Bücher und Autoren in der ZEIT und im FREITAG

Hier finden Sie die Bücher, die in der ZEIT und im Freitag besprochen werden. Damit Sie heute schon wissen, wonach der Kunde morgen fragt, was sie auslegen und vielleicht noch schnell bestellen sollten.

Die Zeit

Die Liberalität des Spätburgunders: Ein Besuch bei Karl-Heinz Ott im Breisgau, der in seinem neuen Roman Die Auferstehung auf eine Zeit zurückschaut, als man noch an Weltanschauung als Erlösung glaubte 

Karl-Heinz Ott: Die Auferstehung (Hanser)

Bin das ich, oder ist das sie? Zu ihren Lebzeiten ging Dorothy Bakers Roman Zwei Schwestern von 1962 unter. Doch jetzt können wir dieses fulminante Werk über Nähe und Fremdheit zweier Zwillings-schwestern in einer deutschen Übersetzung neu entdecken.

Dorothy Baker: Zwei Schwestern (dtv)

Plötzlich führt Karl May Regie: In seinem Roman Die Hottentottenwerft erzählt Ludwig Fels von der stumpfen Gewalt des deutschen Kolonialismus.

Ludwig Fels: Die Hottentottenwerft (Jung und Jung)

Der Zweizeiler als Idealform: Ein Künstlerroman ohne Plot: Stefanie Sargnagel kombiniert in Fitness auf geniale Art Ekelfeminismus mit Größenwahn. 

Stefanie Sargnagel: Fitness (rde Verlag)

Dessous in Übergrößen: Henning Ahrens spielt in seinem fulminanten Roman Glantz und Gloria mit dem Mythos des deutschen Märchens und trifft dabei die Gegenwart

Henning Ahrens: Glantz und Gloria (S. Fischer)

Wo sind nur die Birken hin? Eine russische Allegorie: Josh Weils Roman Das gläserne Meer betreibt mit vielen schönen Worten eine eher übersichtliche Kapitalismuskritik

Josh Weil: Das gläserne Meer (DuMont)

Der Schatten des Verrats: In Kolkata aufgewachsen, führt die Inderin Shumona Sinha heute das Leben einer Pariser Dichterin. Erschlagt die Armen!, ein Roman über ihre Erfahrungen in der französischen Asylbehörde, gehört zum Ehrlichsten, was man zurzeit über die Einwanderung nach Europa lesen kann 

Shumona Sinha: Erschlagt die Armen! (Edition Nautilus)

Immer dieses Mittelmaß! Ihr seid alle Herdentiere, nur ich nicht – dies ist der Sound aller Romane des Autors Einzlkind: Billy ist eine weitere Variation.

Einzlkind: Billy (Suhrkamp/Insel)

Auf Rezept berauscht: Jedem Leben ist sein Leidensmuster vorgegeben: Donald Antrim seziert mit exzellenten Storys die Mittelschicht und seine eigene Rolle als Autor

Donald Antrim: Das smaragdene Licht in der Luft (Rowohlt)

Kognak für die Proletarier: Matthias Nawrat hat einen Schelmenroman über die polnische Geschichte geschrieben, der vielleicht an manchen Stellen ein bisschen zu humorig ist

Matthias Nawrat: Die vielen Tode unseres Opas Jurek (Rowohlt)

Bitte nicht vor 18 sterben: Bov Bjerg beschwört in Auerhaus die Freiheit der Jugend. Er macht das so klug, dass man selber gerne noch einmal jung wäre

Bov Bjerg: Auerhaus (Aufbau)

Das Findelkind: Adolf Muschg wirbelt in seinem Roman Die japanische Tasche die Liebe und die Zeit wild durcheinander.

Adolf Muschg: Die japanische Tasche] (C.H. Beck)

{Hörbuch (von Alexander Cammann):

So modern klingt das 18. Jahrhundert: Laurence Sternes berühmter Romanklassiker Tristram Shandy jetzt als fulminantes Hörspiel, mit Popsongs und Leserkommentaren

Laurence Sterne: Leben und Ansichten von Tristram Shandy, Gentleman. Hörspiel, (Der Hörverlag)

Vom Recht auf Essen: Warum hungern heute immer noch Menschen, obwohl es doch für alle genug zu essen gäbe? Ein Gespräch mit dem argentinischen Autor Martín Caparrós über sein neues Buch Der Hunger.

Martín Caparrós: Der Hunger (Suhrkamp)

Gefesselter Prometheus: Rastlos und besorgt will Michail Gorbatschow in seinem Buch Das neue Russland die Geschicke seines Landes prägen.

Michail Gorbatschow: Das neue Russland. Der Umbruch und das System Putin (Bastei Lübbe/Quadriga)

Dschihad gegen den Staat: Mike Smith erklärt den Aufstieg der nigerianischen Boko-Haram-Terroristen

Mike Smith: Boko Haram. Der Vormarsch des Terror-Kalifats. (C.H. Beck)

Tütensuppen sind gefährlich: Kathrin Hartmann zeigt die blinden Flecken der Nachhaltigkeitsbewegung 

Kathrin Hartmann: Aus kontrolliertem Raubbau (Blessing)

So schaffen wir das! Wahre Geschichten über kluge Hilfsprojekte und Menschenliebe heute. 

Nicholas D. Kristof/Sheryl WuDunn: Ein Pfad entsteht. (C.H. Beck)

Versteh mich bitte! Die New Yorker Autorin Leslie Jamison bereist in ihren Essays die Gefühlswelten ihrer Mitmenschen. Ein Gespräch über Möglichkeiten und Grenzen von Mitgefühl und Empathie.

Leslie Jamison: Die Empathie-Tests. Über Einfühlung und das Leiden anderer Essays} ([Hanser Berlin)

Mit Polemik und Propaganda: Steffen Martus erzählt in Aufklärung. Das deutsche 18. Jahrhundert von einer umkämpften Epoche: Eine neue Öffentlichkeit wurde in Debatten und Kriegen geformt.

Steffen Martus: Aufklärung. Das deutsche 18. Jahrhundert (Rowohlt)

Unter Konventionen begraben: Ein neues Genre ist geboren: Schriften von Söhnen, die ihre Mütter verteidigen. Zum Beispiel die Hommage von Stephan Wackwitz an seine Mutter Margot.

Stephan Wackwitz: Die Bilder meiner Mutter (S. Fischer)

Ein engagierter Kopf: Der Soziologe Daniel Defert erzählt sein politisches Leben – und davon, wie ihn der Tod seines Gefährten Michel Foucault zum Aktivisten im Kampf gegen Aids machte.

Daniel Defert: Ein politisches Leben (Merve)

Der bekehrte Stalinist: Sasha Abramsky beschreibt die liberale Läuterung seines Großvaters, des größten Büchernarren, den die englischen Kommunisten je in ihren Reihen hatten.

Sasha Abramsky: Das Haus der zwanzigtausend Bücher (dtv)

Fremd bin ich eingezogen: Der Startenor Ian Bostridge hat ein Buch über Franz Schuberts Liederzyklus Winterreise geschrieben. Der große Pianist und Essayist Alfred Brendel erklärt, warum diese glänzende Deutung einer unvergleichlichen Seelenmusik so aufregend ist.

Ian Bostridge: Schuberts Winterreise. Lieder von Liebe und Schmerz (C.H. Beck)

der Freitag

Was die Sprache der Banker über ihren Sexismus verrät:

Die Sprache des Geldes und warum wir sie nicht verstehen (sollen) (John Lanchester, (Klett-Cotta)

Vor zwei Jahren starb Peter Kurzeck, sein Romanprojekt „Das alte Jahrhundert“ blieb unvollendet:

Bis er kommt Peter Kurzeck, (Stroemfeld)

Sein aktiver Nihilismus fasziniert, sein Zwilling ist der Faschismus, schreibt Jürgen Manemann:

Der Dschihad und der Nihilismus des Westens. Warum ziehen junge Europäer in den Krieg? Jürgen Manemann, (transcript)

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