Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – viel Fußball und ein kurzer Besuch in der Villa S. Fischer

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

„Im Gewimmel der Evolution“: Jens Harders Comic Alpha – Directions (Carlsen) feiert die Wildheit der Schöpfung.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Erstmals seit Jahrzehnten ist die Villa von Samuel Fischer im Berliner Grunewaldviertel wieder geöffnet worden. Für ein paar Stunden durften geladene Gäste das Haus besuchen. Es wurde vereinbart, dass der Verlag in Zukunft dort exklusive Veranstaltungen stattfinden lassen darf. Fischer starb ein Jahr nach der Machtergreifung Hitlers. Nach der Emigration der Witwe Hedwig Fischer hatte Richard Strauss das Haus erworben.

Ein kritisch distanzierter Blick auf die Pressekonferenz in Berlin mit Henning Mankell nach seiner Gaza-Tour.

Heute mit Kinder- und Jugendbüchern
„Dorothys Haar? Schwarz wie die gefiederten Affen“: L. Frank Baums Zauberer von Oz ist ein eher mäßiges Buch, aber eine Fundgrube für Illustratoren. Auch Lisbeth Zwerger hat sich seiner nun im NordSüd Verlag angenommen.

„Liebessehnsuchtsgeschichte mit Epilog“: Zwei Jugendbücher erzählen aus Südafrika:
> Lutz van Dijk: Romeo und Jabulile, Peter Hammer
> Linzi Glass: Im Jahr des Honigkuckucks, Hanser

Unter der Rubrik neue Sachbücher geht es um die Frage „wo Balthus auf den Geschmack der Malerei kam“. Sohn Peter Spiro hat Erinnerungen an seinen Vater den Maler Eugen Spiro unter dem Titel Nur uns gibt es nicht wieder. Erinnerungen bei EditionMemoria zusammengestellt.

„Klimpere nie, spiele die Botschaft“, steht über einem Bericht zu Robert Schumanns Kindersszenen. Dazu gibt es den Faksimile Band Blumenbuch für Robert bei Stroemfeld.

Unter die „Die Lungen der Verliebten“ stellt Marcel Reich-Ranicki Theodor Kramers Liebesgedichte vor, die unter Lass still bei dir mich liegen bei Zsolnay erschienen sind.

„Der Mann, der dann doch wusste, was er tut“ ist Denis Hoopper, seine Fotografien bringt Taschen unter Photographs 1961-1967.

„Da wird der Bär in der Pfanne verrückt“: John Irvings neuer Roman Letzte Nacht in Twisted River (Diogenes) ist sein politischster – leider, so Martin Halter.

„Für meines Autors Gleichung gibt es viele Lösungen“: Benjamin Steins Roman Die Leinwand erzählt die Geschichte einer Verwandlung von zwei Enden her und treibt mit dem Leser ein tolles Spiel (C.H.Beck).

Süddeutsche Zeitung

Noch einmal Henning Mankel zu Gaza: „Wenn das Haus brennt, fragt man nicht, woher das Wasser kommt.“

„Grimasse in Beton“: Schwer witzig ist Thomas Gsellas Blau unter Schwarzen bei Dumont.

„Der Ton der Straße verhallt über dem Ozean“: Auf Deutsch ist Richard Prices Cash immer noch ein ausgezeichneter Kriminalroman – aber mehr nicht.

Die Welt

„Er konnte nicht davonkommen“: Norman Manea hat mit Pau Celans längjährigster Geliebter Ilana Shmueli in Czernowitz gesprochen.

„Tanz auf dem Vulkan“: Harry Graf Kessler zeigt sich in seinem Tagebuch, dessen neunter Band nun bei Klett Cotta erscheint, als sensibler Chronist der Machtergreifung.

„Leben in den Gipsjahren“: Eshkol Nevo guckt Fußball und zeichnet in Wir haben noch das ganze Leben (dtv) ein Bild der israelischen Gesellschaft.

„Polen unter dem Mikroskop“: Frühe meisterhafte Reportagen von Ryszard Kapuscinski finden sich in Paradies für Ethnographen bei Eichborn.

Unter „Klitsche wird Klassiker“ geht es um das von Miuccia Prada herausgegebene Prada. bei Collection Rolf Heyne.

„Ein Herbst ohne Ernte“: Der Finne Robert Asbacka erzählt in Das zerbrechliche Leben (Hanser) von ebensolchem.

„Stalins Steigbügelhalter in Deutschland“ sei in Wirklichkeit das Deutsche Reich gewesen, so Bogdan Musial in seinem Buch Stalins Beutezug, das bei Propyläen erschien.

„Marx hatte Glück mit Grenzern“: Andreas Labes, Hundert Jahre Leben, DVA

„Island am Abgrund“: Einar Már Gudmundsson zeigt Wie man ein Land in den Abgrund führt (Hanser) und will sein Land retten.

Annotiert wird:
Betina Gonzáles: Nach allen Regeln der Kunst, Hoffmann & Campe
Patricia Duncker: Der Komponist und seine Richterin, Berlin
Ken Bruen: Jack Taylor liegt falsch, Atrium
Mark Lehmstedt: Art Tatum, Lehmstedt
Klaus Kreuzeder: Glück gehabt, LangenMüller
Thomas Kraft: Beatlemania, LangenMüller

„Ein Himmel wie nach einer Sintflut“: Fotos von Michael Politza & Freinds, South Africa bei teNeues.

Unter „Und wir werden doch Weltmeister“ finden sich die Fußballbücher fürs Fenster:
> Christian Ewers, Ich werde rennen wie ein Schwarzer, um zu leben wie ein Weißer, Gütersloher
> Jens Lehmann mit Christof Siemens: Der Wahnsinn liegt auf dem Platz, Kiepenheuer&Witsch
> Stefan Mayr, u.a.]: Grätscher, Terrier, Wasserträger, Eichborn
> Eduardo Sacheri: Die Hand Gottes und andere Tangos, Berlin
> Metin Tolan: So werden wir Weltmeister, Piper
> Arnd Zeigler: Keiner verliert ungern, Humboldt

Kommentare (0)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.