Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und wo blieben die Gelder für die Förderung von Übersetzungen aus dem Chinesischen?

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

Unter „Türen zu blühenden Landschaften“ geht es über die Vorstellung des chinesischen Programms auf der kommenden Frankfurter Buchmesse. Fazit: Es werden Männer und Frauen kommen, junge mittelalte und alte in der Zahl zwischen 1000 und 2000. Auch ansonsten war die Präsentation reichlich politikfrei. 500.000 Euro Übersetzungsförderung habe es für chinesische Werke gegeben, dafür sei erstaunlich wenig herausgekommen, meint Christoph Schröder.

Unter „Der Pakt“ geht es um Klaus Gietingers Buch Der Konterrevolutionär. Waldemar Pabst, der seine Karriere befördern wollte, in dem er Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht ermorden ließ (Edition Nautilus).

Frankfurter Allgemeine

„Die Wirtschaft als Kleptokratie“, das klingt, als sei es von Peter Sloterdijk, und es ist ja auch von ihm. Und so schön geht es weiter in seinem Feuilleton-Aufmacher heute: „Linke Ideologie definiert Eigentum als Diebstahl. Der größte Nehmer ist aber der moderne Steuerstaat… und niemand ruft zum fiskalischen Bürgerkrieg auf“. Hübsche Vorstellung…

Dieter Wellershof war – man möchte schreiben – auch in der NSDAP. Das hat jetzt die ZEIT herausgefunden. Wellershof kann sich an an nichts erinnern. Haben wir das nicht schon mal gehört?

Petra Gehring rezensiert Waltraud Poschs Projekt Körper (Campus) und illustriert mit einem Foto von Schwarzenegger und der sog. Miss International Iris Kyle – Leute, und das vor dem Frühstück!

Als ich ein Kunstwerk war heißt der neue Roman von Eric-Emmanuel Schmitt bei AmmannJoseph Hanimann rezensiert.

Annotationen
Paul Veyne Foucoult (Reclam) und Sprache, Lüge und Moral (Suhrkamp).

Wolfgang Schneider war bei der Werkstattschau zum Döblinpreis [mehr…] – so spannend war es, schreibt Schneider, dass Grass sogar vergaß, an seiner Pfeife zu suckeln.

Süddeutsche Zeitung

Ursula Priess und ihr Vater Max Frisch: In Sturz durch alle Spiegel hat sie bei Ammann eine „Bestandsaufnahe“ vorgenommen. Lothar Müller rezensiert.

„Kampf mit der Zensur: Ein Besuch bei Literaten in Teheran“: Mehr und mehr Autoren umgehen die Zensur, indem sie ihre Bücher privat herausgeben.

Knut Hamsuns Roman Pan ist von Ingeborg und Aldo Keel neu übersetzt worden (Manesse).

Neue Zürcher Zeitung

In seinen Suhrkamp-Büchern Ortskunde und Mischwald übt sich Thomas Kapielski als „Geosoph“, heißt es unter „Vom Hiersein im Dasein“.

Ein „Sittenstrenger Hirte“ muss von Ferne mitfeiern: Jean Calvin bleibt auch im Jahr seines fünfhundertsten Geburtstags ein umstrittener Reformator, stellt Caroline Schnyder fest und hat eine Reihe Bücher unter die Lupe genommen.
> Volker Reinhardt: Die Tyrannei der Tugend. Calvin und die Reformation in Genf, C. H. Beck
> Christoph Strohm: Johannes Calvin. Leben und Werk des Reformators, C.H.Beck.
> Peter Opitz: Leben und Werk Johannes Calvins, Vandenhoeck & Ruprecht
> Martin Ernst Hirzel, Martin Sallmann (Hrsg.): 1509 – Johannes Calvin – 2009. Sein Wirken in Kirche und Gesellschaft, Theologischer Verlag Zürich

„Aus eins mach zwei“: Davon träumen nicht so manche Pleitiers dieser Tage, sondern Harald Haarmann zeigt uns die Faszination der Zahlen in Weltgeschichte der Zahlen bei C. H. Beck.

Um „Geister einer gefälschten Vergangenheit“ geht es in Joseph O’Connors Roman Wo die Helden schlafen bei S. Fischer.

Kurz besprochen wird unter:
„Unbehaustheit, lyrisch“: Maruša Krese: Heute nicht. / Danes ne. Gedichte. Pesmi, Drava-Verlag.

Die Welt

Keine Bücher, keine Autoren …

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