Kurt Oesterles Roman „Der Wunschbruder“ im STERN

Für Kerstin Herrnkind ist „Der Wunschbruder“ von Kurt Oesterle (Klöpfer & Meyer, „ein packendes Psychodrama über zwei ungleiche Stiefbrüder“ und ein „großer Wurf“. In der heutigen Ausgabe des STERN vergibt die Redakteurin in ihrer fast ganzseitigen Rezension gleich fünf Sterne und das Prädikat „preisverdächtig“.

Kerstin Herrnkind zeigt sich von jeder Zeile des Romans, an dem der Tübinger Schriftsteller acht Jahre lang gearbeitet hat, überzeugt: „Dieses Buch sitzt. Es stimmt einfach alles. Es ist ein großer Wurf. Oesterle erweist sich als Meister einer subtilen, psychologischen Spannung, die über 500 Seiten lang nicht nachlässt. Man genießt diesen Roman wie einen kostbaren Wein, den man vor dem Schlucken im Mund bewegt.“

Oesterle erzählt die Geschichte vom Einzelkind Max, der sich nichts sehnlicher wünscht als einen Bruder. Als seine Eltern den Flüchtlingsjungen Wenzel aufnehmen, beginnt das Drama. Wenzel wird zur inneren Bedrohung der Familie – bis ihn der Vater rauswirft. 35 Jahre später treffen sich die beiden „Brüder“ wieder.

Über die Lebensläufe des Erzählers und seines Wunschbruders hat SWR-Redakteur Reinold Hermanns mit Kurt Oesterle gesprochen. Im »Lesezeichen-Gespräch« erzählte Oesterle den SWR2-Hörern vergangenen Samstag, wie er auf den Plot gekommen ist. Den verwahrlosten, sehr vernachlässigten, ja misshandelten „Wunschbruder“ habe er selbst erlebt und kennengelernt. Dessen Vernachlässigung und zutiefste Beunruhigung in früher Kindheit sei für ihn Anlass gewesen, sich literarisch mit der Frage auseinander zu setzen: Wie ist ein Mensch mit so schlechten Vorzeichen über die Runden gekommen – und nicht untergegangen?

Wie vom Verlag Klöpfer & Meyer zu hören ist, hat Verleger Hubert Klöpfer den Roman bereits für den Deutschen Buchpreis eingereicht.

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