Bücher und Autoren in der ZEIT und im Rheinischen Merkur von morgen – und die Frage nach dem Glück des Vergessens

Hier finden Sie die Bücher, die morgen in der ZEIT und im Rheinischen Merkur besprochen werden. Damit Sie heute schon wissen, wonach der Kunde morgen fragt, was sie auslegen und vielleicht noch schnell bestellen sollten.

Die ZEIT

„Es wird unruhig im Welttheater“: Die polnische Autorin Magdalena Tulli liebt in ihrem Roman Dieses Mal (Schöffling) Magie, Finten und literarische Zaubertricks.

Hörbuch: Kanonisches von Marcel Reich-Ranicki – er kennt das Lesenswerte aus zwei Jahrhunderten und vereint deutsche Erzählungen im Hörkanon (Random House Audio, 40 CDs).

“Solidarität des Geistes“: Der verfolgte Dichter Boris Pasternak und sein Verleger Kurt Wolff haben einander bewegende Briefe geschrieben. Der Briefwechsel 1958–1960 ist mit einem Vorwort von Gerd Ruge nun unter dem Titel Boris Pasternak – Kurt Wolff: Im Meer der Hingabe im Peter Lang Verlag erschienen.

„Literatur Undercover“ liefert Blind Date bei Knesebeck.

„Glücklich ist, wer vergisst“: Kann es für ein Land klüger sein, auf Erinnerung zu verzichten, fragt Elisabeth von Thadden. Der Althistoriker Christian Meier hat aus ihrer Sicht mit Das Gebot zu vergessen und die Unabweisbarkeit des Erinnerns (Siedler) ein kleines, wertvolles Buch geschrieben.

„Volte gegen die Partei“: Ein CDU-Politiker erklärt, die Türkei gehöre zu Europa. Michael Thumann rezensiert Ruprecht Polenz: Besser für beide. Die Türkei gehört in die EU (Edition Körber-Stiftung).

„Schlaflos in den Abgrund“: Cioran war der Aphoristiker der Verneinung. Aus dem Nachlass erscheint jetzt sein frühes Werk Über Frankreich(Suhrkamp).

„Wir raten zu Problemfrauen“: Liebesbriefe berühmter Frauen, hg. von Petra Müller und Rainer Wieland, gibt es bei Piper.

Weiterer Lyriktipp: Inger Christensens Gedichte Græs / Gras, dänisch-deutsch, mit elf reproduzierten Gouachen von Silvia Bächli, erschienen im Verlag Josef Kleinheinrich

Rheinischer Merkur

„Webmuster der Geschichte“: Der Düsseldorfer Autor Dieter Forte schuf mit der Tetralogie der Erinnerung sein Opus Magnum. Zum 75. Geburtstag erscheint das Meisterwerk als vierbändige Buchkassette im Fischer Taschenbuch.

„Schlemilovitschs Rache“: Erst jetzt erscheint Patrick Modianos verstörender Debütroman Place de l’Étoile. Das Werk führt antisemitische Stereotype ad absurdum und bei Hanser im Programm.

Kurz besprochen werden:
Christian Mähr: Alles Fleisch ist Gras (Deuticke)

Raymond Federmann: Eine Liebesgeschichte oder so was (Matthes & Seitz)

Roberto Zapperi: Abschied von Mona Lisa? (C. H. Beck)

Leo Müller: Bank-Räuber (Econ)

Marc Engelhardt: Der Hüter der zerfallenen Bücher (Picus)

DuMont Bildatlas Südafrika (DuMont)

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