Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und werden „Shorts“ der neue Häppchen-Hit?

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Ein Jahr nach dem verheerenden Archiv-Einsturz in Köln kriegt man dort eine Ahnung, dass es Pfusch am Bau gewesen sein könnte. Geklautes Material, gefakte Pläne, und keinem ist was aufgefallen – mal sehen, wer letztendlich den Sündenbock abgibt. Wer nicht, dürfte jetzt schon klar sein.

Frankfurter Rundschau

Alles geht dahin: in London sollen die Abbey Road Studios verkauft werden, in Hamburg ist man so pietätvoll, auf das „Auslaufen der Nutzungsrechte“ des Grabes von Wolfgang Borchert hinzuweisen.

Und mehr heute auch nicht.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Harald Hartung rezensiert Die Gedichte des 2003 verstorbenen Rainer Malkowski (Wallstein).

Neue Sachbücher
Detlef H. Rost Intelligenz (Beltz).

Philip Jodidio Hadid (Taschen).

Ist ein Nachfolger für Harry Potter in Sicht? Der Texaner Rick Riordan zumindest sorgt in Deutschland mit seiner Percy-Jackson-Serie für Aufsehen (Carlsen).

Wer keine Zeit oder Lust hat, ein Buch ganz zu lesen, greife auf die sog. „Shorts“ zurück, die FT Press ab 1,59 Dollar für den Kindle anbietet. Passt irgendwie zusammen.

Die Welt

Wir hatten gehofft, das Thema wäre durch, aber nein: Uwe Wittstock über Helene Hegemann]. Und er meint, auch Literaturkritiker hätten das Recht zu irren. Das hat ihnen ja keiner bestritten. Wenn es nur mal einer von den Herrschaften einsehen würde…

Ruth Rendell wird heute 80.

Süddeutsche Zeitung

Burkhard Müller rezensiert Christian Lindners Heinrich-Böll-Biographie Das Schwirren des heranfliegenden Pfeils (Matthes & Seitz).

„Ein Kammerspiel des Plagiats“: Lothar Müller über David Albaharis Ludwig (Eichborn). Und ehe alle Schnelleser jetzt über ihn herfallen: Nein, Albahari hat nicht gehegemannt. Der kann selbst schreiben.

Manfred Lütz quält sich und uns durch Psychiatrie“: Werner Bartens über das Buch Irre – Wir behandeln die Falschen, unser Problem sind die Normalen: „Die 190 Seiten sind nur schwer zu ertragen.“

Neue Zürcher Zeitung

Von 1927 bis 1933 war Thomas Mann Mitglied des städtischen Literaturbeirats. Protokolle und Briefe der Arbeit des Beirats sind im Stadtarchiv München aufgetaucht, inklusive acht Briefen Manns. Dirk Heisserer hat die Briefe eingesehen, die auch in Band 8 der Thomas-Mann-Schriftenreihe (S. Fischer) erscheinen wird.

In FDR`s Deadly Secret behaupten Steven Lomazow und Eric Fettmann, Roosevelt habe seit 1940 an Krebs litt, was er wegen des Kriegs verheimlichte.

Die Habilitation der Historikerin Anne-Charlotte Trepp Von der Glückseligkeit, alles zu wissen. Die Erforschung der Natur als religiöse Praxis in der frühen Neuzeit, Campus, ist materialreich, aber etwas „spröde im Duktus“, findet Daniel Jütte. Einige Fragen blieben auch offen, moniert er.

„Originelle Perspektiven“, „viel Geschick beim Aufbau seiner seelischen Versuchsanordnungen“, „Walter Grond passt seine Sprache dem poetischen Pathos des Elends an.“ Rezensent Franz Haase scheint angetan von Der gelbe Diwan (Haymon).

Paul U. Unschuld „wagt sich in Domänen der Geschichtsphilosophie, der Ethik und der Politik vor“, meint Ole Döring nach der Lektüre von Ware Gesundheit. Das Ende der klassischen Medizin, Beck.

Ludwig Daniel Jassoy: Man muss erstlich wissen, was man will, ehe man thun kann, was man soll. Aphorismen und Glossen aus „Welt und Zeit“ (1815-1828), ausgewählt von Dirk Sangmeister, Verlag Lumpeter & Lasel.

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