Heute in den Feuilletons – u.a. zum Club-Verkauf von Bertelsmann: Bleiben die deutschen Clubs beim Konzern?

Frankfurter Rundschau

Der diesjährige Radio Bremen Krimipreis geht an Gianrico Carofiglio – der Autor ist im Hauptberuf Staatsanwalt und Berater der staatlichen Anti-Mafia-Kommission.

Auf Platz Eins der meistverkauften Belletristik-Titel der Woche (deutschlandweit) bleibt Charlotte Roche mit „Feuchtgebiete“.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Die 2000 privatisierte Bundesdruckerei geht mit 25,1 Prozent wieder in Staatsbesitz über. Der Verkauf ist mangels Interessenten gescheitert.

Nach Abwanderung der größten europäischen Computerspielemesse von Leipzig nach Köln will die Leipziger Messegesellschaft ihre Leistungsschau „Games Convention“ im Ausland abhalten. Moskau, Vancouver oder Sao Paulo seien derzeit als Orte im Gespräch, hat die FAZ erfahren.

Gisa Funk hat J.M. Coetzees „Tagebuch eines schlimmen Jahres“ (S. Fischer) gelesen, Stefan Gnam bespricht Gesine Junker „Urbanismus auf Chinesisch. Öffentlicher Raum und multifunktionale Architektur in Shanghai“ (Verlag Dorothea Rohn); annotiert werden Günter Zehm „War Platon in Asien“ (Edition Antaios) und Gesine Baur „Freuds Wien“ (C.H. Beck).

Jacqueline Hénard interviewt den algerischen Autor Boualem Sansal – der bislang fünf Bücher auf Deutsch veröffentlicht hat.

Die Welt

Hendrik Werner macht sich für die Übersetzer stark: „Eine gute Entlohnung gerade solcher Neuschöpfungen sollte im deutschen Literaturbetrieb selbstverständlich sein.“

Ulrich Baron rezensiert „Le génocide voilé » (Gallimard), ein Buch, das dokumentiert, wie der muslimische Sklavenhandel Afrika ruinierte und 17 Millionen Opfer forderte.

Wenig Neues findet Sven Felix Kellergoff in Rochus Mischs „Der letzte Zeuge“ (Pendo) – noch ein Titel über die letzten Stunden mit Hitler im „Führerbunker“: „Dem nun wirklich letzten bekannten Augenzeugen des ‚Untergangs’ Hitlers wächst durch sein langes Leben eine Bedeutung zu, die er nie gehabt hat.“

Als Buchtipp gibt es Harald Haarmann „Geschichte der Sintflut“ (C.H. Beck).

Süddeutsche Zeitung

Lothar Müller rezensiert den bei Wallstein erschienenen „Briefwechsel“ von Johann Heinrich Merck: „In einer großen, mustergültigen Edition sind alle bis dato bekannten Briefe von und an Merck – es sind etwas mehr als tausend – zusammengetragen worden.“

Weitere Rezensionen: Meike Fessmann über Catalin Dorian Florescu „Zaira“ (C.H. Beck), Olaf Bartels über Georg und Dorothea Franck „Architektonische Qualität“ (Hanser), Christoph Haas über Pedro Almodóvar „Filmkonzepte“ (Edition Text + Kritik), Jean-Michel Berg über Cornelius Medvei „Mr Thundermug“ (C.H. Beck).

Groß im Wirtschaftsteil: Der Flop um den Verkauf der Bundesdruckerei: Steinbrück und Schäuble haben den Verkauf des Herstellers von Pässen, Banknoten und Ausweisen erst einmal abgeblasen – die Gebote waren zu niedrig.

Buchclubverkauf durch Bertelsmann

Es wird ernst mit dem Buchclub-Verkauf von Bertelsmann: der FTD liegt ein Schreiben von Hartmut Ostrowski vor, dem zu entnehmen ist, dass der Verkauf in Australien, Großbritannien, Neuseeland, den Niederlanden, Polen, Russland, Tschechien, der Slowakei und der Ukraine eingeleitet ist. Frankreich und Südeuropa (Italien, Spanien, Portugal) hingegen sollen bei Bertelsmann bleiben. Wie das Blatt (das Bertelsmann gehört) erfahren hat, sollen die deutschen Clubs bei Bertelsmann bleiben – es werde jedoch keine weiteren Investitionen in das Geschäft geben.

Siehe dazu auch SPIEGEL-Online: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,566089,00.html

Kommentare (0)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.