Bücher und Autoren in der Zeit und im Freitag – jetzt mit den besten Krimis im Mai

Hier finden Sie die Bücher, die in der ZEIT und im Freitag besprochen werden. Damit Sie heute schon wissen, wonach der Kunde morgen fragt, was sie auslegen und vielleicht noch schnell bestellen sollten.

Die Zeit

„Was den Erniedrigten schützt“: Der junge Iraker Abbas Khider zeigt in seinem erschütternden neuen Buch den Menschen als Lagerhäftling. Von Jens Jessen
Abbas Khider: Die Orangen des Präsidenten (Edition Nautilus)

Das Gedicht: Eine Erfrischung von Stanley Moss aus Gedichte (Edition Lyrik Kabinett bei Hanser)

Die Zeit rät zu:
„Menschenhäuser“: Johann Hinrich Claussen: Gottes Häuser (C. H. Beck)

„Bein ab, Arm dran“: Nathanael West: Eine glatte Million oder
Die Demontage des Lemuel Pitkin
(Manesse)

„Das Tier in mir“: Jacques Derrida, der Philosoph und Katzenliebhaber, über die Grenzen des Menschen. Jacques Derrida: Das Tier, das ich also bin (Passagen Verlag)

„Gespenstisches Flämmchen“: Eine neue Liszt-Biografie sucht den »Superstar« – nicht den Komponisten. Oliver Hilmes: Liszt – Biographie eines Superstars (Siedler)

„Und Sie?“: Die Rückkehr deutscher Juden nach 1945. Olivier Guez: Heimkehr der Unerwünschten (Piper)

„Meisterhaft lässig“: Jetzt ermittelt das Paar Dalziel und Pascoe erstmals getrennt.
Reginald Hill: Der Tod und der Dicke (Droemer)

Bereits zum dritten Mal erscheint die KrimiZEIT-Bestenliste in der neuen Kooperation von ZEIT, ARTE und NordwestRadio. Diesmal stehen sechs neue Titel auf der KrimiZEIT-Bestenliste Mai 2011:

Friedrich Ani: Süden (Droemer)
München. Nach sieben Jahren Exil in Köln kehrt Tabor Süden zurück. Sein verschwundener Vater war am Telephon. Ex-Kommissar und Neu-Detektiv Süden sucht wie nie zuvor: nach dem Vater, nach Mundl, dem vermissten Kneipier. Südens Comeback zu den Verlorenen. Einzig, großartig.

Peter Temple: Wahrheit (C. Bertelsmann)
Melbourne, Victoria. Nackte Tote in gläserner Wanne. Drei Räuber gefoltert. Vaters Haus vom Waldbrand bedroht. Wahlkampf in Victoria. Tochter auf Droge. Stephen Villani, Leiter der Mordkommission, ist klug, kein mutiger Mann, aber tapfer im Sturm des Jetzt. Ausgezeichnet: Bester australischer Roman 2010

Daniel Woodrell: Winters Knochen (Liebeskind)
Tief in den Ozarks. Jessup, bester Meth-Koch im Tal, ist verschwunden, sein Haus für die Kaution verpfändet. Die sechzehnjährige Ree muss des Vaters Tod beweisen, sonst landet sie mit Mutter und kleinen Brüdern auf der Straße. Ree steht’s durch, härter als alle. Country Noir, original vom Erfinder.

Arne Dahl: Opferzahl (Piper)
Stockholm/Berlin 2005. Im Sommer der Anschläge wird auch in Schweden gebombt. Terrorismus, missglückter joke? Die Ermittlungskünstler des A-Teams dröseln an zig Fäden, tasten im Nirgendwo ihrer Vorurteile, Hypothesen. Hommage an Ed McBain: Im police procedural entblättert sich Systemzerfall. Hochriskant.

Patrick Pécherot: Belleville-Barcelona (Edition Nautilus)
Paris 1938. Nestor Burma – der Detektiv, den Leo Malet unsterblich gemacht hat – soll ein Bürgertöchterchen finden und landet plauz! im Weltbürgerkrieg. Waffen für Spanien, ein blutsaufender GPU-Killer, ein Zauberer und André Breton sind Pécherots Zutaten: Brillanter Histoire-Remix.

Dominique Manotti: Roter Glamour (Ariadne im Argument Verlag)
Paris/Libanon 1985. Wie tickt die Elite der Franzosen? Zeitbombenmäßig. Im weichen Schatten des Präsidenten arrangiert Ex-Nazi-Kollaborateur Bornand Raketenschmuggel, Polizeiaktionen, Bordellbesäufnisse und Meuchelmorde. Und stolpert über eine fixe, harte Araberin: Noria Ghozali. Bitte mehr davon!

Elisabeth Herrmann: Zeugin der Toten (List)
Pullach/Berlin/Malmö/Sassnitz. Im Stasi-Waisenhaus auf Rügen werden 1985 zwei Mädchen vertauscht, Knoten deutsch-deutsch-amerikanisch-russischer Geheimoperationen. Retrospektiv aufgedeckt von einer Spezialistin für Todesfolgenbeseitigung. Jüngste deutsche Geschichte bravourös kolportiert.

Adrian McKinty: Der schnelle Tod (Suhrkamp)
Plum Island/Belfast, Maine. Um frei zu kommen, muss Michael Forsythe für MI 6 und FBI die „Brüder von Cuchulainn“ infiltrieren, ein irregulärer Trupp, der auf US-Boden den irischen Waffenstillstand von 1994 untergräbt. Schwafeln & Metzeln: terroristisch-irische Lebensformen. Voll der Irrwitz. Zum Nägelkauen.

Didier Decoin: Der Tod der Kitty Genovese (Arche)
Queens, New York 1964. Rekonstruktion eines berühmten Verbrechens: 35 Minuten währt der mörderische Überfall auf Kitty. 38 Nachbarn waren Zeuge, ohne einzugreifen – erstmals der „Bystander-Effekt.“ Präzise und delikat erzählt Decoin zurück zum lebendigen Ursprung dieses Begriffs. True & crime.

Reginald Hill: Der Tod und der Dicke (Droemer)
Mid-Yorkshire/Manchester. Nach einem Bombenanschlag liegt DSI Dalziel im Koma. Sein DCI Pascoe wächst auf der Suche nach der Wahrheit über sich hinaus. Terroristen, angebliche Terroristen, der Irakkrieg und England danach – Hill knüpft Fädchen zu Fallstricken. Kunstvoll, human, göttlich.

Der Freitag

Dicht, detailreich und so liebevoll. Erst die DDR, dann West-Berlin – Jochen Schmidt über den Schriftsteller und Reporter Klaus Schlesinger

Mag man nicht lesen, muss man aber. Literaturprofessor Erhard Schütz befasst sich diesmal mit Sachbüchern zu Bauten, Gesichtern und dem Erbe des Nazismus

Vom Dichter geküsst
Der Unterschied zwischen Text und Alltag: Eine Erinnerung an den Dichter Erich Fried, der am 6. Mai 90 Jahre alt geworden wäre. Von Gerd Herholz

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