Danach fragen Kunden Umgeblättert heute: Bill Clinton als Thrillerautor

Umgeblättert heute: Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die Feuilletons der führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch:

 

  • „Mit Vereinfachung gegen die Vereinfacher“: Yascha Mounk bewegt sich „zwischen Aufrütteln und Alarmismus“: „Auf skurrile Weise ist die Klage der derart in Panik geratenen selbstdeklarierten Mitte nicht mehr vom AfD-Sound zu unterscheiden.“
    Yascha Mounk, Der Zerfall der Demokratie. Wie der Populismus den Rechtsstaat bedroht (Droemer)
  • „Könnte das Internet nicht auch ganz anders aussehen?“: Am stärksten ist Jaron Laniers Buch über Facebook, Google und Konsorten „in jenen Passagen, in denen es Lanier gelingt, den Leser davon zu überzeugen, dass das Internet auch ganz anders, menschlicher aussehen könnte, als es sich momentan darstellt“.
    Jaron Lanier, Zehn Gründe, warum du deine Social Media Accounts sofort löschen musst (Hoffmann und Campe)
  • „Mephisto hat eine Theorie“: Maxim Kantor besichtigt ein gewalttätiges Jahrhundert: „Besonders eindringlich sind Kantors Bilder vom Krieg, die froststarren Wälder um Rschew, Hölle und verwunschenes Land zugleich.“
    Maxim Kantor, Rotes Licht (Zsolnay)

Politische Bücher

  • „‚Maulwurf‘ auf Luxusreise: Geschichten aus der Frühzeit von BND und CIA.
    Bodo V. Hechelhammer, Doppelagent Heinz Felfe entdeckt Amerika. Der BND, die CIA und eine geheime Reise im Jahr 1956 (Ferdinand Schöningh Verlag)
    Bernd Stöver, CIA. Geschichte, Organisation, Skandale (C.H. Beck)
  • „Etwas mehr Differenzierung darf schon sein“: Christen in der Wehrmacht – zwischen Glauben und Kriegsalltag.
    David Schmiedel, ‚Du sollst nicht morden‘. Selbstzeugnisse christlicher Wehrmachtssoldaten aus dem Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion (Campus)

  • „Für eine neue Trümmerliteratur“: Salman Rushdie schreibt auf der Website des New Yorker einen Kurzessay über Wahrheit, Lügen und Literatur.
  • „Was genau ist nun das Lebensglück?“: Ein „sorgsamer Liebes- und Familienroman“: „Eine stärke der Autorin (…) sind feine, unaufwendige, manchmal fast nebensächlich anmutende Einzelbeobachtungen, die beim Lesen nicht gleich zu einem Großen und Ganzen zusammengefügt werden müssen, um den Überblick zu behalten.“
    Angelika Reitzer, Obwohl es draußen kalt ist (Jung und Jung)

  • „Die Strand-Protokolle“: In seiner Autobiografie geht es dem Kriegsreporter William Finnegan um die Obsession seines Lebens: das Surfen.
    William Finnegan, Barbarentage (Suhrkamp)
  • „Im Rhythmus der inneren Erstarrung“: „Trotz aller rasanten Bewegung von einem Jahrzehnt und Kontinent zum anderen bleibt die Geschichte daher in Sprache wie Dramturgie seltsam spannungslos.“
    Verena Lueken, Anderswo (Kiepenheuer & Witsch)

 

  • „Wer weiß mehr über Präsidenten als ein Ex-Präsident?“: Bill Clinton hat mit James Patterson einen Thriller geschrieben: „Die Sequenzen sind von einer eher niedrigschwelligen literarischen Durchdringung, lesen sich wie feinlaubgesägte Holzmodule, die Patterson von den Clintons zugeliefert bekommen und ein bisschen zu glatt geschliffen eingebaut hat.“
    Bill Clinton, James Patterson, The President is missing (Droemer)
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