Danach fragen Kunden Umgeblättert heute: „Die Magie der Farben“

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die Feuilletons der führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch:

  • „Mit immer neuen Waffen“: Historisches Panorama: Margaret MacMillan beschäftigt sich ganz grundsätzlich mit dem Phänomen Krieg. „Die Kanadierin MacMillan erzählt dieses Mal nicht vom Zusammenbruch eines bestimmten Friedens oder dem Versuch, nach einem zerstörerischen, blutigen Krieg eine neue Ordnung zu errichten. Sondern sie beschäftigt sich erstaunlich grundsätzlich mit dem Phänomen Krieg, wobei sich zu jeder Epoche der Weltgeschichte und zu jeder Weltgegend erhellende Beobachtungen und Interpretation finden.“
    Margaret MacMillan, Krieg. Wie Konflikte die Menschheit prägten (aus dem Englischen von Klaus-Dieter Schmidt; Propyläen Verlag)
  • „Der Schlüssel steckt im siebten Brief“: Nur nicht gleich nach Einwänden und Anschlüssen suchen: Thomas A. Szlezák führt durch Platons Texte. „Nun hat der Tübinger Gräzist Thomas Alexander Szlezák eine umfassende Darstellung Platons mit dem Untertitel ‚Meisterdenker der Antike‘ vorgelegt. Das provoziert die Frage, ob er seinem Gegenstand hier vielleicht ebenfalls kritikwürdige Einflüsse auf seine geistige Nachwelt zu attestieren versucht – oder aber im Gegenteil ihn vor derlei gerade in Schutz nehmen möchte. Eigentümlicherweise verflüchtigt sich das Interesse an dieser Frage bereits am Beginn des ersten Kapitels. Es weicht vielmehr wachsender Neugier auf einen Philosophen, über den man eigentlich schon etwas zu wissen glaubte (…)“
    Thomas Alexander Szlezák, Platon. Meisterdenker der Antike (C. H. Beck)
  • „Was wir von den Meeren wissen“: Naomi Oreskes präsentiert Fallbeispiele für den Einfluss militärischer Geldgeber auf die Ozeanographie. „Wichtig ist insbesondere ihre Betonung des Befunds, dass Patronage in der Wissenschaft neue und ungemein wichtige Erkenntnisse ermöglichen kann, aber dass gleichzeitig auch bedeutsame und lang erhaltene Bereiche der Ignoranz geschaffen werden (…)“
    Naomi Oreskes, Science on a Mission. How ­Military Funding Shaped What We Do and Don’t Know about the Ocean (University of Chicago Press)

  • „Verse für alle“: Kunststück: Ein neues Magazin bringt Lyrik an den Kiosk. „Der Hamburger Verleger Oliver Wurm, der schon mit einem Magazin zum Grundgesetz publizistische wie ökonomische Erfolge feiern konnte, setzt ganz auf deutsche Lyrik. Unter dem neusachlichen Titel ‚Dreizehn Gedichte‘ versammelt er 13 Klassiker und 13 Newcomer in einem Heft.“
  • „Mach’s gut, Willi Wiberg“: Die schwedische Illustratorin und Autorin Gunilla Bergström ist gestorben. Ihr Geschöpf hat Millionen Kinder begleitet.
  • „Wie Gott in Frankreich“: Zwei Bücher schildern die Côte d’Azur als Sehnsuchtsort von Stars und Künstlern.
    Edward Quinn, Riviera Cocktail (herausgegeben von Heinz Bütler und Gret Quinn; TeNeues)
    Lutz Hachmeister, Hotel Provençal. Eine Geschichte der Côte d’Azur (C. Bertelsmann Verlag)

Kinder- und Jugendliteratur

  • „Ein Kanari für Herrn Grau“: Binette Schroeder vertraut in ihrem neuen Bilderbuch wieder auf die Magie der Farben. „Sie verwendet wieder ihre typische Maltechnik, eine Mischung aus Gouache und Aquarellen, doch hier verhilft ihr die heitere, optimistische Stimmung zu einer besonderen Leichtigkeit und Lockerheit.“
    Binette Schroeder, Herr Grau & Frieda Fröhlich (NordSüd Verlag)
  • „Sehnsucht nach der Tiefe“: Ein Wal im Garten darf schon mal mürrisch sein. „Im Gegensatz zu dem pragmatisch-knappen Text, der manchmal ins Philosophische abdriftet, sind die Bilder von großer Ausdruckskraft und Tiefe.“
    Sabine Rufener, Der Wal im Garten (Kunstanstifter Verlag)
  • „Raus aus dem Gehäuse“: Sich befreien in 100 Wörtern und mithilfe eines Songs von David Bowie. „Aber auch der deutsche Titel „Wie man eine Raumkapsel verlässt“ sitzt. (…) Er passt auch auf das Schicksal all derer, die in diesem leisen und trotz der tragischen Ereignisse nicht anders als zart zu nennenden Buch, das über weite Strecken nahezu meditative Züge trägt, nach einem Ausgang suchen: Raus aus ihrem schützenden Gehäuse
    und damit aus der Isolation, ‚hinaus in die unsichtbare Luft‘, die die Welt bedeutet.“
    Alison McGhee, Wie man eine Raumkapsel verlässt (aus dem Englischen von Birgitt Kollmann; dtv)
  • „Der Junge, der detektiviert“: Ein Krimi aus der großen Depression in Amerika. „Hotchners Geschichte ist im sympathischen Sinn altmodisch erzählt, mit viel Liebe zu kleinen Details und nicht nur im Schwung von einer Aktion zur nächsten. Gerade dadurch gewinnt das Milieu fassbare Konturen, in dem sich redliche arme Menschen, Glücksritter und Kriminelle begegnen.“
    A. E. Hotchner, Die erstaunlichen Abenteuer des Aaron Broom (mit Illustrationen von Tim Köhler; aus dem Englischen von Anja Malich; Gerstenberg)

  • „‚Ärzte für die Toten finden'“: Literatur kann ein komplexeres Bild der Wirklichkeit für die Nachkommenden schaffen. Das ist nicht nichts. Thomas Lehr über die politischen Folgen von 9/11, die Lage in Afghanistan und den prophetischen Zug eines Romans wie September. Fata Morgana.
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