FVA-Verleger Joachim Unseld in der WAZ: „Die Zentralen der Buchhandelsketten bestimmen, was zum Bestseller gemacht wird“

Joachim Unseld heute in der WAZ
Seine FVA wird in diesem Jahr 25 Jahre alt.

„Das Schlimme am Älterwerden ist zu wissen, wie es früher einmal war“, sagt Joachim Unseld in einem Interview in der heutigen Ausgabe der WAZ. Der FVA-Verleger gibt zu: „Die Renditen sind auf null“ und „Vom Schreiben und Verlegen kann man eigentlich nicht mehr leben.“

Die Auflagen literarischer Bücher hätten sich in den letzten zehn Jahren halbiert, so Unseld weiter. Dagegen werde im Bereich der Unterhaltungsliteratur in die Spitze hinein heute viel besser verkauft als früher. Was vor allem an den veränderten Buchhandelsstrukturen, d.h., großen Buchketten läge, deren Zentralen bestimmten, was zum Bestseller gemacht werden soll. Es gebe deshalb unter den Verlagen „einen so harten Kampf, dass man solche Unterhaltungstitel zu völlig überzogenen Vorschüssen einkaufen müsste und im Endeffekt kalkulierte Verluste einfährt, nur damit der Verlag mal wieder ein Flagschiff hat.“
Das Interview ist Teil 1 der neuen WAZ-Serie „Buchmarkt im Umbruch“.

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