Heute in den Feuilletons / Roches „Feuchtgebiete“ kommt in Halle auf die Bühne

UMGEBLÄTTERT
Heute in den Feuilletons – Roches „Feuchtgebiete“ kommt in Halle auf die Bühne
Nachrufe auf Janwillem van de Wetering, der heute vor einer Woche starb, in allen Blättern [mehr…]

Frankfurter Rundschau

Arno Widman hat Christa Wolf interviewt. Nicht zu dem Gerücht, sie kandidiere für das Amt des Bundespräsidenten [mehr…], sondern über den „Prager Frühling“ und die Rolle der 68er.

Autorin Hanna Krall erhält den mit 12.500,- € dotierten Ricarda-Huch-Preis der Stadt Darmstadt.

Sven Hanuschek rezensiert Franz Baermann Steiners „Zivilisation und Gefahr“ (Wallstein), und Arno Widmann hat sich „Le génocide voilé – enquête historique“ (Gallimard) für die des Französischen Mächtigen der FR angesehen. Das Thema freilich – die Geschichte des Sklaverei – würde es mehr als rechtfertigen, fände sich ein Verlag für eine deutsche Übersetzung bereit.

Zum 80. Geburtstag von Günter Grass wurde die Idee geboren, ihm in Danzig ein Museum zu stiften. Dann kam mit „Beim Häuten der Zwiebel“ die SS-Diskussion in Gang, und nun wird aus dem Museum eine Galerie. Knut Krohn berichtet.

Auf S. 45: die zehn bestverkauften Kinderbücher der Woche bei Hugendubel: auf Platz 1 ist Stephanie Meyer mit „Bis(s) zum Morgengrauen“.

Charlotte Roches Roman „Feuchtgebiete“ (DuMont) kommt auf die Bühne. Und zwar im Neuen Theater in Halle, gegründet zu DDR-Zeiten von Peter Sodann.

… und in der Rhein-Main-Beilage ein Porträt des Autors Peter Zingler von Claus-Jürgen Göpfert.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Bertelsmann und Sony haben im Rechtsstreit um die Genehmigung der Fusion ihrer Tonträgersparten zu Sony-BMG einen vorläufigen Sieg errungen. Der Europäische Gerichtshof hat gestern ein Urteil des Europäischen Gerichts Erster Instanz aufgehoben.

Salman Rushdies Roman „Mitternachtskinder“, bereits 1981 mit dem Booker-Preis ausgezeichnet, ist jetzt in einer Sonderauszeichnung zur Feier des vierzigjährigen Bestehen des Booker-Preises als bestes Buch unter den bisherigen Siegern erkoren worden.

Jürgen Kaube berichtet über die am Sonnabend stattfindende Vorstandswahl der Deutschen Schillergesellschaft, die auch das Geschick des Marbacher Literaturarchivs bestimmt.

Ole Könneke erhält den Kinderbuchpreis des Landes NRW.

Martin Halter rezensiert Katharina Hagena „Der Geschmack von Apfelkernen“ (KiWi): „Ihr erster Roman ist rund, knackig und rotbackig wie ein Apfel, aber ohne Wurm und jenen Schuß Bittermandel, der den Marzipangeschmack von Apfelkernen krönen soll. Kitsch ist es nicht direkt, aber ein bißchen süßlich schmeckt es schon.“

Weitere Rezensionen:

Anja Hirsch über Vendela Vida „Weil ich zu spät kam“ (btb), annotiert werden Kerstin Hensel „Alle Wetter“ (Luchterhand) und Christian Zehnder „Gustavs Traum“ (Ammann).

Robert Jütte über die Anthologie „Menschenversuche“ (Suhrkamp), Alexandra Kemmerer über Martha C. Nußbaum „Liberty of Conscience“ (Basis Books) und Ellen Kohlhaas über Ingo Hardens und Gregor Willmes „PianistenProfile“ (Bärenreiter).

Die Welt

Hendrik Werner berichtet über ein Geheimarchiv mit deutschen Büchern im Kaukasus. In Tiflis (Georgien) hat ein Team des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) mehrere tausend, teils sehr alte Bücher aus Deutschland von zum Teil unschätzbarem Wert entdeckt. Seit 1986 soll sich das Konvolut, das von der Roten Armee 1945 aus Halle und anderen Städten Mitteldeutschlands nach Leningrad verschleppt wurde, in dem Gebäude befinden. Weiterlesen

Eckhard Fuhr berichtet über eine arte-Aktion: Welcher Autor schrieb die besten Theaterstücke? Im September lässt der Sender die Zuschauer entscheiden: Weiterlesen

Süddeutsche Zeitung

Lothar Müller über die gestern vermeldete Revision des „Esra“-Urteils: Weiterlesen

Ijoma Mangold rezensiert J.M. Coetzees „Tagebuch eines schlimmen Jahres“ (S. Fischer): „Er hat den Roman auseinander genommen bis auf sein Skelett, alles, was an ihm romantisch oder romanhaft ist, weggeschnitten und die Gattung auf Diät gesetzt…“

Groß im Bild Roger Melis’ phantastischer Band „Künstlerporträts. Fotografie 1962-2002“ (Lehmstedt) – da auch im BuchMarkt bereits zum Lieblingsbuch gekürt, sei hier noch einmal eindrücklich darauf verwiesen.

Carlos Widmann schreibt über Werner Biermanns „Der Traum meines ganzen Lebens. Humboldts amerikanische Reise“ (Rowohlt).

Und ob Frau Bruni im Opener-Foto zum Feuilleton die Klampfe wirklich richtig hält, möge sie mit ihrem Gitarrenlehrer abmachen. Rezensent Alex Rühle zeigt sich nicht so recht begeistert: „Das Interessanteste an dem Album ist sein Titel.“

Kommentare (0)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.