buch-pr.de: Encarta-Ex-Chefredakteur Rüdiger Dingemann zur Einstellung des Brockhaus‘

Auf buch-pr.de schreibt Rüdiger Dingemann, von 1994 bis 2000 Chefredakteur der Microsoft Enzyklopädie Encarta, seine Sicht der Dinge zur Einstellung des Brockhaus-Lexikons [mehr…].

„Alles, was Brockhaus jetzt unternimmt – soweit wir es bisher wissen – ist (leider) die verspätete Reaktion auf eine Entwicklung, die bereits vor über 15 Jahren einsetzte. Damals verschliefen alle deutschen Lexikon-Verlage die Digitalisierung und taten spöttisch erste Gehversuche in den USA als Spielerei ab. Die Amerikaner wollten sie sogar ins Boot holen. Doch das „Alte Europa“ wies hochmütig das Ansinnen aus der „Neuen Welt“ zurück. Diese Arroganz rächte sich 1996, als die erste deutsche Microsoft Enzyklopädie Encarta auf den Markt kam. Diese damals neuartige Lexikonform wurde z. B. von Dieter E. Zimmer in der „Die Zeit“ enthusiastisch begrüßt; zugleich fragte er kopfschüttelnd, was denn eigentlich die deutschen Verlage (damals) machten“, sagt Dingemann unter anderem.

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