Bücher und Autoren in der ZEIT und im Freitag von morgen – und im ZEIT-Literaturmagazin

Hier finden Sie die Bücher, die morgen in der ZEIT und im Freitag besprochen werden. Damit Sie heute schon wissen, wonach der Kunde morgen fragt, was sie auslegen und vielleicht noch schnell bestellen sollten.

Zeit

„Schatzsuche nach dem eigenen Leben“: Hermann Kant ist ein Meister der vergnügten Bosheit und des doppelten Bodens. Seine Erzählungen aus vielen Jahrzehnten bilanzieren ein langes ostdeutsches Schriftstellerleben: Mit Trotz und berechtigtem Stolz. Hermann Kant: Lebenslauf, zweiter Absatz. Erzählungen; (Aufbau)

„So komisch wie Heiner ist keiner“: Sven Regener spült die Welt mit Ironie weich. Sven Regener: Meine Jahre mit Hamburg-Heiner – Die Logbücher; (Galiani)

„Stille. Trauer aus Papier“: Peter Stamms Erzählungen sind so melancholisch wie seine Zielgruppe. Peter Stamm: Seerücken. Erzählungen; (Fischer Verlag)

„Wo die Kürbisse zwitschern“: Kurzprosa aus Serbien. Dragan Aleksić: Vorvorgestern
(Geschichten, die vom Glück handeln)
; (Matthes & Seitz), David Albahari: Die Kuh ist ein einsames Tier. Kurze Geschichten und dauerhafte Wahrheiten über Liebe, Traurigkeit und den ganzen Rest; (Eichborn)

„Hass, der aus Liebe kommt“: Milovan Danojlićs serbischer Heimatroman. Milovan Danojlić: Mein lieber Petrović; (Suhrkamp)

„Freak-Show Ost“: Kathrin Schmidt führt uns durch das normale deutsche Leben. Kathrin Schmidt: Finito. Schwamm drüber. Erzählungen; (KiWi)

„Zu viel Ehrgeiz“: In ihrem neuen Buch steht sich Susanne Schädlich selbst im Weg. Susanne Schädlich: Westwärts, so weit es nur geht. Eine Landsuche; (Droemer)

„Gefühle gab es damals kostenlos“: Uwe Timm erinnert an die Zeit, als Literatur noch was galt. Uwe Timm: Freitisch. Novelle; (KiWi)

„Kühle Extasen“: In ihren Essays erklärt Brigitte Kronauer, warum Poesie und Religion zusammen gehören. Brigitte Kronauer: Favoriten. Aufsätze zur Literatur; (Klett-Cotta)

„Mörderischer Kirschbaum“: Schnörkellos kombiniert Jakob Arjouni Kleinstadt-Blues und Fantasiewelten. Jakob Arjouni: Cherryman jagt Mr. White; (Diogenes Verlag)

„Lady Horror“: Thomas Glavinics komplizierter Leichtsinn. Thomas Glavinic: Lisa; (Hanser)

„Blicke dämmern“: Papst, Provinz und Protestanten: Nora Bossongs leichtfüßige Gedichte. Nora Bossong: Sommer vor den Mauern. Gedichte; (Hanser)

„Das Volk fährt Taxi“: Chalid Al-Chamissi hat das beste Buch zur ägyptischen Revolution. Chalid al-Chamissi: Im Taxi. Unterwegs in Kairo; (Lenos)

„Viel zu viele Worte“: Salman Rushdie erzählt ein Märchen für Erwachsene. Salman Rushdie: Luka und das Lebensfeuer; (Rowohlt)

Literaturmagazin
»Warum lieben sich Menschen? Ich habe keine Ahnung. Tatsache ist: Sie tun es«
Ein Gespräch mit Siri Hustvedt über Männer und Frauen, über Liebe, Sex und Literatur,
die 30 Jahre währende Beziehung zu Paul Auster sowie über ihr neues Buch »Der Sommer ohne Männer«
Siri Hustvedt: Der Sommer ohne Männer. Aus dem Englischen von Uli Aumüller; Rowohlt Verlag,
Reinbek 2011; 252 S., 19,95 €

„Sprechen wir über die Liebe: Geht es auch zu dritt? Wer wen? Und wie oft?“: Für Intellektuelle wird jede Beziehung zum Projekt: Man probiert es zu dritt, zu viert, spricht unentwegt über den wunderbaren Schlamassel, in dem man steckt.
Hannelore Schlaffer hat ein kluges Buch über die intellektuelle Ehe geschrieben:
Hannelore Schlaffer: Die intellektuelle Ehe. Der Plan vom Leben als Paar;
Hanser Verlag, München 2011; 223 S., 18,90 €

»Ich habe Lust, glücklich zu sein, bevor ich sterbe«:
Michel Houellebecq: Karte und Gebiet
Roman; aus dem Französischen von Uli Wittmann;
DuMont Buchverlag, Köln 2011; 400 S., 22,99 €

„Das befremdliche Lachen der Hannah Arendt“:
Zwei neue Bücher entdecken die jüdische Philosophin neu: Ihr Briefwechsel mit dem jungen
Journalisten Joachim Fest und ein langer Essay von Marie Luise Knott. Beide Publikationen kreisen um die unheimliche Heiterkeit Hannah Arendts angesichts des Grauens der Nazizeit.
Hannah Arendt/Joachim Fest: Eichmann war von empörender Dummheit. Gespräche und Briefe; hrsg. v. Ursula Ludz und Thomas Wild; Piper Verlag, München 2011; 208 S., 16,95 €
Marie Luise Knott: Verlernen. Denkwege bei Hannah Arendt; Matthes & Seitz, Berlin 2011; 151 S., 19,90 €

»Deutsch war die Sprache der Täter. Aber die wollte ich mir nicht nehmen lassen«:
Er ist 101 Jahre alt, und jetzt hat ihn Amerika endlich als Weltliterat entdeckt.
Wir noch nicht. Zeit, dass sich daran etwas ändert. Ein Besuch bei Hans Keilson, dem von den Nazis verfolgten Schriftsteller und Psychoanalytiker, im niederländischen Bussum
Hans Keilson veröffentlichte 1933 seinen ersten Roman »Das Leben geht weiter«, der von den Nazis verboten wurde. Er arbeitete als Lehrer an jüdischen Privatschulen sowie als Musiker und war aktiv im niederländischen Widerstand. Das Werk des 101-Jährigen wird jetzt wiederentdeckt.

„Hinter dem Dickicht der Fäuste plötzlich: Ein Vater!“:
Wolf Wondratschek: Das Geschenk
Hanser Verlag,
München 2011; 173 S., 17,90 €

Politisches Buch
„Vogelschützer und Katzenfreunde“: Joachim Radkau wandert freien Geistes durch die Biotope des grünen Milieus und schreibt eine höchst lesenswerte Weltgeschichte der Umweltbewegung, ohne ihre blinden Flecken auszusparen.
Joachim Radkau: Die Ära der Ökologie
Eine Weltgeschichte; Verlag C. H. Beck, München 2011; 782 S., 29,95 €

„Der Fehler“: Was ist gegen den Hunger in der Welt zu tun? Eine Handvoll
neuer Bücher ist sich erstaunlich einig.
Jean Feyder: Mordshunger
Westend Verlag, Frankfurt 2011; 335 S., 24,95 €
Worldwatch Institute, Böll-Stiftung u. a. (Hrsg.):
Zur Lage der Welt 2011: Hunger im Überfluss
oekom verlag, München 2011; 288 S., 19,95 €
Tristram Stuart: Für die Tonne
Artemis & Winkler, Mannheim 2011; 384 S., 19,95 €
Lioba Weingärtner/Claudia Trentmann:
Handbuch Welternährung
Campus Verlag, Frankfurt a. M.; 241 S., 16,90 €

„Auf dem Hochseil“: Der Schriftsteller György Dalos würdigt Michail Gorbatschow als Helden einer Tragikomödie. 
György Dalos: Gorbatschow. Mensch und Macht. Eine Biografie; C. H. Beck Verlag, München 2011; 288 S., 19,95 €

„Der König ist ein Demokrat“: Javier Cercas schreibt die
Anatomie eines Augenblicks: Spanien, 23. Februar 1981 
Javier Cercas: Anatomie eines Augenblicks. Die Nacht, in der Spaniens Demokratie gerettet wurde; Fischer, Frankfurt a. M. 2011; 570 S., 24,95 €

„Geteilte Erinnerung“: Claus Leggewie macht ernst mit einer Sonntagsredenidee 
Claus Leggewie/Anne Lang: Der Kampf um die europäische Erinnerung
C. H. Beck Verlag, München 2011; 224 S., 14,95 €

„Im Duo für Klio“: Nur eine Anthologie? Keineswegs: Dies ist das Lesebuch zur
Geschichte.
Fritz Stern/Jürgen Osterhammel (Hrsg.): Moderne Historiker
C. H. Beck, München 2011; 558 S., 29,95 €

„Wer war Jan Karski?“: Nun sind gleich zwei Bücher über den polnischen Widerstandshelden zu lesen: Karskis Autobiografie ist atemberaubend, der Roman über ihn aber nicht 
Jan Karski: Mein Bericht an die Welt
Geschichte eines Staates im Untergrund; Kunstmann Verlag, München 2011; 620 S., 28,– €
Yannick Haenel: Das Schweigen des Jan Karski
Aus dem Franz. von Claudia Steinitz;
Rowohlt Verlag, Reinbek 2011; 188 S., 18,95 €

Sachbuch
„Vom Gelingen der Moral“: Kwame Appiahs schillernder Essay über die Ehre möchte wissen,
was Menschen dazu bewegen könnte, menschlich zu handeln 
Kwame Anthony Appiah: Eine Frage der Ehre oder Wie es zu moralischen Revolutionen kommt
C. H. Beck Verlag, München 2011; 272 S., 24,95 €

„Rudern hilft“: Willi Jasper besucht Riva, wo einst überforderte Intellektuelle im
Gardasee badeten. 
Willi Jasper: Zauberberg Riva
Verlag Matthes & Seitz,
Berlin 2011; 224 S., 19,90 €

„Ein Leben als Oper“: Der Regisseur Werner Schroeter hat vor dem Sterben noch einmal zurückgeblickt von Katja Nicodemus
Werner Schroeter: Tage im Dämmer, Nächte im Rausch
Autobiographie; Aufbau-Verlag,
Berlin 2011; 408 S., 22,95 €

„Die neue Mickrigkeit“: Robert Pfaller untersucht unser schönes Leben und findet zu wenig Dreck und Lust
Robert Pfaller: Wofür es sich zu leben lohnt. Elemente materialistischer Philosophie; S. Fischer Verlag, Frankfurt a. M. 2011; 315 S., 19,95 €

„Lehrt weniger“: Gerhard Roth und Manfred Spitzer erklären allen Nachsitzern, wie Lernen geht.
Gerhard Roth: Bildung braucht Persönlichkeit
Wie Lernen gelingt; Klett-Cotta,
Stuttgart 2011; 356 S., 19,95 €
Manfred Spitzer: Medizin für die Bildung
Ein Weg aus der Krise; Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2010; 276 S. , 19,95 €

„Moral? Schweigen wir!“: Der Philosoph Raymond Geuss verteidigt die Politik gegen Forderungen nach dem ethisch Korrekten.
Raymond Geuss: Kritik der politischen Philosophie
Eine Streitschrift; aus dem Englischen
von Karin Wördemann; Hamburger Edition,
Hamburg 2011; 146 S., 12,– €

„Löcher im Blick“: Der Neurologe Oliver Sacks untersucht, wie wir sehen, wenn die visuelle Wahrnehmung gestört ist 
Oliver Sacks: Das innere Auge
Neue Fallgeschichten;
a. d. Engl. von Hainer Kober; Rowohlt Verlag,
Reinbek 2011; 288 S., 19,95 €

„Der höchste Wilhelm“: Der Kilimandscharo als Gipfel deutscher Mythen
Christof Hamann/Alexander Honold: Kilimandscharo. Die deutsche Geschichte eines
afrikanischen Berges; Wagenbach, Berlin 2011; 192 S., 22,90 €

„Rahel, Salonière“: Das »Buch des Andenkens« – alle Selbstzeugnisse der Rahel Varnhagen sind jetzt versammelt
Rahel Levin Varnhagen: Rahel. Ein Buch des Andenkens für ihre Freunde, Bd. 6; Wallstein Verlag, Göttingen 2011; 639 S., 39,90 €

„Was machen sie dort?“: Der amerikanische Schriftsteller Nick McDonell berichtet vom Krieg im Irak.
Nick McDonell: Das Ende aller Kampfhandlungen. Aus dem Englischen von Heike Schlatterer; Berlin Verlag, Berlin 2011; 190 S., 18,95 €

Freitag

„Ich ist ein Ausgezeichneter“: Am 17. März werden die Preisträger des Leipziger Buchpreises bekannt gegeben. Katrin Schuster stellt die Nominierten in Belletristik vor.
http://www.freitag.de/kultur/1111-ich-ist-ein-ausgezeichneter

„Der Nicht-Leser in uns“: Warum das Bücherlesen bedroht ist und was wir dagegen tun können. Ein Kurzkommentar zur Leipziger Buchmesse von Michael Angele.
http://www.freitag.de/kultur/1111-der-nicht-leser-in-uns-warum-das-b-cherlesen-bedroht-ist

„Die Soko-Leipzig-Literatur“: Manche Debuts dieses Jahres wären besser nicht veröffentlicht worden. Andere dagegen sind ein Gewinn für den Leser. Von Jörn Dege
http://www.freitag.de/kultur/1111-die-soko-leipzig-literatur

Kommentare (0)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.