Danach fragen Kunden Umgeblättert heute: „Dževad Karahasans Roman ‚Einübung ins Schweben‘ erzählt von der Belagerung Sarajevos“

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die Feuilletons der führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch:

 

„Freilichtmuseum der Spätantike“: Eine Geschichte aus Stadtführerperspektive: Judith Herrin schreibt ein Porträt Ravennas, das vor allem durch seinen anekdotischen Reichtum glänzt. „Seit der sechsteiligen Monographie von Friedrich Wilhelm Deichmann, deren letzter Band 1989 erschien, wurde im deutschen Sprachraum kein bedeutendes Werk zur Geschichte Ravennas mehr veröffentlicht. Das Buch der britischen Byzantinistin Judith Herrin, das sich auf dieselben Quellen stützt, schließt deshalb zwar keine Forschungs-, wohl aber eine Leselücke. Zu­dem besitzt es gegenüber Deichmanns Konvolut den Vorzug der Übersichtlichkeit, auch wenn knapp fünfhundert Textseiten keine Petitesse sind.“
  • Judith Herrin, Ravenna. Hauptstadt des Imperiums, Schmelztiegel der Kulturen (aus dem Englischen von Cornelius Hartz; wbg/Theiss Verlag)

„Diese Hölle nimmst du mit dir, mein Freund!“: Dževad Karahasans Roman Einübung ins Schweben erzählt von der Belagerung Sarajevos. „Karahasan, der heute seinen siebzigsten Geburtstag feiert, hat seine Erinnerungen an die von ihm miterlebte Belagerung Sarajevos bereits in seinem eindrucksvollen Tagebuch der Übersiedlung geschildert, das sich mit seinem neuen Roman in vielem berührt. Beide Bücher schildern, was ein solcher Einbruch des Grauenhaften in einer Gemeinschaft anrichtet, in jedem Einzelnen.“

  • Dževad Karahasan, Einübung ins Schweben. Roman. (aus dem Bosnischen von Katharina Wolf-Grießhaber; Suhrkamp Verlag)
„Die Seelen der Ermordeten“: Dževad Karahasan versuchte jahrzehntelang einen Roman über die Belagerung Sarajevos zu schreiben. Jetzt hat er es in einer ganz eigenen Form geschafft. „Mit dieser Einübung ins Schweben hat Karahasan seinem Projekt der Übersiedlung Sarajevos einen beeindruckenden Roman hinzugefügt. Aus der Verflechtung der negativen Legende mit einem Kranz knapper Novellen gewinnt er seine erzählerische Dichte.“
  • Dževad Karahasan, Einübung ins Schweben. Roman. (aus dem
    Bosnischen von Katharina Wolf-Grieshaber; Suhrkamp)

„‚Hätten wir keine Vorurteile, hätte unser Gehirn versagt'“: Die Psychologin Juliane Degner im Gespräch über Filterblasen, sexistische Automatismen und einen rosa Elefanten.

  • Juliane Degner, Vorurteile haben immer nur die anderen (Springer)

„Das musste endlich schon wieder gesagt werden“: Juli Zeh und Simon Urban entwerfen einen ambitionierten Dialog, der allerdings dann doch darauf hinausläuft, dass das Gendern noch abwegiger ist als das AfD-Wählen. „Zwischen Welten vermittelt aber am laufenden Band, es wäre dichter am Leben, als das Leben selbst es mitbekommt. Das liegt vor allem daran, dass es keine Satire ist, die Ereignisse aber zunehmend unwahrscheinlich.“

  • Juli Zeh / Simon Urban, Zwischen Welten. Roman. (Luchterhand)

„Meist sind sie dagegen“: Stadtplanung ist den Menschen keineswegs gleichgültig, sie kann im Gegenteil Zorn, Kampfeslust wecken – und Liebe. Zwei Bücher über das Thema Bauentwicklung und Politik.

  • „Stadt und Planung. Ein Lesebuch mit Texten aus 100 Jahren Städtebau.“ (Herausgegeben von Heidede Becker und Johann Jessen; DOM publishers)
  • „Stadtplanung und Politik. Die Deutsche Akademie für Städtebau und Landesplanung 1975 bis 2022.“ (Herausgegeben von Johann Jessen und Stephan Reiß-Schmidt; DOM publishers)
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