Diogenes-Verleger Daniel Keel im SPIEGEL-Interview

Daniel Keel hat dem morgen erscheinenden SPIEGEL ein Interview gegeben. Der Diogenes-Verleger, der wie sein Geschäftspartner Rudolf C. Bettschart am ersten Tag der diesjährigen Frankfurter Buchmesse 77 Jahre alt wird, spricht über den Umgang mit Autoren und über seine Auffassung des Verlegens:

„Der ganze kleinmütige Rentabilitätsfimmel kommt aus Amerika. Dort, höre ich, wollen sie die Lektoren abschaffen und die Manuskripte so drucken, wie sie der Autor abgeliefert hat. Soll man so sparen? Jeder Autor braucht doch einen Lektor, einen liebevollen, kritischen ersten Leser.“

Keel verrät auch, warum er den Diogenes Verlag verkaufen würde: „Wenn ich schlechte Laune habe, schaue ich mir einen Fred-Astaire-Film an. Könnte ich stepptanzen wie er, ich würde dafür meine sämtlichen Verlagsanteile hergeben.“

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