Danach fragen Kunden Umgeblättert heute: „Die sommerlichen Leseempfehlungen der FR-Feuilleton-Redaktion“

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die Feuilletons der führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch:

  • „Porträts sonder Zahl“: Hans Joachim Marx zeigt Händel im Bild. „Was das Buch aber vor allem auszeichnet, ist seine kristallklare Ordnung – und die herausragende Qualität der Abbildungen. (…) So lädt dieser exzellent ausgestattete Band zu Spaziergängen ein, durch Händels Leben, durch die komplizierte Wirkungsgeschichte, durch die Welt des achtzehnten Jahrhunderts. Hans Joachim Marx ist in alledem ein souveräner, in seiner Quellenkenntnis geradezu einschüchternder Begleiter.“
    Hans Joachim Marx, By Heaven Inspired. Die Bildnisse von Georg Friedrich Händel (Laaber Verlag)
  • „Macht hat, wer den ‚Graph‘ kontrolliert“: Werkzeugkasten: Michael Seemann schleift Begriffe für die Analyse mächtiger Internetplattformen. „In Seemanns Die Macht der Plattformen ist das Internet ein ebenso brutaler wie öder Ort, an dem es ausschließlich um Geld und Macht geht. Beherrscht wird das Netz von Konzernen wie Facebook, Amazon oder Google, die gerne als ‚Plattformen‘ bezeichnet werden. Seemann ist dieser Begriff zu vage, er will mit seinem Buch eine Theorie dieser Plattformen begründen.“
    Michael Seemann, Die Macht der Plattformen. Politik in Zeiten der Internetgiganten (Ch. Links Verlag)
  • „Seht nur, wie die Institutionen zerfallen“: Da sind doch Fehler im System: Wolfgang Streeck macht sich an die ganz große Transformation der globalisierten Welt. „An Einzelheiten von Streecks wagemutigem, fast halsbrecherischem Entwurf, der sich auf viele Vorarbeiten stützt, mögen sich Fachwissenschaftler und Spezialisten abarbeiten. Beeindruckend ist, dass ein renommierter Wissenschaftler einen solchen Wurf überhaupt wagt, denn dazu gehört Mut und allerdings auch eine Portion Größenwahn.“
    Wolfgang Streeck, Zwischen Globalismus und Demokratie. Politische Ökonomie im ausgehenden Neoliberalismus (Suhrkamp Verlag)
  • „Alles in diesem Leben ist Schrift“: Der norwegische Autor Dag Solstad wird achtzig.

 

  • „Rachel isst auf“: Melissa Broder erzählt in ihrem Roman „Muttermilch“ vom existenziellen Hunger und vom Glauben, Lieben und Genießen unter Frauen. Werden Männer da noch gebraucht? „In ihrer Schrägheit und den kruden Selbstheilungsansätzen erinnert Broders Schreibweise außerdem an die von Ottessa Moshfegh (…).“
    Melissa Broder, Muttermilch (Claassen)
  • „Jenseits von Fehden“: Christa Wolf und Hitler: Denis Schecks „Anti-Kanon“. „Jetzt aber sitzt da einer, erzählt von Büchern, die man bloß nicht lesen solle und reiht dabei Christa Wolf und Sebastian Fitzek in denselben Regalmeter wie Adolf Hitler. (…) Aber es ist billiger Zirkus, der das Medium Buch so lange in ein düsteres Unten zieht, bis das Licht garantiert nicht mehr reicht, um darin zu lesen.“

Kinder- und Jugendliteratur

  • „Siesta auf dem Lieblingsbuch“: Die nadelfeine Studie eines rätselhaften Wesens. „Wie schon der Röntgenblick auf den Frontispizseiten beweist, steckt in jedem lieblichen Katzentier ein wildes Raubtier. Was zu beweisen war. Isabelle Simler macht das in einer charmanten, witzigen und punkt-, besser: strichgenauen Weise – eine Rarität unter den unzähligen Katzenbüchern.“
    Isabelle Simler, Meine wilde* Katze (Von Hacht Verlag)
  • „Rein in den Pyjama“: Als Comiczeichnerin hat sich Isabel Kreitz längst einen Namen gemacht. Vielfach wurde sie für ihr Werk – darunter auch die Comicversionen von Erich Kästners Geschichten – ausgezeichnet. Mit der Bilderbuchreihe um Tigerkatze Matz und Kanarienvogel Miep zeichnet die Künstlerin nun für die Jüngsten und stellt eindrucksvoll unter Beweis, dass schon Pappbilderbücher gute und humorvolle Geschichten erzählen können.“
    Isabel Kreitz, Matz und Miep – Müde? (Penguin Junior Verlag)
  • „Vor die Haustür gelegt“: Fotograf, Illustrator und Autor Willy Puchner lässt  hier seinen kleinen Hausbewohner seine Geschichte selbst erzählen.
    Willy Puchner, Mein Kater Tiger (Edition Nilpferd)
  • „Auf der Waldbühne“: „Verwandlung ist das Thema von Jürg Schubigers Bilderbuchgeschichte Mein Bruder und ich und die Katze im Wald, und Eva Muggenthaler hat sie mit bunten Theaterkulissen voller märchenhafter Details in Szene gesetzt.“
    Jürg Schubiger / Eva Muggenthaler, Mein Bruder und ich und die Katze im Wald (Peter Hammer Verlag)
  • „Du bist hier die Heldin“: „Hauptdarstellerin dieses Bilderbuchs ist eine junge Katze im besten Katzenalter(…). Eine Katze, die der fiktive Schriftsteller, der ihre Geschichte aufschreibt, sofort ins Herz schließt – und mit ihm wohl auch die Leser von Der Schriftsteller und die Katze, das Petra Dünges aus dem Arabischen übersetzt hat.“
    Nabiha Mheidly / Walid Taher, Der Schriftsteller und die Katze (Rieder)

  • „Exklusivere Aussichten“: Die sommerlichen Leseempfehlungen der Feuilleton-Redaktion.
    Helen Macdonald, Abendflüge. Essays (Carl Hanser)Philipp Sarasin, 1977. Eine kurze Geschichte der Gegenwart (Suhrkamp)

    Arne Rautenberg, fünfzehn kilo kolibri (Peter Hammer)

    Elizabeth Taylor, Mrs Palfrey im Claremont (Dörlemann)

    Michael Rothberg, Multidirektionale Erinnerung (Metropol)

    Eva Demski, Scheintod (Insel)

    Raphaela Edelbauer, Dave (Klett-Cotta)

    Caroline Fourest, Generation Beleidigt (Edition Tiamat)

    Carolin Emcke, Journal. Tagebuch in Zeiten der Pandemie (S.Fischer)

    Guntram Vesper, Jenseits der Kohle hinter den Seen. Das Frohburg-Kohrener Ländchen (Corvinus Presse)

    Bernardine Evaristo, Mädchen, Frau etc. (Tropen)

    Kate Atkinson, Weiter Himmel (Dumont)

    Noreena Hertz, Das Zeitalter der Einsamkeit (Harper/Collins)

    Hamburger Strich, Die große Freiheit. Cartoons für nach Corona (SKJM)

    Andrea Gerk, Moni Port, Ich bin da mal raus. Ideen gegen den Optimierungswahn (Kein & Aber)

    Götz Aly, Das Prachtboot: Wie Deutsche die Kunstschätze der Südsee raubten (S. Fischer)

    Jacco Pekelder, Joep Schenk, C. van der Bas, Der Kaiser und das „Dritte Reich“ (Wallstein)

    Martin Suter/ Benjamin von Stuckrad-Barre, Alle sind so ernst geworden (Diogenes)

    Olivia Laing, Zum Fluss. Eine Reise unter die Oberfläche (btb)

    Joel Dicker, Das Geheimnis von Zimmer 622 (Piper)

    Andrea De Carlo, Margherita und der Mond (Diogenes)

    Dana Grigorcea, Die nicht sterben (Penguin)

    Jochen Schmidt, Ich weiß noch, wie King Kong starb. Ein Florilegium (C.H. Beck)

    Ulrike Edschmid, Levys Testament (Suhrkamp)

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