen
Karla Schneider: Großvater und ich, dtv, Hanser
Iwamura/Pflock, Die Schlittenfahrt, NordSüd
Hornung, Nielsen, Ebers u.a. : Wissenswertes über Philosophen, Sterne und Forscher, div. Verlage

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Unter „Futsch ist Futsch“ wird angemerkt, dass die Preissumme bei den nächsten Nobelpreisverleihungen deutlich sinken könnte. Denn auch die Kinder von Alfred Nobel haben sich verspekuliert, weil sie nicht auf den Alten gehört haben. Der hatte in seinem Testament wohlweislich bestimmt, dass die Summe nur in sicheren Wertpapieren angelegt werden dürfe. Die Jungen haben dies offensichtlich missachtet, mit dem Totschlagargument, dass sich die Zeiten nun einmal geändert hätten. Nun könnte es dem nächsten Literaturnobelpreisträger so gehen wie Knut Hamsun 1920, der gerade einmal 134100 Kronen erhielt, das war gemessen an der Kaufkraft gerade einmal 28 Prozent der ursprünglichen Summe von 1901.

Konkret wird noch einmal die Nobelpreisrede von Jean-Marie le Clézio reflektiert, die dieser bereits am Sonntag in Stockholm gehalten hat. Darin hätte er sich an Dinge gehalten, die der Literaturbetrieb bereits gern als Allgemeinplätze abtut oder Fragen beantwortet, die keiner mehr fragt. Warum er schreibe zum Beispiel und warum der Kampf gegen Analphabetismus gemeinsam geführt werden muss.

„Grau sind alle seine Kittel“: Hanser-Verleger und Autor Michael Krüger bringe rund um die Uhr alle Welträtsel zur Sprache und sei in seinen Gedichten und gehaltenen wie unterdrückten Reden der beste Arzt der Literatur, meint Felicitas von Lovenberg nach der Lektüre dreier Bücher:
Reden und Entwürfe (Insel),
Schritte, Schatten Tage, Grenzen. Gedichte 1976-2008 (S. Fischer) und
Literatur als Lebensmittel, Verlag Sanssouci

Süddeutsche Zeitung

„Der Mann, der alles kann“: Gemeint ist Hanser.Verleger Michael Krüger. Eine Verbeugung zu seinem 65. Geburtstag.

„Für Elvira“, ein Bericht über die Nobelpreisrede von Jean-Marie Gustave Le Clézio, den „unvorhergesehenen“ Preisträger, die dem Preis eine ernste und glaubhafte Referenz erweist.

Willi Winkler schreibt über den vor 400 Jahren geborenen John Milton, den „Geburtshelfer der Demokratie“ und sein Werk Paradise Lost

Gianni Celati lässt mit Was für ein Leben! Episoden aus dem Alltag der Italiener einen „Hauch von Mütterlichkeit und Domina-Peitsche“ über die Alpen wehen. Erschienen bei Wagenbach.

„Das Dasein im Gehäuse“: Guy van Kerckeren, Hans-Ulrich Lessing und Axel Ossenkop setzen ihre Dokumentation über den Begründer der Hermeneutik Wilhelm Dilthey. Leben und Werk in Bildern, Karl Alber Verlag, in aktuelle Bezüge.

Neue Zürcher Zeitung

„Flugbahn ins Nichts“: In dem Buch Beleuchtete Höhle, das Sanatoriumstagebuch des rumänischen Schriftstellers M. Blecher dränge sich der tod so nahe an den Leser ran, dass einem schwindele, hat Andreas Breitenstein bei der Lektüre erfahren.

In der NZZ wird die Nobelpreisrede von Le Clézio von Autor Bora Cosic kommentiert, der berichtet wie er auf dem Balkan dem französischen Autor vor vierzig Jahren bereits begegnet ist und dann ziemlich abschweift.

„Aus mit der Maus“ Max Blaeulichs Roman Stackler (Reisdenz) sei eine Satire auf den Austrofaschismus.

„Die Kindfrau“, so schildere Gabrielle Alioth in ihrem historischen Roman Die Braut aus Byzanz, indem sie nur einen Zeitraum von zwei Jahren streife, komt es dem Leser vor als hätte er eine ganze Epoche durchgemacht.

„Harmlose Moralhistörchen“, so empfindet Sieglinde Geisel den Nachtrag zu Harry Potter in dem Buch Die Märchen von Beedle dem Barden (Carlsen). Und allein die Kommentare von Figur Albus Dumbledore brächten mehr Witz und Einfälle in die Geschichten als die Märchen selbst.

Die Welt

Auch hier findet sich im Feuilleton ein Kommentar zu Le Clézios Nobelpreis-Rede.

Außerdem wichtig für Fans von Stephenie Meyer: Nachdem der erste Teil der Buchreihe von Regisseurin Catherine Hardwicke gedreht wurde, wird der zweite Teil bereits von einem anderen Regisseur übernommen. Von wem, scheint noch nicht festzustehen. Hardwicke wollte angeblich mehr Zeit für die Entwicklung des Films, das Studio möchte aber schon Ende 2009 den zweiten Film in die Kinos bringen.

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