Literaturpreise Thaddäus-Troll-Preis geht an Felicitas Andresen

Der Förderkreis deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg verleiht den Thaddäus-Troll-Preis in diesem Jahr an die Autorin Felicitas Andresen für ihren im Verlag Klöpfer & Meyer erschienenen Roman Sex mit Hermann Hesse.

Der nach Thaddäus Troll (1914–1980), dem Mitbegründer des Förderkreises deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg, benannte Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Die Mittel stellt das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Baden-Württemberg bereit. Der Preis ist – im Sinne Thaddäus Trolls, der sich Zeit seines Lebens nachhaltig für die Förderung von Schriftstellerkolleginnen und -Kollegen eingesetzt hat – ein Förderpreis, der an Autorinnen und Autoren mit erstem Wohnsitz in Baden-Württemberg verliehen wird, denen man mehr Öffentlichkeit im Literaturbetrieb wünscht. 
Der Preis wird am 14. Dezember 2016 in der Stadtbibliothek Stuttgart verliehen.

Felicitas Andresen wurde in Hemmenhofen am Bodensee geboren, wo sie auch lebt. 
Sie hat als Schauspielerin, Sozialpädagogin und Soziologin gearbeitet und ist regelmäßig 
stundenweise im Hesse-Museum in Gaienhofen tätig. Sie schreibt Romane, Novellen und Kurzgeschichten.

Die Jury hat beeindruckt, dass Felicitas Andresen mit ihrem Roman „Sex mit Hermann Hesse“ die „nicht gerade umfangreiche deutsche Literatur humoristischen Charakters bereichert. Ihr Buch, das mit viel Understatement daherkommt und sich auf den ersten Blick nur wie das Tagebuch einer subalternen Museumsangestellten liest, ist ein Schelmenroman, der in einem schnoddrig-respektlosen Ton aus der Dienstbotenperspektive auf den großen Dichterhelden Hermann Hesse schaut und dessen menschlich, allzu menschlichen Seiten besser aufspürt als die meisten akademischen Abhandlungen. Gleichzeitig beleuchtet der Roman auf satirische und selbstironische Weise die Gepflogenheiten des bürgerlichen Literaturbetriebs und seiner Dichterverehrung in Geschichte und Gegenwart.“

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