SZ und WELT zum „Kursbuch“

Am Samstag wurde bekannt, daß der Verlag Rowohlt Berlin sich vom Kursbuch trennen wird. [mehr…] Die 1965 von Hans Magnus Enzensberger gegründete Zeitschrift, die in den siebziger Jahren weite Leserschichten erreichte und den intellektuellen Diskurs der Bundesrepublik maßgeblich mitbestimmte, ist ein Zuschußunternehmen. Rowohlt-Verleger Alexander Fest sprach von zuletzt nurmehr 2400 Abonnenten. Die Herausgeber des Kursbuchs, Ina Hartwig und Tilman Spengler, suchen nun nach einem neuen Verlag für die traditionsreiche Zeitschrift. Heute in der SZ ein großes Interview mit Tilman Spengler (S. 14)

Die WELT kommentiert: „Die Herausgeber Tilman Spengler und Ina Hartwig hoffen, einen solchen Mäzen für die Zeitschrift noch zu finden, die von Suhrkamp über Wagenbach und Rotbuch zu Rowohlt schon eine lange Wanderung durch deutsche Verlage hinter sich hat. Aber auch wenn das gelingen sollte, wäre das zunächst wohl nur eine Verlängerung des Siechtums. Das „Kursbuch“ braucht neue Leser. Die schrumpfende Schar derer, die mit ihm groß und mittlerweile auch alt geworden sind, reicht als Publikum nicht – weder materiell noch kulturell.“

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