Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und welche Autoren kommen aus Lateinamerika nach?

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

Sylvia Staude interviewt David Peace – der erste Teil seiner Tokio-Trilogie Tokio im Jahr Null ist bei Liebeskind erschienen.

Annotationen
Daniela Hammer-Tugendhat Das Sichtbare und das Unsichtbare (Böhlau) und Martin Baltscheit, Jasmin Behringer Ich und die Kanzlerin (Boje).

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Petra Gehring über Michel Foucault: Die Regierung des Selbst und der anderen (Suhrkamp und Der Mut zur Wahrheit (Suhrkamp)

„Lob der Kompensation“: Ursula Nuber Lass die Kindheit hinter dir (Campus)

Annotationen
Geert Keil] Willensfreiheit und Determinismus (Reclam) und Ideengeschichte der Bildwissenschaft (Suhrkamp).

Die Welt

Nix für uns.

Süddeutsche Zeitung

Alain Claude Sulzer erhält den Hermann Hesse Preis, der mit 15.000 Euro dotiert ist, für seinen Roman Privatstunden, Christoph Fricker bekommt immerhin noch 5.000 Euro mit dem Förderpreis für den Gedichtband Das schöne Auge des Betrachters.

„Unsere frühe Neuzeit“ sei in Volker Meids „eindrucksvoller Literaturgeschichte des Barock“ bei C.H.Beck nachzulesen. Titel: Die deutsche Literatur im Zeitalter des Barock.

„Keine Kinder, keine Musik“ und „Psychologie gibt’s auch nicht, so Ulrich Baron über Richard Starks Krimi Das große Gold bei Zsolnay.

Erinnert wird an die „Streitsache Teufel gegen Menschheit“, denn vor 500 Jahren erschien der Laienspiegel von Ulrich Tengler, eine Art Ratgeber Recht der frühen Neuzeit.

Neue Zürcher Zeitung

„Drei Schlachten müssen sie noch gewinnen“: 200 Jahre nach der Unabhängigkeit von Spanien löst sich eine neue lateinamerikanische Schriftstellergeneration von den alten Mythen. Der Peruaner Santiago Roncagliolo winkt bei Begriffen wie „Neue Generation“ oder „Neuer Boom“ ab. Viele der Angehörigen dieser Blog-Generation pflegen eine Ich-Literatur, die unbeeinflusst von der politischen Geschichte ihres Landes entsteht und kaum mehr auf kulturelle Wurzeln verweist. Die Autoren verarbeiten ihre von Globalisierung und Internet geprägte Realität und geben damit ein vielfältiges Bild heutiger Befindlichkeit. „Heute kann man nicht mehr von einer lateinamerikanischen Literatur sprechen. Eine solche Identität wäre künstlich. Wer immer einen neuen Boom herbeizubeschwören versucht – er soll ihn lieber wieder vergessen.“

„Migration als Heimat“: Zahlreich seien unter den deutschsprachigen Schriftstellern die Migranten, und gerade erhielt mit Herta Müller eine Exilrumänin den Literaturnobelpreis, schreibt Ilja Trojanow heute morgen und weiter: „Sie stellen keine exotische Randgruppe in der deutschen Literatur dar, vielmehr wächst sie mit ihnen ins Weltliterarische hinein.“

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