Danach fragen Kunden Umgeblättert heute: Ein „fabelhafter Kriminalroman“ und „subtile Schriften über Kunst“

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die Feuilletons der führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch:

  • „Edi Goldknopf gibt es nicht“: J.K. Rowlings neues Kinderbuch darüber, wie eine Lüge entsteht und wie man sie bekämpft. „Dass Rowling mit ihrem ersten Text für junge Leser nach Abschluss der Potter-Serie tatsächlich auf junge Leser zielt, ergibt sich aus dem Stil des Textes, der manchmal einen Märchenton anschlägt, dann wieder den Leser direkt anspricht und Erklärungen einflicht, wie sie in der Tradition des Kinderbuchs keineswegs unüblich sind.“
    J. K. Rowling, Der Ickabog (Carlsen)
  • „Im Tempel der Postmoderne“: Ein Architekturführer durch Frankfurt widmet sich den achtziger Jahren und zeigt, wie sich die Stadt ästhetisch neu definiert hat.
    Architekturführer Frankfurt 1980-1989 (Junius Verlag)
  • „Was will denn der Stein?“: Erstmal edierte Texte von Günther Anders zu Kunst und Film. „So gehört zu den vielen Erfahrungen, die man beim Lesen dieser Texte machen kann, auch diese: dass einer, der damit hadert, ob das Schreiben im Atomzeitalter überhaupt noch vertretbar sei, zugleich Texte geschrieben jat, die zu den subtilsten Schriften über Kunst gehören, die dieses Zeitalter hervorgebracht hat.“
    Günther Anders, Schriften zu Kunst und Film (C.H. Beck)
  • „Wer zu klug ist, hat zum Küssen keine Zeit“: „Ilja Leonard Pfeijffers Roman wandelt auf den Spuren von Thomas Manns Zauberberg, doch es fehlt die Trittsicherheit.“
    Ilja Leonard Pfeijffer, Grand Hotel Europa (Piper)

  • „Lagefeuergeschichten“: Der US-Schauspieler Matthew McConaughey hat ein Buch geschrieben. „Als Werk eines Zwölfjährigen, der gerade eben seinen ersten Joint rauchend Hesse entdeckt, wäre das beachtlich. Wenn man weiß, dass es ein 50-jähriger Familienvater veröffentlicht, wirkt es leider schon ein winziges bisschen doof.“
    Matthew McConaughey, Greenlights (Headline; bisher nur auf Englisch)

  • „Diese Elite ist extrem effizient“: Der Ökonom Branko Milanovic im Gespräch über die hart arbeitenden Superreichen von heute, Unterschiede zwischen den USA und China und einen Kapitalismus, der nicht weniger wichtig wird. „Ich kann nicht nachvollziehen, wenn Leute sagen, der Kapitalismus befinde sich in der Krise; im Gegenteil, der Kapitalismus wird immer bedeutender werden.“
    Branko Milanovic, Kapitalismus global. Über die Zukunft des Systems, das die Welt beherrscht (Suhrkamp)
  • „Sollen sie doch nach Hause gehen“: Dominique Manottis „fabelhafter Kriminalroman über Frankreichs Rassismus in den siebziger Jahren“. „Die Französin pflegt einen erfrischend knappen Stil, kurze Sätze, sparsame Dialoge, die vielleicht gerade deswegen wie aus dem Leben gegriffen wirken.“
    Dominique Manotti, Marseille 73 (Ariadne im Argument Verlag)

 

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