Paolo Coelho heute in der FR: Warum Buchverlage überflüssig werden könnten

„Der Begriff von „Gier“ ist nicht nur in der Finanzwelt ein problematischer Faktor, sondern in jedem Geschäftsbereich, wo ein Monopol beansprucht werden soll, sei es auf ein bestimmtes Produkt oder eben auf die Verbreitung von Informationen. In meinem Fall war es so, dass die Leute anfingen, meine Bücher am Bildschirm zu lesen, dann aber in einen Buchladen gingen und eine gedruckte Ausgabe kauften – was auf Dauer praktischer und billiger ist. Und so ging das jahrelang“, schreibt Paolo Coelho in der Frankfurter Rundschau (FR).

Er zitiert Somerset Maugham mit den Worten: „‚Wir schreiben nicht, weil wir es wollen; wir schreiben, weil wir es müssen.‘ Und auch, so würde ich hinzufügen, weil wir gelesen werden wollen.“ Hürden gegen die freie Verbreitung aufzubauen vergleicht er mit dem Bücher-Index des Vatikans, sieht französische Autoren langfristig im Wettbewerbsnachteil und glaubt, dass Verlage langfristig überflüssig werden könnten.

Kommentare (0)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.